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Die Süddeutsche und das Web2.0

Die Onlinechefin der WAZ, Katharina Borchert, alias Lyssa, hat endlich mal wieder gebloggt. Sie ärgert sich über einen Artikel der Süddeutschen über ihre Person.

„Aber wissen Sie, worin der entscheidende Unterschied zwischen damals und heute besteht? Nein? Ich verrate es Ihnen. Der Mann von der BamS hat damals ehrlich gesagt: „Kind, setz dich mal fürs Foto ans Klavier und tu wenigstens so, als würdest du spielen.“ Sie hingegen haben mit keinem Wort darauf hingewiesen, daß wir nur so tun, als würden wir ein ernsthaftes Interview führen.“

Großartig!
Es gibt ja Leute, die meinen, so ein Blogeintrag zieme sich nicht als Chefredakteurin. Ich finde, es sollten mal viel mehr Leute den Mund aufmachen, wenn sie falsch zitiert werden. Und das muss auch erlaubt sein, wenn man einen entsprechenden Posten inne hat. Wer in Interviews falsch zitiert wird, darf das ruhig öffentlich äußern, finde ich. Interessiert mich ja auch als Leserin.

Und wo wir schon beim Thema Transparenz sind: Ich hätte gerne eine Korrekturspalte in jeder Zeitung oder zumindest ein Korrekturblog. Und ein Korrekturblog von jeder Nachrichtenagentur mit den Berichtigungen der letzten 48 Stunden. Und ich würde gerne die Süddeutsche online lesen können ohne gleich abonnieren zu müssen. Ich kann nicht einmal nachlesen, was Irmela Schwab jetzt eigentlich genau geschrieben hat. Das ist nicht Web2.0, das ist bescheuert.

3 Kommentare

  1. Hallo Frau Link,
    ein SZ-Ausriss finden Sie hier:

    http://www.mr-gadget.de/media/SZ_Borchert_WAZ.pdf

    Beste Grüße, cd

  2. P.S. Ihr Blog lädt z.Zt. seeeehr langsam, weil es auf Daten von londonbloggers.iamcal.com wartet (sagt zumindest mein Firefox)

  3. Solon sagt:

    Korrekturspalte hätte ich auch gerne. Es würde zeigen, dass man den Leser ernst nimmt.

    Noch eine Idee: Ein nicht zum Redaktionsteam gehörender, unabhängiger Ombudsmann. Als neutrale Anlaufstelle für Beschwerden von Lesern/Hörern/Zuschauern gegenüber der Redaktion und als Vermittlungstelle der Ansichten und Arbeitsweisen der Redaktion gegenüber dem Leser/Hörer/Zuschauer. Gerne auch mit eigener regelmäßiger Kolumne.

    Wie nötig solch eine Vermittlungstelle wäre, sieht man gerade auch wieder an der ungeheuren Arroganz mit der ein ARD-Magazin namens „Panorama“ auf Kritik an einem unterirdischen Beitrag über sogenannten „Killerspiele“ (nicht) reagiert und damit Jahrzehnte langen, relativ guten Journalismus des Magazins und das Vertrauen der Zuschauer auf den Müll wirft.

    Und und und…