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Willkommen in Berlin

Plakat der IFA

Um mal das Positive vorweg zu sagen: Ich bin heil in Berlin angekommen, die Ein- und Ausstieghilfe war da. Allerdings hat der ICE eine nervige Macke: Wenn der Rollstuhlplatz besetzt ist, geht die Tür zum Flur ständig auf, wenn man sich bewegt. Ergebnis: Ich habe mir einen Zug im Zug geholt – haha! Ich habe Rückenschmerzen und so führte mich mein erster Weg in die Apotheke. Ich hatte gehofft, dass mein Hotelzimmer schon frei ist. Dem war aber nicht so. Und da das Hotel in der Lobby keine Behindertentoilette hat, musste ich erstmal auf die Messe, um mich mit Thermosalbe zu versorgen.

Ich wohne in einem Hotel direkt an der Messe. Es gibt nur einen Haken: Man kann das Hotel zu Fuß eigentlich nur über einen Fußgängertunnel erreichen. Überirdisch kommt man nur mit dem Auto oder als Fahrradfahrer dorthin. Ich muss nun also wohl oder übel den Fahrradweg nutzen, was ein wenig tückisch ist, weil die Ampelphasen für Fahrradfahrer ja erheblich kürzer sind als für Fußgänger. So kann ich mich jetzt jeden Mal auf dem Weg von oder zum Hotel sportlich betätigen, um noch einigermaßen rechtzeitig auf der anderen Straßenseite anzukommen.

Ganz toll ist auch, dass es ununterbrochen regnet. Nachdem ich letztens Jahr fast eingegangen bin vor Hitze und ich Blasen an den Fingern hatte, regnet es dieses Jahr. Das zwang mich dazu, den Presseshuttle zu nutzen, der nicht barrierefrei ist. Aber nette Kollegen vom rbb (Kameramänner sind was praktisches!) haben mich in den Bus gehoben. Fürs Protokoll: Ich hasse das eigentlich. Aber Rückenschmerzen und Regen sind einfach zu viel. Der Presseshuttle ist ein Niederflurbus ohne Kneelingfunktion, Rampe oder Stellplatz. Mir hat das letztes Jahr schon gestunken, dieses Jahr rede ich mal mit der Messeleitung. Die Busse sind nämlich nicht etwa alt, sondern sehen aus als seien sie frisch angeschafft.

3 Kommentare

  1. Mela sagt:

    Ja, das alte Lied irgendwelchen Leuten klarzumachen warum man Accessibility braucht. Ich warte auf die Aussage: „Ja aber Rollstuhlfahrer sind doch eh keine Journalisten…“

    oder alternativ

    „Na für den einen Rollstuhlfahrer unter den Journalisten..“

    *Schon mal das LART reich*

  2. Dorothea sagt:

    Den Zug im Zug kenn ich auch – autsch. Aber sei „froh“, dass du auf dem Rollstuhlstellplatz (so heißt das Biest offiziell. Unsereins ist halt ein Rollstuhl, der gestellt wird) zu sitzen kamst. Ich hab mehrere Fahrten mitten im Gang verbracht, da der tolle Platz von schweren Koffern verstellt war, deren Besitzer leider leider leider nicht auftreibbar war …

  3. lachgas sagt:

    @dorothea wir haben damals dem schaffner gesagt er soll die koffer wegräumen, hat er auch brav getan und die koffer in den gang gestellt *G* (zwischendurch gingen dann immer wieder Menschen ihre koffer suchen *fg*)