Vorherrschendes Gefühl für 2025?
Och ne.
2025 zum ersten Mal getan?
Gutachterin bei einem Gerichtsverfahren zu einem Bahnunfall für die Klägerseite gewesen. Das war alles ziemlich nervenaufreibend, aber ich glaube, ich habe einen guten Job gemacht. Das war auch kein Amtsgericht, sondern eines der obersten Gerichte im Land (Supreme Court). Man einigte sich am Ende außergerichtlich, nachdem der Richter ein Treffen mit den Gutachterinnen angeordnet hatte.
2025 leider gar nicht getan?
Ich muss mal wieder privat irgendwo hinfahren. Nicht nur beruflich irgendwo hinfahren oder nach Berlin.
Wort des Jahres?
Level Boarding, immer noch. Und ich höre auch nicht auf, zu nerven, bis sich die britische Regierung verpflichtet, grundsätzlich stufenlose Züge zu kaufen.
Getränk des Jahres?
Ich trinke immer noch sehr viel Wasser mit Erdbeergeschmack und Dr Pepper Zero mit Kirschgeschmack.
Bestes Essen des Jahres?
Bei meinem Lieblingsinder in Berlin. Mehrmals. Und natürlich das Käsefondue zu Weihnachten.
Meistkontaktierte Person?
Meine guten Freunde Michael und Doug teilen sich das wahrscheinlich.
Die schönste Zeit verbracht mit?
Artur und Vinny (Hund) natürlich. Wir hatten ein ruhiges Jahr, alles in allem.
Die meiste Zeit verbracht mit?
Lesen, Schreiben, Reden
Song des Jahres
"Let the lines run like rivers
All over my skin
Let youth be the last of my pride
Let the end roll towards me
I’m here for the journey
Just save me a seat by your side"
Beeindruckendstes Buch des Jahres?
With the End in Mind von Kathryn Mannix

Erkenntnis des Jahres?
Puh, das finde ich dieses Jahr echt schwer. Es war kein sehr erkenntnisreiches Jahr. Außer vielleicht, dass man auch Gutachten gut schreiben kann, wenn man bei dpa gelernt hat, Texte zu strukturieren und Fakten von Meinung zu trennen. Die Anwälte (und ich vermute auch das Gericht) waren entzückt.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
- Den Tod von Annton. Ich kann es eigentlich immer noch nicht fassen.
- Seit Sommer ständig krank zu sein, zwei Besuche in der Notaufnahme und ein Herz, das auf jeden Scheiß reagiert.
- Bahnpersonal, das immer noch glaubt, Assistenz für behinderte Reisende sei optional und eine Heldentat.
Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Eine Solaranlage aufs Dach zu setzen.
Schlimmstes Ereignis?
Der Tod von Annton. Niemals hätte ich gedacht, dass ich mal auf ihre Beerdigung gehen werde. Ich war diejenige, der es gesundheitlich so schlecht ging, und dann ging alles ganz schnell. Krebs ist ein Arschloch.
Das ist die letzte Karte, die sie mir geschickt hat, und die schaue ich jeden Tag an.

Schönstes Ereignis?
Ich habe dieses Jahr zu sehr unterschiedlichen Themen vor sehr unterschiedlichem Publikum gesprochen: Die Bahnreform, die politische Dimension von Behindertenparkplätzen, Palliativversorgung und Behinderung, Feuersicherheit in Bahnhöfen und die Evakuierung von behinderten Menschen in Transportsystemen und vielem mehr … Ich hatte das Gefühl, das alles hatte Impact, und nichts macht mich glücklicher als irgendwie dazu beizutragen, dass die Dinge besser werden.
Außerdem hat der Verkehrsausschuss des britischen Parlaments einen Report veröffentlicht, der sich stark an meinen Aussagen vor zwei Jahren bedient und mich umfassend zitiert. Ich hätte nicht mit diesem Report gerechnet und auch nicht, dass das diesen Nachhall finden wird. Immerhin hat in der Zwischenzeit die Regierung gewechselt. Ich habe mich riesig gefreut.
2025 war mit einem Wort?
Anstrengend.