Share on FacebookShare on Google+Flattr the authorTweet about this on Twitter

Altenpflegerin

Verkäuferin: „Soll ich Ihnen die Sachen irgendwo einpacken?“
Ich: „Nein, danke. Ich komme schon zurecht.“
Verkäuferin: „Ich kann Ihnen wirklich helfen.“
Ich: „Nein danke. Ich komme klar.
Verkäuferin: „Wirklich nicht?“
Ich: „Nein. Es geht schon.“
Verkäuferin: „Ich kann Ihnen gerne helfen.“
Ich (leicht genervt): „Neeein, danke.“
Verkäuferin: „Wissen Sie, ich kenne mich aus. Ich bin Altenpflegerin.“
Ich: „Soso. Ich bin 29!“

Update: Because this entry is linked by the Disability Blog Carnival (thanx!), here is the english translation:

Saleswoman: „Should I pack in your stuff?“
Me: „No, thank you. I can manage it.“
Saleswoman: „I can really help you.“
Me: „No, thank you. I am fine.“
Saleswoman: „Really?“
Me: „Yes. I am okay.“
Saleswoman: „I could really help you.“
Me (little shirty): „Nooooo, thank you.“
Saleswoman: „You know, I know the ropes. I am an elderly care nurse.“
Me: „Hmmmhmm. I’m 29!“

6 Kommentare

  1. Lorenz Mayer sagt:

    Naja, besser so als unhöflich oder?

    Lorenz

  2. Christiane sagt:

    @Lorenz
    Hmmm. Naja. Ich freue mich über jeden hilfsbereiten Menschen. Wirklich. Aber wenn ich mehrfach Hilfe ablehne und jemand bohrt weiter, belehrt mich über ihre angebliche Kompetenz, ist das auch nicht mehr höflich.

  3. Dorothea sagt:

    @ Lorenz
    Das ist nicht höflich, das ist übergriffig. Christine hat deutlich gesagt, dass sie keine „Hilfe“ braucht und fertig. Weiteres Insistieren ist dann nicht höflich, sondern verächtlich (kleines Krüppelchen kriegts halt nicht hin und kann sich nicht einschätzen).

    _Ich_ freue mich übrigens NICHT über „jeden hilfsbereiten Menschen“. Hab mal einen Tag lang mitgezählt, wie oft die Floskeln „kann ich heeeeeeelfen“ (mit entsprechendem Mitleids-„e“) bzw. „geeeeehts denn“ fielen. Nach dem 140. Mal hab ichs eingestellt.

    Kann sich einE FußgängerIn vielleicht vorstellen, dass das ewige Helfenwollen einfach nur NERVT, wenn`s permanent das Erste ist, was jemandem zu RollstuhlfahrerInnen einfällt – das HELFEN ist? Herrjeh, wir sind keine kleinen Kinder (Behindi-Kindis), wenn wir irgendwas brauchen, können wir das in der Regel auch sagen. Betüddelei NERVT, insbesondere wenn sie als „Höflichkeit“ tituliert wird und eigentlich nur Mißachtung ist.

  4. Christiane sagt:

    @Dorothea
    In einer Zeit, in der es nicht selbstverständlich ist, anderen Menschen zu helfen, auch wenn sie darum bitten, schätze ich Hilfsbereitschaft doch sehr. Aber eben Hilfsbereitschaft, nicht Bevormundung.

  5. Lorenz Mayer sagt:

    Ihr habt im Grunde Recht, aber es gibt auch Verkäufer, die gleich böse gucken, wenn man mal länger braucht und auch nicht helfen. Ich hatte das Problem persönlich noch nicht, aber oft schon gesehen und gehört. Deswegen finde ich die zuviel Hilfsbereitschaft schon besser als gar keine Hilfe. Ich persönlich hatte bisher fast nur nette Verkäufer bzw. innen.

    Lorenz

  6. Luigi sagt:

    Das ist echt ne Gradwanderung würd ich sagen. Wie weit geht Hilfsbereitschaft und wann fängt Bevormundung an? Ich denke es ist am besten wenn man versucht Behinderte genauso zu behandeln wie Nichtbehinderte.
    Zu der Verkäuferin: Ich würde in so einer Situation erst mal den Behinderten beobachten ob er es alleine geregelt bekommt (wenns geht unauffällig) und dann eventuell meine Hilfe anbieten. Kann mir auch gut vorstellen das ein Blickkontakt das gesprochene Wort ersetzt, aber dazu muß man halt etwas feinfühlig sein, was die besagte Verkäuferin offensichtlich nicht war.