Schild mit der Aufschrift "Disabled bays"

Die taz klärt uns auf

Danke, liebe taz, für die Aufklärung! Wie hätten wir dummen Leser denn ohne Dich gewusst, dass „Behinderte keinen Deut besser als ’normale‘ Menschen“ sind? Und wie hätten wir ohne Dich wissen sollen, dass „auch Behinderte, Schwule, Schwarze und Frauen dopen.“ Da braucht es einen Kommentar, in dem wir das erfahren.

Besonders gut gefallen hat mir die Formulierung: „Behinderte sind – abgesehen von einem körperlichen Handicap – keinen Deut besser als „normale“ Menschen.“ Also das „körperliche Handicap“ macht sie schon besser als „normale Menschen“ oder wie soll ich diese Formulierung verstehen? Erst dachte ich, die taz hat ja wirklich eine interessante Sichtweise. Behinderung als Zusatzqualifikation oder so. Aber dann kam mir der Gedanke, dass vielleicht einfach die Stelle beim Redigieren übersehen wurde. taz-Redakteure sind eben auch nicht besser als „normale“ Redakteure. Und das ist auch gut so!

10 Gedanken zu „Die taz klärt uns auf“

  1. Stellt sich nur die Frage, ob behinderte schw.ule (respektive les bis che) schwarze Frauen auch nicht besser sind.

    Oder ob das soviele „Zusatzqualifikationen“ sind, dass zumindest stinknormale taz-Redakteure dagegen vor Nichtigkeit eingehen…

  2. „Wir“ sind halt nicht „normal“ – völlig wurscht, was der liebmeinende Redakteur sonst noch so herumschwurbelt.

    Ghetto – das ist es, wohin „wir“ gehören, Behindisport, Behindigruppen, Behindileben.

    Eingesperrt, weggesperrt, ausgelächelt.

  3. Naja,
    die Taz klärt eigentlich nicht „uns“ auf, sondern alle die, die tatsächlich denken, Behindertensport ist eine soziale Fördermaßnahme à la Beschäftigungstherapie und die die Menschen in „normale“ und „nicht normale“ einteilen. Das sind ziemlich viele, und denen wird widersprochen.
    Deshalb finde ich den Kommentar gar nicht so schlecht.

    Von ein paar Formulierungsschwächen (siehe Zitat in Christianes Beitrag) einmal abgesehen.

  4. Keep cool. Das Thema ist sowieso alt und wurde von den Ärzten in einem Song schon vor Jahren angesprochen. Dort heißt es „auch lesbische, schwarze Behinderte können ätzend sein“. Aber man darf die nicht kritisieren, genauso wie man niemals etwas böses über Juden sagen darf, usw usf.. Stattdessen müssen die anderen (nicht lesbischen, nicht schwarze, nicht behinderte Nichtjuden) in Respekt gelähmt herumstehen. Und das ist eben einfach nur bescheuert, vor allem wenn sich die Genannten wünschen, daß man einfach nur normal mit ihnen umgeht.
    Ob die Taz nun sonderlich glücklich an das Thema herangegangen ist, das ist eine andere Sache.

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