Schild mit der Aufschrift "Disabled bays"

Schlauberger

„Ey, wir sind an der Endstation“, sagte der Herr (Typ: Staubsaugervertreter) zu mir, der in Hamburg als einer der Letzten das Flugzeug verließ, in ziemlich anmassendem Ton und machte sich über mich lustig, dass ich so doof bin und da immer noch sitze.

So lange noch Passagiere im Flugzeug sind, können die Leute vom Assistenzdienst ja nicht rein, um mir aus dem Flugzeug zu helfen, deshalb steig ich immer als Letzte aus. „Schlauberger“, habe ich ihm geantwortet. Da ich schneller war als das Gepäck, stand der Schlauberger auch prompt noch am Gepäckband und hat natürlich gesehen, dass ich Rollstuhlfahrerin bin. Er konnte anschließend vor Scham kaum noch seinen Koffer tragen, hoffe ich.

4 Gedanken zu „Schlauberger“

  1. Ich verstehs wirklich nicht: warum sollte er sich „schämen“? Wegen einer dummen Bemerkung zu einer Mitreisenden? Oder, falls er mitbekommen hätte, dass du Rollstuhl fährst – weil er nicht „lieb“ war?

  2. Ich verstehe das Problem ehrlich gesagt auch nicht.
    Er konnte doch nicht wissen, dass du auf einen Rollstuhl angewiesen bist.

  3. …aber er hätte sich seinen pampigen Kommentar einfach verkneifen können. Manchmal hat das „komische“ Verhalten anderer Leute einfach einen Grund.

Kommentare sind geschlossen.

Teilen….

Suchen

Kaffee

Meist gelesen

Werbung

Werbung

Lesen Sie auch

Jahresendfragebogen 2021

Auch in diesem Jahr beteilige ich mich an der guten, alten Bloggertradition, einen Jahresendfragebogen auszufüllen.