Share on FacebookShare on Google+Flattr the authorTweet about this on Twitter

Yahoo! barrierefrei

Nein, nicht die Suchmaschine. Das Gebäude in Barcelona. Yahoo! hat gerade in Barcelona ein Forschungszentrum eröffnet – in einem richtig alten Gebäude. Nun ist es nicht im klassischen Sinne barrierefrei, aber man hat sich bemüht, würde ich mal sagen.

Das hier ist keine Telefonzelle, das ist der Fahrstuhl – durchaus mit antikem Wert.

Alter Holzfahrstuhl mit Bank und Telefon

Ein kurzer, schmaler Rollstuhl wie meiner passt hinein. Für die anderen siehts eher schlecht aus.

Ganz gut gelöst fand ich ja das Überwinden der Marmortreppe am Eingang.

Rampe auf einer Marmortreppe

Ein Geländer wäre noch ganz gut, aber da sie das Haus erst vor wenigen Wochen bezogen haben, nehme ich mal an, dass das noch kommt. Interessant finde ich, dass sie sich überhaupt bemüht haben, die Niederlassung trotz der alten Bausubstanz einigermassen barrierefrei zu machen. Oben in den Räumlichkeiten gibt es eine super ausgestattete Behindertentoilette. Ich finde sehr faszinierend, dass die amerikanischen Unternehmen weltweit das amerikanische Konzept von Barrierefreiheit durchziehen. Bei Microsoft in Indien gab es auch eine Behindertentoilette. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich deutsche Unternehmen an die DIN zu barrierefreiem Bauen halten, wenn sie eine Niederlassung im Ausland eröffnen. Zumal in den meisten Bundesländern sie nicht mal im Inland verpflichtet wären barrierefrei zu bauen, wenn es sich um ein privates Firmengebäude handelt.

3 Kommentare

  1. bp sagt:

    „Ich finde sehr faszinierend, dass die amerikanischen Unternehmen weltweit das amerikanische Konzept von Barrierefreiheit durchziehen.“

    Meine konkrete Erfahrung mit zwei amerikanischen Unternehmen der Gastronomie-Branche war anders. Vor einiger Zeit sendete ich zwei E-Mails an die amerikanischen Zentralen dieser Unternehmen. Anlass war, dass ich in einer deutschen Großstadt jeweils eine Filiale der Unternehmen wegen einer Stufe vor dem Eingang nicht nutzen konnte. Meine E-Mail begann mit einem Lob für deren Produkte (ist durchaus ernst gemeint) und endete mit der Frage warum sie nicht die gleichen „high quality standards“ wie in den USA, insbesondere Barrierefreiheit, auch in neu eröffneten Filialen in Deutschland umsetzen. Beide Unternehmen haben mehrere Filialen in dieser Stadt, ich verzichtete jedoch darauf konkret zu nennen wo ich meine Erfahrungen gemacht habe. Ein wenig hatte ich die Hoffnung, dass ein Amerikaner diese Anfrage liest, aufgrund seiner eigenen amerikanischen Alltagserfahrung über den Sachverhalt ziemlich empört ist und irgendwas anderes außer dem „Üblichen“ passiert.
    Es passierte jedoch das „Übliche“. Die E-Mails wurden nach Deutschland weitergeleitet und von dort mit der Aussage „leider nicht möglich, weil …“ beantwortet.

    Unternehmen A schrieb unter anderem:
    „However, in some of our [Filialen] in […] there was no constructional possibility to build a doorway especially for weelchairs. But you can visit our [Filiale] at [A1]. The entrance is available also for weelchairs.“

    Nicht erwähnt wird, dass die Filialen A2 und A3 ebenfalls einen rollstuhltauglichen Eingang haben.

    Unternehmen B schrieb unter anderem:
    „Leider ist es aufgrund verschiedener Faktoren nicht immer möglich einen behindertengerechten Zugang zu den einzelnen [Filialen] sicherzustellen. Es gibt aber durchaus ein paar [Filialen] in […], die auch für Rollstuhlfahrer zugänglich sind. Dies wären die [Filialen] [B1], [B2], [B3], [B4] und [B5].“

    Glückwunsch! Mit Filiale B4 hatte ich gerade meine Erfahrungen gemacht. Von B1, B2 und B5 bin ich mir ziemlich sicher, dass diese nicht für Rollstuhlfahrer zugänglich sind. Immerhin sind für B3 die Angaben nach meinem Wissen zutreffend.

  2. Christiane sagt:

    Redest Du etwa von Burger King und Mc Donalds? Ich habe den Eindruck, dass die in den vergangenen Jahren ihre Firmenpolitik in Deutschland geändert haben und insbesondere da, wo sie neu bauen, barrierefrei sind. Gleiches gilt für Kentucky Fried Chicken.

    Bei Starbucks sieht es etwas anders auch, wobei die auch sehr viel anmieten und Starbucks in Deutschland, soweit ich weiß, zum Karstadt-Konzern gehört – also eigentlich auch ein deutsches Unternehmen sind.

  3. Christian Merz sagt:

    Kleine Korrektur: Im Zuge der Sanierung hat Karstadt hat den Anteil an Starbucks an Starbucks USA verkauft. War eine der erste Sanierungshandlungen…