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Tag Archiv für Urlaub

Wieder da

Nach ein paar erholsamen Tagen in Südengland und Wartungsarbeiten an diesem Blog bin ich wieder zurück. Hier läuft jetzt die aktuellste Version von WordPress und einige zusätzliche Plugins. Sollte etwas nicht funktionieren, bitte melden.

Diskriminierung im Urlaub und die Berichterstattung

Weil ihr behinderter Sohn Windeln trägt, wurde eine Familie von der Vermieterin einer Ferienwohnung auf Usedom wieder nach Hause geschickt. Das berichten Spiegel Online und andere.

Ich frage mich allerdings, warum ich bei meinen ehemaligen Kollegen bei dpa ohne Einordnung die Aussage der Vermieterin lese, Windeln gehörten nicht in den Hausmüll, sondern in den Sondermüll. Keine Einordnung, kein Widerspruch. Spiegel Online hat diese Aussage überprüft, als falsch dargestellt und nennt übrigens auch den Namen der Vermieterin.

Und dann steht in der Agenturmeldung noch die Regelung, dass Vermieter übermäßige Verschmutzung nicht dulden müssen. Diese Regelung hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Urlaub behinderter Menschen zu tun. Sie in Verbindung mit inkontinenten Urlaubern zu bringen, empfinde ich als diskriminierend. Behinderte Urlauber sind nicht dreckiger als andere, auch nicht solche, die inkontinent sind. Da reicht es nicht, dass man die Verbraucherzentrale NRW darauf hinweisen lässt, dass Windeln alleine kein Kündigungsgrund sind. Stattdessen fehlt in dem Artikel komplett, dass es sich um ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz handeln könnte.

Willkommen in Baltimore

Hafen von Baltimore

Eigentlich wollten wir nur auf der Durchreise nach Washington einen Nachmittag in Baltimore bleiben und jetzt bleiben wir doch über Nacht. Die Stadt hat uns so gut gefallen, dass wir Washington um einen Tag verschoben haben. Es gibt viele Restaurants am Hafen, eine alte Markthalle und ein nettes Hotel, ebenfalls am Hafen, haben wir auch gefunden.

Wir sind übrigens diesmal ohne Auto unterwegs, sondern mit der Amtrak, der amerikanischen Eisenbahn. Das geht problemlos, weil an vielen Bahnhöfen die Gleise einfach höher sind als bei uns und man ebenerdig, mit einer kleinen Brücke, einsteigen kann.

Kleine Brücke zum Zug

Über die Lightrail in Baltimore und wie man hochflurige Straßenbahnen nachträglich barrierefrei machen kann, schreibe ich morgen. Ich geh jetzt mal meinen Sonnenbrand pflegen.

Philadelphia Tag 2

Ich habe Philadelphia ein bißchen Unrecht getan. Die Stadt hat durchaus schöne Ecken, nur nicht gerade da, wo die Hotels sind. Es gibt eine Altstadt mit Häusern aus dem 18. Jahrhundert und viele kleine Cafés und Restaurants.

Kutsche vor alten Gebäuden

Wir haben die Räumlichkeiten besichtigt, in denen die amerikanische Verfassung erdacht und unterzeichnet wurde. Außerdem gab es gestern eine Lesben- und Schwulen-Parade durch Philadelphia. Samt Gegendemonstranten. *grusel*

Wir machen alles zu Fuß, weil der öffentliche Nahverkehr in Philadelphia zwar gut ausgebaut ist, aber nicht barrierefrei. Die U-Bahn ist nicht nutzbar und es gibt ziemlich viele Busse, die keinen Hublift haben. Nur die Regionalzüge sind für mich nutzbar. Die Türen zu den Zügen sind aber so schmal, dass ein E-Rolli niemals reinpassen würde. Und dabei nehme ich doch an, dass das ADA auch in Pennsylvania gilt. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, es wäre nicht so. Gestern war ich sogar in einem Restaurant, in dem die Rollstuhltoilette (Frauen) außer Betrieb genommen war. Ich bin dann auf die Herrentoilette gegangen. Dafür bittet die Stadt die Rollstuhlfahrer auf Behindertenparkplätzen barrierefrei zur Kasse – mit kleinen Parkuhren.

Kleine Parkuhr

Philadelphia ist wirklich anders als das, was ich bislang von den USA kenne. Nicht so chic, nicht so funny, nicht so barrierefrei, aber trotzdem sehr sehenswert.

Urlaubsende

Ja, auch der längste Urlaub muss einmal zu Ende gehen und ich war heute nach sechs Wochen wieder arbeiten. Ganz ohne Schreiben habe ich es aber dann doch nicht ausgehalten in den vergangenen Wochen. Aber auch schön zu sehen, dass sich gar nicht so viel ändert, wenn man mal längere Zeit nicht da ist. Aber man merkt, dass die CeBIT vor der Tür steht: Ich habe heute mehr als 1500 Mails gelöscht (und die meisten davon vorher gelesen).