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Tag Archiv für Mampf

Aufmerksamkeit

Für Menschen, die meinen, sie bekämen zu wenig Aufmerksamkeit, gibt es jetzt eine Lösung. Einfach klingeln.

Schild Please ring for attention

Schild Please ring for attention

Gesehen bei zwei Eingängen in der Nähe des Trafalgar Square.

Braille in Boston

Brailleheft und eine Hand, die liest

Im Restaurant „Rock Bottom Brewery“ in Boston gibt es Speisekarten in Braille – und gutes Essen gibts da auch. Nur das angeblich typisch deutsche Bier „Munich Gold“ war nicht ganz mein Geschmack.

Frosta Bistro hat jetzt eine Rampe

Ich sitze gerade im Frosta Bistro. Da wollte ich eigentlich gar nicht hin, sondern nur durch die Stadt schlendern. Aber als ich vorbei kam sah ich, dass Felix Ahlers sein Versprechen wahr gemacht und vor seinem Bistro eine kleine Rampe installiert hat. Ich komme jetzt ohne Hilfe rein und raus aus dem Bistro. Ich bin begeistert! Und konnte dann natürlich nicht vorüber gehen, ohne die Rampe auszutesten und was zu essen.

Rampe vor einer Stufe

Ich glaube, ich brauche Urlaub

A.: Ich habe heute nachmittag eine Kugel Eis gegessen.
Ich: Was? Haben die jetzt schon Eis?
A.: Nicht Google, eine Kugel.

Klarer Fall von Verhörer2.0.

Warum ich die Berliner mag

Wir haben in Sydney in einem Restaurant richtig gut thailändisch gegessen und hatten Lust, auch in Hamburg thailändisch essen zu gehen. Nun gibt es in Hamburg nicht so wahnsinnig viele thailändische Restaurants, aber am Gänsemarkt wurden wir fündig. Leider war das Restaurant schon relativ voll und auf diversen freien Tischen standen Reservierungsschilder.

Zuerst ignorierte man uns als wir reinkamen. Dann irgendwann erbarmte sich doch jemand, und fragte, ob wir reserviert hätten und sagte dann, als wir die Frage verneinten, es sei nichts mehr frei. Ich hatte in dem Moment schon eine leise Vorahnung, dass irgendwas nicht stimmte. Aber okay, wir wollten schon den Rückzug antreten als ein Mann mit starkem Berliner Dialekt sagte: „Sie können sich zu uns setzen, wenn sie wollen.“ Wir nahmen das Angebot gerne an.

Es war das erste Mal, dass mir das in Hamburg passierte – und ich lebe jetzt 10 Jahre hier. Ich habe sehr schnell gelernt, dass es in Hamburg nicht üblich ist, sich zu fremden Leuten an den Tisch zu setzen – zumindest nicht im Restaurant. In Süddeutschland geht das eher. Und in Berlin offensichtlich auch.

Am Gesicht der Bedienung war geradezu abzulesen, was sie von dem Berliner Angebot an uns hielt: Nichts. Und mein komisches Gefühl verwandelte sich in Gewissheit als sie dem Paar, das direkt hinter uns wartete sagte, sie hätte einen Tisch für sie. Und auch die blockierten Tische wurden an dem Abend nicht alle besetzt. Wir ließen uns aber gar nicht verunsichern und bestellten. Das Berliner Paar hatte schon vor unserer Ankunft bestellt, was aber nicht dazu führte, dass sie ihr Essen eher bekamen als wir. Im Gegenteil. Als wir schon bei der Hauptspeise waren, warteten die Berliner noch auf ihre Vorspeise. Die Bedienung strafte uns auch den ganzen Abend mit Nichtbeachtung. Es gipfelte dann aber darin, dass die Berlinerin einen Nachtisch bekam, bei dem die Soße sauer war.

Wir hatten jedenfalls einen großen Spaß mit unseren netten Nachbarn. Wenn doch nur mehr Hamburger öfter mal einen Platz an ihrem Tisch anbieten würden, wenn nichts mehr frei ist (oder so getan wird).

Achja, und wer einen gutes thailändisches Restaurant (in Hamburg und anderswo) kennt, darf es mir gerne verraten. Ich möchte die Besitzer nicht ein weiteres Mal mit meiner Anwesenheit belästigen.

Frosta-Bistro – ich war da

Der bloggende Tiefkühlwarenhersteller Frosta hat seit heute ein Bistro in der Hamburger Innenstadt – direkt neben dem Rathaus. Da ich heute sowieso in der Stadt unterwegs war, habe ich es gleich getestet und muss sagen, sehr empfehlenswert – wenn man sich nicht an der Stufe vor dem Eingang stört.

Das Bistro ist in einem schönen alten Haus. Die Einrichtung ist mehr als gelungen. Die modernen Holztische und Stühle bilden einen schönen Kontrast zu dem alt-ehrwürdigen Gemäuer. In der Mitte wird gekocht. Vorher kann man sich die Gerichte schon mal ansehen. Es ist Selbstbedienung, bezahlt wird vor dem Essen. Die große Portion kostet 5,50 Euro. Wir aßen grünes Thaicurry und Steakhouse-Pfanne – beides schmeckte großartig. Leider ist die Getränkekarte etwas dünn – das liegt daran, dass Frosta auch im Bistro sein Reinheitsgebot einhalten will. Aber Saft, Cola und Wasser als alkoholfreie Getränke finde ich ein bisschen wenig. Zum Nachtisch haben wir Quark mit Nüssen und Karottenkuchen gegessen sowie zwei Milchkaffee getrunken. Insgesamt hat uns das rund 20 Euro gekostet für zwei Personen – absolut okay für Hamburger Verhältnisse.

Das Personal ist wirklich super nett und zuvorkommend. Alle fragten uns, ob es wirklich schmecke und das tat es. Allerdings waren wir auch die einzigen Gäste – wir konnten uns über mangelnde Aufmerksamkeit also nicht beklagen. :-)

Und wenn die nicht alle so nett gewesen wären, dann hätte ich diesen Blogeintrag mit dem Barrierefreiheitsproblem begonnen. Ich hatte nämlich schon im Frosta-Blog gefragt, ob das Bistro barrierefrei ist, aber keine Antwort bekommen. Ich weiss jetzt auch warum: Das wirklich schöne Bistro hat nämlich leider eine Stufe vor der Tür und die Toiletten sind im Keller. :-( Und das bei einem Restaurant, das im Jahre 2005 – also drei Jahre nach Inkrafttreten des Behindertengleichstellungsgesetz – eröffnet wird. Nach Änderung des Gaststättengesetzes (durch das Behindertengleichstellungsgesetz) sind Restaurantgenehmigungen nämlich von der Barrierefreiheit abhängig (§4 Gaststättengesetz).

Die Stufe wäre wirklich leicht zu entfernen – und das kann man jetzt auch noch nachträglich machen. Übrigens, mein Vorwurf richtet sich weniger an Frosta denn an die Genehmigungsbehörden. Es handelt sich hierbei nämlich um ein Grundproblem in Hamburg und ist nicht nur diesem einen Bistro anzurechnen. Wenn die Behörden die Restaurantbetreiber nicht auf die Idee bringen, einen leicht ansteigenden Eingang statt eine Stufe vor die Tür zu setzen, dann kommen die meisten auch nicht darauf, anders zu planen. Und genau das müsste seit drei Jahren eigentlich passieren.

Einladung zum Mittagessen

Ich hatte die Einladung zum Presselunch schon zugesagt. Der Ort stehe noch nicht fest, sagte man mir. Man sei noch auf der Suche nach einem geeigneten Restaurant. „Achten Sie doch bitte darauf, dass das Restaurant stufenlos zu erreichen ist“, bat ich. „Ich bin Rollstuhlfahrerin.“ Stille auf der anderen Seite. Dann: „Ach, dann nennen Sie uns doch einfach ein Restaurant. Wir richten uns dann ganz nach Ihnen.“

Gut. Nett. Professionell reagiert. Da habe ich doch gerne eine Liste mit einigen barrierefreien Restaurants zusammen gestellt. Bin mal gespannt, wofür sie sich entscheiden. :-)

Freudenhaus

Schriftzug Freudenhaus Restaurant
Freudenhaus Hamburg:
Essen: Lecker, aber nicht ganz billig – viel deutsche Küche und Fisch
Publikum: Gemischt, viele Touristen
Bedienung: Sehr freundlich
Barrierefreiheit: Leider zwei kleine Stufen vor der Tür (könnte man für wenig Geld ebenerdig machen ;-) ), Toiletten habe ich gar nicht erst angeschaut, laut
Lage: Hein-Hoyer-Str. 7-9, mitten aufm Kiez

Schnecken

Ich hatte mir Nudeln mit Sahnesoße bestellt. Die etwas wortkarge Bedienung brachte mir nach etwa zehn Minuten mein Essen. Die Tortellini waren mit Rucola-Salat und Cocktail-Tomaten dekoriert. Als ich zwei oder drei Löffel voll gegessen hatte und gerade ein Salatblatt mit der Gabel zum Mund führen wollte, fand ich ein kleines Schneckenhaus in meinem Essen.

Ich rief die Bedienung. Diese hatte auch schnell eine Erklärung parat: Die Schnecke sei von oben herunter gefallen. Über mir befand sich nichts als Himmel. Die Schnecke hatte sich also aus dem Himmel gestürtzt und sich anschließend unter dem Salatblatt in der Sahnesosse versteckt. Ja, klar… Erst vor zwei Wochen fand ich im Fisch beim Mittagessen eine kleine Spinne eingebraten. Igitt!

Ich verlangte ein neues Essen. Die Bedienung brachte eine neue Portion Tortellini – was fehlte, war der Salat. Warum nur?