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Tag Archiv für Frau und Mann

Baggerführerschein

Neben uns im Lokal sitzt ein Mann mit einer Frau und baggert sie seit einer Stunde an – ununterbrochen. Mit einem Redefluss, der nicht zuläßt, dass die Frau widerspricht. Wir wissen schon alles aus seinem Leben (er redet nicht gerade leise): Drogen, Frauen, Gewalt… Alles dabei gewesen. Aber er hat auch „viele sehr liebenswerte Eigenschaften“. Ahja.

Das „schwache Geschlecht“

„Das Antidiskriminierungs-Gesetz ist ein Diskriminierungsgesetz“, sagt Regina Seidel, Präsidentin des Verbands Deutscher Unternehmerinnen (VDU), dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Der Entwurf sei nicht mehr zeitgemäß.

Dass nach wie vor die Quote der selbstständigen Frauen (28 Prozent) oder Frauen in Führungspositionen (zehn Prozent) niedrig ist, liegt Seidel zufolge nicht nur an den Umständen: „Es sind in erster Linie die Frauen selbst, die nicht die Energie haben, sich in die erste Reihe vorzukämpfen.“

Da bin ich aber froh, dass angesichts der kampfschwachen Frauen in diesem Land, wenigstens Frau Seidel mit 23 die Firma ihres Vaters geerbt hat und sich nicht in die erste Reihe vorkämpfen musste. Sonst wäre die Quote ja noch schlechter…

Frauenmagazin

Frauenzeichen mit Faust

Ich hasse Frauenmagazine. Aber Frida ist anders. Sie ist online und verzichtet auf ein minderwertigkeitsvermittelndes Bild von Frauen. Einen Mangel hat Frida allerdings: Die Schriftgröße ist nicht lesefreundlich, jedenfalls nicht mit -11 Dioptrin. Alice Schwarzer hat -9 Dioptrin, wie sie gerade im ZDF sagte.

Wenn man die Emanzipationsrate einer Person an der Dioptrinzahl abmessen könnte, wäre ich schon ziemlich weit vorne. Bin ich aber sowieso… :-)

120 Ohrfeigen

Weil sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat, bekam eine Schülerin in Indien zur Strafe 120 Ohrfeigen. Ihre Lehrerin hatte 24 Mitschüler der 10-Jährigen angewiesen, das Mädchen zu schlagen. Nach 120 Ohrfeigen sei das Kind zusammengebrochen und musste zum Arzt gebracht werden. Fassungslos war ich als ich die Meldung gelesen habe. Jetzt könnte man meinen, Indien sei weit weg und bei uns ist das mit der Gewalt nicht so schlimm. Denkste!

Von 10 000 befragten Frauen einer Studie des Bundesfamilienministeriums gaben 37 Prozent der Frauen an, Opfer körperlicher Misshandlung geworden zu sein, berichtet der „Focus“. Der Studie zufolge findet Gewalt gegen Frauen in allen sozialen Schichten statt.

Was ich vermisse, ist der Aufschrei der durchs Land geht. Gibt es ihn noch, den gesellschaftlichen Konsens, dass niemandem Gewalt angetan werden darf? Keiner Frau, keinem Mann und erst recht keinem Kind. Sehr gut finde ich die Kampagne „Mein Kind ist unschlagbar“ vom Bündnis für Kinder.

Lieber Mailer

„Lieber Mailer“ – so schreibt mich die ARD an, nachdem ich ihnen meine Kritik an der Berichterstattung zum Straßenradrennen geschrieben habe. :-(
Gut, ich sehe es ein, die Mail hätte ich mir sparen können

Mit Stinkefinger zur Medaille

Während der Zieleinfaht beim Straßen-Radrennenn zeigte Judith Arndt den Radsport-Funktionären den Stinkefinger. 200 Schweizer Franken kostet sie das jetzt. Sie demonstrierte damit gegen die Entscheidung, ihre Lebensgefährtin Petra Roßner nicht zu nominieren. Ob es etwas damit zu tun hat, dass die beiden Frauen lesbisch sind? Der Radsport-Verband jedenfalls trägt nur fadenscheinige Begründungen vor, beschwerte sich Petra Roßner im Interview mit der ARD.

A propos ARD: Die Kommentatoren des Radrennens waren eine Zumutung. Die Radfahrerinnen bezeichneten sie als „die Mädchen“ – nicht einmal, mehrfach. Und dann behelligten sie die Zuschauer noch mit Äußerungen über das Aussehen einiger Sportlerinnen. Unterste Schublade, liebe ARD! Wie wäre es, wenn das nächste Mal da einfach Frauen erzählen, was Sache ist. Die Männer können es scheinbar nicht.