Tag Archiv für Leben

Beim deutschen Hausarzt

Ich war tatsächlich beim deutschen Hausarzt. Seine Praxis habe ich aber nicht gesehen. Wie das geht? Also heute morgen ging es mir sehr schlecht. Ich rief gleich um 8 Uhr dort an und sagte, dass ich sofort dringend kommen möchte. War auch kein Problem. Und als hätte ich es geahnt (ist ja schließlich ein deutscher Hausarzt), fragte ich, ob die Praxis barrierefrei sei. War sie nicht. 1. Stock ohne Fahrstuhl – also wirklich alles wie in Deutschland. Ich war der Verzweiflung nahe, denn mir war ja nach einer durchhusteten durchwachten Nacht klar, ich muss zum Arzt.

Die Sprechstundenhilfe war aber sehr nett und meinte, sie ließen sich was einfallen. Sie rief mich kurz darauf zurück. Im Erdgeschoss sei ein Zahnarzt, da könne mich der Hausarzt untersuchen. Gesagt. Getan. Ich bin dahin gedüst, für die Zahnarztpraxis gab es sogar eine Rampe. Ich kam sofort dran und alles war bestens. Diagnose: Bronchitis. Antibiotikum habe ich mir schon besorgt (für 4 Pfund – das nenne ich mal wirklich günstig) und ich hoffe, es geht jetzt aufwärts mit mir.

Krank auf Deutsch

So, morgen werde ich das erste Mal den deutschen Hausarzt in London aufsuchen müssen. Es gibt in London wirklich alles, was das deutsche Herz begehrt: Deutsche Zahnärzte, deutsche Bäcker, deutsche Metzger, einen deutschen Supermarkt, Bratwurststand, Biergarten, eine deutsche Schule und eben auch deutsche Hausärzte.

Ich wäre wirklich bereit, mit meinem Husten, der langsam beängstigende Formen annimmt, zu einem britischen Arzt zu gehen, aber leider hat mir NHS einen Hausarzt zugewiesen, dessen Praxis seit Monaten keine Putzfrau gesehen hat etwas ungepflegt wirkt und auch ansonsten ziemlich überfordert ist. Und man kann sich seinen NHS-Arzt ja nicht aussuchen, aber ich will meinen Husten wegkriegen. Ich hatte schon einmal eine Lungenentzündung. Nun werde ich mich morgen in die deutsche Enklave Richmond im Süden Londons begeben und zum ersten Mal meine private Krankenversicherung in Anspruch nehmen.

Über das Autofahren (und Parken) in England

Ich fahre jetzt seit ein paar Tagen Auto hier und es ist wirklich nicht so schwer. Ich bin bereits in Australien links gefahren. Allerdings hatte ich dort einen Mietwagen mit dem Lenkrad auf der rechten Seite. Das empfand ich als eigentliche Herausforderung – ich habe immer die Scheibenwischer betätigt, wenn ich abbiegen wollte und wenn es regnete, habe ich erstmal geblinkt.

Hier fahre ich in meinem gut vertrauten Auto und komme klar. Seit gestern tobt in London ein relativ großes Verkehrschaos. Die U-Bahn wird bestreikt, nur wenige Linien sind noch in Betrieb und so fährt der Londoner wohl oder übel mit dem Auto zur Arbeit. Die Folge sind Staus, Staus, Staus. Ich stehe eigentlich mehr als dass ich fahre.

Eine besondere Herausforderung stellen die Regelungen für „Blue Badge Holder“ (blauer Parkausweis) dar. Jeder Bezirk in London hat ihre eigenen Regelungen und man muss immer wissen, wo man sich gerade befindet. Während mein Bezirk Ealing mich im überall kostenlos parken lässt, darf ich in Westminster nicht einmal jeden Behindertenparkplatz nutzen.

Wie in Deutschland kann man beim Bezirk einen personenbezogenen Behindertenparkplatz beantragen, wenn man keinen geeigneten Parkplatz zur Verfügung hat. Nur hier sind diese Parkplätze nicht wirklich personenbezogen, wie ich schon erfahren habe. Ich war am Montag in einem Kurs in Islington (auch ein Bezirk). Ich hatte mir vorher in der Internetdatenbank den nächsten Behindertenparkplatz rausgesucht (ja, sowas geht hier!) und er war tatsächlich frei. Als ich am Ende des Tages kam ich zu meinem Auto und fand ein Schreiben an der Windschutzscheibe. Ich dachte noch: „Klasse, zum ersten Mal geparkt und prompt einen Strafzettel.“ Aber so war es nicht.

Auf dem Papier stand:
„This parking space has been provided for me by Islington council as I need to park outside my front door. I would be grateful therefore if you did not park here. As a Blue Badge holder you are entitled to park in a residents‘ parking bay for an unlimited amount of time so perhaps you could park in one of those in future. P.S.: I’d be grateful if you could knock on my door when you leave so that I can move my car back into my space. Thanks.“

Ich habe dann also an die Tür geklopft und hörte mir das Klagen einer Rollstuhlfahrerin an. Ich hätte zwar juristisch korrekt geparkt und könne es auch nicht wissen, aber sie brauche den Parkplatz. Ihr Bezirk vergebe aber keine Parkplatznummern wie andere Bezirke. Also jeder Besitzer eines Parkausweises darf auf „ihrem“ Parkplatz parken. Definitiv eine bescheuerte Regelung. Ich konnte den Ärger der Frau verstehen. Und ich habe unterdessen noch mehr Parkplätze entdeckt von denen ich annehme, das sie eigentlich für jemanden eingerichtet wurden, aber ich dort auch parken dürfte – unbefristet übrigens.

Ich muss zusammenfassend sagen, dass die Regelungen für Parkausweisbesitzer in Deutschland zum einen einheitlich und teilweise auch durchdachter sind. Dafür sind hier die Parkplätze so gut wie nie von Nichtbehinderten besetzt und wenn wird es teuer. Ich bin gespannt, ob ich das in ein paar Monaten immer noch sage.

Belgien und die Barrierefreiheit

Sorry, ich war ein wenig beschäftigt. Ich war in Hamburg, habe unsere Wohnung ausgemistet und habe mein Auto nach England überführt. 800 Kilometer Fahrt durch Deutschland, die Niederlande, Belgien, Frankreich und England liegen hinter mir.

Mir sind ja noch gut französische Autobahnraststätten vom Familienurlaub in den 80er-Jahren in Erinnerung. Dieses wenig erfreuliche Bild wird jetzt von den belgischen Raststätten überlagert. Die Belgier beleuchten zwar ihre Autobahnen, aber ich glaube, das machen sie nur, damit ein Schatten auf die Raststätten fällt und man die nicht so sieht. Vier Raststätten musste ich ansteuern, um eine Behindertentoilette zu finden – und das war nicht der einzige Grund, belgische Raststätten in schlechter Erinnerung zu behalten. Die Raststätten waren überlaufen, die Einrichtungen teilweise ziemlich ekelig und Behindertenparkplätze Mangelware. Barrierefreie Rasthöfe waren nicht ausgeschildert – ich kam mir vor wie beim Bingospiel.

Auf der Raststätte mit Behindertentoilette gab es sogar einen Behindertenparkplatz. Einen einzigen! Und der hatte einen sehr originellen Zugang zum Raststättengebäude:

Behindertenparkplatz mit Stufe

Eine Stufe hoch und dann wieder hinunter musste man. Alternativ konnte man auch um den ganzen Parkplatz herum und auf der Straße mitten im Verkehr stufenlos zum Gebäude rollen. Ganz toll! Über die britischen Verkehrseigenheiten (als ob das Linksfahren nicht schon Abenteuer genug wäre) schreibe ich später.

Babypanik

Um mich rum hat seit einiger Zeit sowohl der Babyboom als auch die Babypanik eingesetzt. Babyboom, weil gerade um mich rum alle Babys kriegen. Schön! Aber ein Teil der Frauen, die ich kenne, hat die Babypanik. Mit Babypanik meine ich das Phänomen, dass man unbedingt meint, jetzt und sofort schwanger werden zu müssen, weil sonst isses zu spät. Und das sagen mir längst nicht nur von Frauen, die kurz vor den Wechseljahren stehen. Fragt man dann, woher die Panik, bekommt man folgendes zu hören: „Meinst Du ich will ein behindertes Kind?“. Dahinter steckt die Befürchtung, ein Kind mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) zu bekommen.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Frau im Alter von 25 Jahren, mit einem Kind mit Down-Syndrom schwanger zu werden, liegt laut Wikipedia bei weniger als 0,1 %, im Alter von 35 Jahren bei 0,3 %, im Alter von 40 Jahren bei 1 % und im Alter von 48 Jahren bei 9 %. In etwa 97 Prozent aller Fälle liegt keine Chromosomenveränderung vor. Und dennoch herrscht bei Frauen meines Alters bereits eine Panik, die teilweise fast die Freude auf das Schwangersein und das Kind überlagert. Und ich bin gerade einmal 30! Ich kenne nicht viele Menschen mit Trisomie 21, aber die, die ich kenne, sind Kinder von jungen Eltern. Das muss nicht unbedingt ein Zufall sein. Denn erst bei Frauen ab 35 wird in Deutschland verstärkt nach Auffälligkeiten gefahndet. Die jungen Mütter wissen teilweise bis zur Geburt gar nicht, dass sie ein Kind mit Down-Syndrom bekommen. Die Frauen, die es wissen (also vor allem die Älteren), treiben in rund 90 Prozent der Fälle ab. Die Zahl scheint in Deutschland und England identisch zu sein.

Nun will ich keine Debatte über Abtreibung vom Zaun brechen, aber ich habe irgendwie den Eindruck, dass die kommenden Eltern ziemlich unentspannt sind. Dabei ist Kinder kriegen ja eigentlich etwas Schönes. Und ein Kind kann man ja auch nicht so einfach im Internet bestellen. Da heißt es flexibel sein, was die Zeitplanung angeht. Und ich kann mir nicht helfen, aber ich finde Kinder kriegen ähnelt in diesen Zeiten etwas dem Leistungsdruck beim Eiskunstlaufen. Alles muss ganz perfekt sein, der Zeitpunkt und eben auch das Kind. Machen sich die Eltern diesen Druck selbst oder woher kommt der? Ich verspüre den Druck überhaupt nicht, aber ich bin ja sowieso ein eher gelassener Mensch. Vielleicht gibt es auch zu wenige Menschen mit Down Syndrom. Die Menschen haben vor etwas Angst, was sie eigentlich gar nicht kennen. Und je mehr Angst die Leute haben, desto weniger Babys mit Trisomie 21 kommen auf die Welt. Nur so ein Gedanke. Und ich glaube, die wenigsten Frauen kennen die Statistik wirklich. Ich würde gerne mal eine Umfrage lesen, was die Frauen in meinem Alter schätzen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, mit 35 ein Baby mit Down-Syndrom zu bekommen. Ich bin sicher, die Panik ließe sich aus den Antworten ablesen.

Firmengründung

So, ich habe gerade eine Firma in England gegründet. Was ich genau mache, verrate ich noch nicht. Aber ich freue mich riesig drauf! Ich bin jetzt jedenfalls „Director“. Also drückt mir die Daumen!

Eine englische Limited zu gründen geht hier übrigens sehr einfach und online, auch wenn die Zeitangaben auf den Webseiten (10 Minuten) nicht stimmen. Es sind 30 Minuten. :-) Das Unterhalten der Firma scheint mir aber recht aufwändig, aber dafür gibt es ja Steuerberater.

iTunes und meine Lebenswirklichkeit

Unternehmen wie Apple sind ja angeblich gewappnet für die Globalisierung. Ich möchte da Zweifel anmelden, denn Apple kommt im Fall von iTunes nicht einmal mit meiner bescheidenen Lebenssituation zurecht.

Ich habe vor ein paar Tagen Karten für das Herbert Grönemeyer-Konzert in London gekauft. Diese habe ich telefonisch bestellt und per Post erhalten. Bei den Tickets lag ein iTunes-Gutschein. Diesen wollte ich gerade einlösen und bekam den Hinweis, dass der Gutschein nur für den britischen iTunes-Store gültig ist (macht ja auch Sinn bei Herbert Grönemeyer – haha). Also bin ich in den britischen iTunes-Store, um den Gutschein einzulösen. Dort war zwar der Gutschein gültig, aber man sagte mir, mein Account sei nur für den deutschen Shop nutzbar. Soll ich mir jetzt für den britischen iTunes-Store einen neuen Account zulegen? Was sagt denn das DRM von iTunes dazu? Und warum muss man im Internet als internationales Unternehmen eigentlich ein Pass und ein Visum verlangen? So komme ich mir nämlich gerade vor. Die Barrieren beim internationalen Onlineeinkauf sind in dem Fall ja fast höher als bei Überqueren der Schengengrenze. Jedenfalls auf Kundenseite. Sonst hat Apple ja keine Probleme, was die Verfügbarkeit meiner Daten international angeht.

Eine ungewöhnliche und nette Entschuldigung

Eigentlich wollte ich vergangene Woche an einem Twitter-Event teilnehmen. Das ganze sollte in einem Restaurant stattfinden. Ich schaute mir die Webseite an und die Fotos und ich war sicher, das Lokal müsste barrierefrei sein. Als ich ankam, erlebte ich eine böse Überraschung. Die Veranstaltung sollte im Untergeschoss des Restaurants stattfinden. Von Untergeschoss hatte ich nichts gelesen. Für mich also unerreichbar. Ich war stinksauer, der Tag war sowieso schon ein „bad hair day„, wie die Briten sagen. Also ging ich irgendwo was essen und fuhr ziemlich frustriert wieder nach Hause.

Den Veranstaltern habe ich einen kurzen Kommentar in ihrem Blog hinterlassen mit der Bitte, doch beim nächsten Mal auf die Barrierefreiheit zu achten. Ich würde nämlich beim nächsten Mal gerne teilnehmen. Das war gar nicht mal als Rüffel gedacht, ich weiß, dass viele Leute nicht an Barrierefreiheit denken, sondern als Hinweis. Und dann passierte folgendes: Über Technorati fand ich einen Link zu meinem Blog. Er führte zu einem Blogeintrag der Veranstalter mit einer großen Entschuldigung an mich und der Bitte, mich zu melden. Das habe ich getan und bekam eine Entschuldigungsmail, auch im Namen der Sponsoren. Wie ungemein freundlich und nett! Mir passiert es schon öfter, dass ich irgendwo nicht teilnehmen kann, weil die Location nicht barrierefrei ist. Meistens kriege ich dann zu hören: „Wir konnten ja nicht ahnen, dass jemand im Rollstuhl kommen will.“ Aber es passiert wirklich selten, dass sich ein Veranstalter so aufrichtig und nett entschuldigt und dann auch noch verspricht, die Veranstaltung künftig in einen barrierefreien Raum zu verlegen.

Dafür sind wir nicht zuständig

Ja, ich weiß, einige haben die Geschichten von Silverlink schon vermisst. Heute war ich mal wieder in Willesden Junction, aber um die U-Bahn zu nutzen. Die Silverlink-Züge und die U-Bahn fahren vom gleichen Gleis. Der einzige Unterschied ist, dass man bei den Silverlink-Zügen eine Stufe nach oben überwinden muss und bei der U-Bahn eine riesen Stufe (ich schätze über 30cm) nach unten steigen muss. Nun weiß ich ja, dass es in Willesden Junction eine Rampe gibt. Ich hatte diese Rampe auch schon mal für die U-Bahn genutzt. Das war kein Problem. Die U-Bahnmitarbeiter haben sie in den Zug gelegt und alles war okay.

Also bin ich heute wieder zu den U-Bahnmitarbeitern. Die saßen in ihrem Aufenthaltsraum. Vier an der Zahl. Und hatten nichts zu tun. Ich bat sie, mir die Rampe an die U-Bahn zu legen. Die schauten sie mich ungläubig an. Die Rampe gehöre Silverlink und die Station sei offziell nicht mit Personal ausgestattet. Sie seien nur dafür da, die Züge in Empfang zu nehmen, wenn die in Willesden enden. Natürlich überzeugte mich diese Argumentationskette nicht wirklich. Da waren in einem Raum vier Mitarbeiter und eine Rampe und keiner wollte sie anlegen. Das nächste Argument war: Die Station gehöre Silverlink und die seien auch für die Rampe verantwortlich.

Der Mitarbeiter sagte, er wisse, dass sich das alles merkwürdig anhören muss, aber er dürfe die Rampe nicht nutzen. Nur Silverlink dürfe die Rampe nutzen, weil denen die Station gehöre, aber die seien nicht für die U-Bahn verantwortlich. Es sei also fraglich, ob sie das für die U-Bahn machen würden. Ich habe ihm dann gesagt, dass das ja Regelungen seien, von denen ich ausgegangen sei, dass sich nur deutsche Beamte ausdenken können. Aber bei Transport for London sei man ja offensichtlich auch sehr kreativ und ab September gehöre doch Silverlink sowieso zu Transport for London.

Mit Deutschen wollte er natürlich nicht verglichen werden. Er rief Silverlink an. Und tatsächlich der Mitarbeiter von Silverlink erschien. Sagte noch, dass die Rampe nicht für die U-Bahn gedacht sei und legte dann die Rampe an den U-Bahnzug an. Ich werde mich jetzt mal vertrauensvoll an Transport for London wenden und fragen, wieso Rampen, wenn sie eh schon vorhanden sind, nicht genutzt werden dürfen.

Wie ein Gesetz den Alltag verändert

Gestern abend haben wir ein neues Lokal ausprobiert. Es heißt „Café Rouge“ und ist eine Kette, die auf Französisch macht, aber sicher nicht ist. Aber der Laden war nett und ich wusste durch diverse Online-Bewertungen, das die Meinungen beim „Café Rouge“ weit auseinander gehen. Die Bedienung kam und hielt meinem Freund die Karte vor die Nase. Er reagierte nicht, weil er blind ist. Ich sagte ihr, „er ist blind, wir brauchen nur eine Karte.“ Ich hatte gerade angefangen, die Karte vorzulesen, da kam sie mit einer Karte in Braille an und fragte, ob wir diese haben möchten. Kann mir irgendjemand in Deutschland ein einziges Restaurant nennen, das eine Speisekarte in Braille hat und wo nicht der Stammtisch des örtlichen Blindenvereins stattfindet?

In England gibt es das in manchen Lokalen, weil Serviceeinrichtungen, Gaststätten etc. seit einigen Jahren verpflichtet sind, auch bei bestehenden Lokalen im zumutbaren Umfang bei der Barrierefreiheit nachzubessern. Für eine Kette wie „Café Rouge“ bedeutet das also, Karten in Braille vorzuhalten. Andere Lokale haben eine Stufe entfernt oder eine Rampe irgendwo hin gelegt. Im Gemeindeblatt der deutschen Kirchengemeinde (ja, gibts hier alles!) habe ich gelesen, dass sie verpflichtet wurden, ihre Kirche in naher Zukunft barrierefrei zu machen. Da stand dann auch was von gesetzlichen Auflagen und das die Behörde bereits da war. Das ist alles auf den Disability Discrimination Act zurückzuführen, ein Gesetz, das die Diskriminierung behinderter Menschen verbietet und das viele praktische Verbesserungen gebracht hat. Ich glaube auch, dass man nicht alles über Gesetze regeln kann, aber offensichtlich braucht es diese manchmal, um Leute zu bewegen und einen gewisse Basis zu schaffen, auf die man aufbauen kann.