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Tag Archiv für T-Mobile

Telekomik

Ich bin auch in England nicht um das Magenta-T herum gekommen und nutze T-Mobile als Handyprovider. Der Grund ist, dass ich gerne mit meinem Handy surfe und T-Mobile mit einem Pfund am Tag für Prepaid-Kunden ziemlich preiswert ist.

Als ich vor mehr als einer Woche aus Deutschland zurückkam, konnte ich vor unserem Haus nicht mehr telefonieren. Ich bekam immer die Meldung „Verbindungsfehler“. Sonst konnte ich überall problemlos telefonieren. Ich rief bei T-Mobile an und dort lief schon ein Band, wenn man zu Hause sein Handy nutze (man kann seinen Postcode angeben und telefoniert dann billiger) käme es derzeit zu Störungen. Sie arbeiten an dem Problem.

Am nächsten Tag war das Problem behoben, aber tritt seitdem immer mal wieder auf. Heute habe ich also T-Mobile angerufen, nachdem ich den ganzen Tag zu Hause nicht erreichbar war und auch nicht telefonieren konnte. Der nette Schotte beim T-Mobile-Support hatte auch schon eine Lösung parat. Ihm war das Problem bekannt. Er ging mit mir durch die Menüs des Handys und ließ mich UMTS abschalten. Dann rief er mich an und siehe da, es funktionierte. Das präsentierte er mir dann sogleich als Lösung. Er dachte offensichtlich, ich habe gar nicht gerafft, was er mich da anweist zu tun. Ich sagte ihm, dass das keine Lösung ist, weil ich 1. UMTS nutze und 2. Web and Walk und dies auch zu Hause tun möchte und das auch die letzten 10 Monate wunderbar funktioniert hat. Da war er baff. Morgen soll ich nun seine Kollegen von der Technik anrufen. Er kenne nur diesen Weg der Problembehandlung. Na prima!

Es geht aufwärts

Juhu, ich bin jetzt stolze Besitzerin einer Telefonleitung und kann damit immerhin per „Pay as you go„- Internetleitung surfen. Es ist etwas anachronistisch, denn ich surfe schließlich mit einer 56k-Verbindung, aber es geht. Breitbandanschluss ist bereits beantragt. Eigentlich hatte ich gestern einen Termin mit einem British Telecom-Techniker, der zwischen 8 und 13 Uhr in die Wohnung müsse, um die Leitung zu installieren. Als um 12 Uhr noch keiner da war, rief ich mal an und man sagte mir, er käme um 13.30 Uhr. Aber auch bis dahin war niemand da. Ich rief wieder an und die freundliche Dame sagte mir, ich solle mal mein Telefon in die Dose stecken und testen, ob ich einen Freiton habe. Tatsache, ich hatte eine Leitung. Ganz ohne Techniker und nach drei Wochen Wartezeit hatte irgendjemand irgendwo den Schalter umgelegt. Halleluja!

Außerdem bin ich unterdessen hier krankenversichert. Das geht relativ problemlos und ohne hohe Hürden. Das finde ich an dem viel gescholtenen NHS-System hier wirklich gut. Man muss sich nur bei einem Hausarzt in seiner Region (in meiner gibt es nur einen – da fiel die Wahl leicht) registrieren und zu einer Grunduntersuchung antanzen. Registriert bin ich, Untersuchung folgt nach Weihnachten. Man muss nicht arbeiten, um krankenversichert zu sein. Jeder, der hier wohnt, ist versichert sobald er sich registriert. Eine Zusatzversicherung schließe ich trotzdem ab, damit ich auch in Deutschland zum Arzt kann.

Ich habe den Rat eines Lesers in den Kommentaren beherzigt und habe mir einen anderen Handyprovider als T-Mobile zugelegt. Diese Entscheidung wurde umso mehr unterstützt, nachdem mir die Hotline mitteilte, dass T-Mobile in UK keine deutschen Kreditkarten akzeptiert, um das Guthaben aufzufüllen. Ich bin irgendwie im Geiste zu sehr Europäerin als dass ich für so ein Verhalten Verständnis hätte – und dass auch noch von einem deutschen Unternehmen.

Also ich komme langsam voran. Was mir noch fehlt ist eine National Insurance Number (Termine für Interviews hierfür gibt es erst wieder im neuen Jahr) und halt ein Bankkonto. Achja, und auf meinen Arbeitsvertrag warte ich immernoch, aber das macht nichts. Ich fühle mich unterdessen sehr wohl hier und lerne, weniger deutsch zu denken, auch wenn es mir schwer fällt. :-)