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Wo ist Fred? – Nicht erreichbar

Ganz toll, liebe Planer des Kinoriesen Cinemaxx. Was meint Ihr, wer den Film „Wo ist Fred?“ auch gerne sehen möchte. Richtig, Rollstuhlfahrer. Wenn man schon Filme zeigt, die das Rollstuhlfahrerleben auf den Arm nehmen (was absolut okay ist), sollte man uns aber auch erlauben, den Film selber zu sehen.

Ich wäre heute abend gerne ins Cinemaxx nach Wandsbek gegangen. Dort läuft der Film aber in einem nicht barrierefreien Saal, wie ich mich auf der Cinemaxx-Homepage informieren konnte. Genauso erging es dem Berliner Rollstuhlfahrer Raúl Aguayo-Krauthausen im Cinemaxx Potsdamer Platz. Ich habe dann ein paar Stichproben gemacht und bin auch in München auf ein Cinemaxx gestoßen, wo der Zugang für behinderte Menschen „nur mit Hilfestellung“ möglich ist.

Ich wende mich jetzt an die Firma Senator Film und die Firma Cinemaxx. Die interessiert vielleicht, dass sie durch mangelnde Barrierefreiheit Zuschauer verlieren.

6 Kommentare

  1. sunniva sagt:

    ich frage mich manchmal, was sich manche leute so denken, wenn sie ihrer arbeit nachgehen. irgendjemand muss doch auf die idee gekommen sein, den film in diese und eben nicht die barrierefreien räume zu legen?!
    ich habe gerade mal nachgeschaut; in münster scheint der film in barrierefreien sälen zu laufen- wenn ich da richtig durchblicke…

  2. Dorothea sagt:

    Wobei ich es gefährlich finde, sich jetzt auf genau diesen Film zu versteifen in der Kritik an mangelnder Barrierefreiheit. Ich persönlich hätte keine Lust auf „da kommt`n Behindi vor, lass mal die anderen auch gucken und leg in den Saal unten“-Effekte. Kenn ich nämlich schon aus anderen Zusammenhängen: Gesundheitsthemen und was über Rente ist möglichst „behindertenfreundlich“, und Veranstaltungen über Klimawandel, Militärpolitik oder weiß-der-Geier-sonst natürlich nicht, weil`s „Behinderte“ ja nicht interessiert (zu interessieren hat in ihrer kleinkleinen Welt).

  3. Christiane sagt:

    @Dorothea
    Du hast natürlich recht. Das Grundproblem besteht darin, dass Cinemaxx neue Häuser baut, in denen nicht alle Säle zugänglich sind. Weder das Cinemaxx Potsdamer Platz noch das in Hamburg-Wandsbek sind uralt.

    Aber es ist nicht der erste Film, der sich um behinderte Menschen dreht, den ich nicht sehen kann. Für die Handlung sind sie gut genug, aber ob sie den Film sehen können, juckt keinen.

  4. Tobias sagt:

    Ich frage mich eher, warum ein solches Gebäude – die Cinemäxe sind ja alle recht neu – überhaupt ohne Zugang für Rollis gebaut wird. Bei einem 100 Jahre alten Filmtheater wie dem am Sendlinger Tor in München könnte ich das ja noch nachvollziehen, aber ein Filmpalast aus den 90ern… neee.
    Übrigens: Hey, was soll ich sagen? Ich stehe dann in der Schlange und merke erst vorne, dass dieses kleine Schild im Fenster heißt „vorbestellte Karten bitte direkt links abholen“ ;-( (immerhin: der Typ hinter mir hatte es auch ohne Brille übersehen).
    Liebe Grüße, Tobias

  5. Volkmar sagt:

    Ich boykottiere Cinemaxx schon seit Jahren allein aufgrund ihrer Reservierungsgebühr von 0,50 Euro.

    Gruß aus Berlin

    V.

  6. lachgas sagt:

    hm … ja mit cinemaxx haben wir auch erfahrungen, wir mussten auch schon öfter den kinogang um eine woche verschieben weil der film im nicht rollstuhlzugänglichen saal kam.
    besonders toll sind auch die rolliplätze direkt in der ersten reihe, mein freund sieht dann a) die leinwand nicht richtig und b) hat er nackenschmerzen weil er den kopf so doof nach oben halten muss (der rollisitz ist ja höher als der kinosessel)
    cineplex in der selben stadt ist aber noch „besser“ man geht unten rein (da sind noch geschäfte) und dann dann zum kino stufen in den ersten stock hoch. Ab dem ersten stock gibts dann einen Aufzug.
    Als ich bei cineplex nachfragte obs nicht eine möglichkeit für rollstuhlfahrer gäbe und warum der aufzug ab dem ersten stock fährt wurde mir mitgeteilt ich solle meinen rolli halt hochtragen – ja neee iss klar …