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LinkedIn vs. Xing

Gestern habe ich eine Einladung zu LinkedIn erhalten. Das ist das Unternehmen, das mit OpenBC Xing auch auf dem deutschen Markt konkurrieren will. Nun habe ich mir LinkedIn mal angesehen und muss sagen „intuitive Benutzerführung“ ist definitiv etwas anderes. Ich verstehe nur die Hälfte der Funktionen und auch die Premiummitgliedschaften finde ich eher undurchsichtig. Derzeit bekommt jeder, der ein deutsches Mitglied wirbt, eine Premiummitgliedschaft. Das geworbene deutsche Mitglied angeblich auch. Ich kann aber immer noch keine Kontakte einpflegen, obwohl ich ein geworbenes deutsches Mitglied bin. Immer noch will LinkedIn Geld von mir – zum ganz normalen Kontakte einpflegen! Versteh ich nicht. Wieso soll ich dafür überhaupt bezahlen?

Ich bin seit ein paar Jahren Premiummitglied bei Xing und könnte auch darauf verzichten, wenn ich nicht so neugierig wäre und mir die erweiterten Recherchemöglichkeiten nicht auch bei der Arbeit helfen würden. Aber die Plattform wird nicht sinnlos, wenn man kein Premiummitglied mehr ist. Bei LinkedIn wirkt das auf mich aber schon so.

Ein weiterer Punkt, der mich an LinkedIn stört: Die Plattform ist sehr amerikanisch aufgebaut, fragt nach „Honors and Awards“ und einem Lebenslauf-„Summary„, wie sie zwar in den USA üblich sind, aber nicht in Europa. Wenn die wirklich international werden wollen, müssen sie die Mitglieder auch so ansprechen. Dazu gehört auch ein Angebot in unterschiedlichen Sprachen. Ich bekomme zwar Werbung für die Premiummitgliedschaft auf Deutsch eingeblendet, aber alles andere ist Englisch. Auch wenn alle so kosmopolitisch tun – wer auf den deutschen Markt will, muss ein Angebot in deutscher Sprache haben. Das ist nun mal so.

Auch wenn die Benutzerführung bei Xing manchmal nicht so glücklich ist und es um das neue Design Diskussionen gab, fühle ich mich da besser aufgehoben. Ob die jetzt an der Börse sind oder nicht, ist mir als User erstmal völlig wurscht. Viel interessanter finde ich, dass deren Server in Deutschland stehen und somit dem deutschen Datenschutzrecht unterliegen, was wohl bei LinkedIn nicht der Fall ist.

P.S.: Das ist ein Einladungslink zu Xing.

3 Kommentare

  1. Tocqueville sagt:

    This posting shows very well that it is the cosmopolitan young professional you’ll meet at LinkedIn vs. the narrow-minded, not-so-sophisticated average worker on openBc/Xing

  2. Christiane sagt:

    @Tocqueville
    Ich fürchte, so einfach ist das nicht. Fast alle Leute, die ich bei LinkedIn gefunden habe, sind auch bei Xing. Was ist jetzt mit der Schnittmenge? Sind das die „cosmopolitan young average worker“?

  3. Armin sagt:

    Darf ich Dich etwas korrigieren?

    „Die Plattform ist sehr amerikanisch aufgebaut, fragt nach “Honors and Awards” und einem Lebenslauf-”Summary“, wie sie zwar in den USA üblich sind, aber nicht in Europa.“

    Insbesondere der Summary ist hier in Grossbritannien auch ueblich bei Lebenslaeufen, ich habe mich damit vor ein paar Monaten ganz schoen gequaelt da er ja sozusagen der erste Eindruck ist. Und den will man bei Bewerbungen ja nicht gerade vermasseln…

    Andere Europaeische Laender kann ich nicht beurteilen.