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Nicht kommunizieren ist keine Lösung

Ich bekomme ja diverse Einladungen zu mehr oder weniger interessanten Veranstaltungen, Pressekonferenzen und zu anderen, von gut bezahlten Agenturen erdachten Events. Geschätzte 90 Prozent der Veranstaltungen finden bereits in einigermaßen barrierefreien Räumlichkeiten statt – für mich ein eindeutiges Indiz dafür, dass sich ein bisschen was tut in diesem Land und dass man nicht mehr Wahnwitziges fordert, wenn man erwartet, dass Veranstaltungen barrierefrei sind. Manchmal kommt es vor, dass die erdachten Events an Orten stattfinden, die ich nicht erreichen kann. Im Planetarium in Hamburg zum Beispiel oder auch in Restaurants im Keller etc.

Ich sage diese Einladungen immer ganz nett ab, nicht ohne Begründung. Ich erkläre, dass ich Rollstuhlfahrerin bin und dass der Ort für mich nicht zugänglich ist, warum das so ist und dass ich deshalb nicht kommen kann. Meistens antworten mir die Einladenden sehr freundlich, entschuldigen sich, lassen sich noch was einfallen, bieten mir einen Redaktionsbesuch an und/oder versprechen, beim nächsten Mal darauf zu achten. Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, ist das sicher alles in Ordnung und ich registriere sehr wohl, dass sich da jemand bemüht.

Ein kleiner Teil reagiert allerdings gar nicht. Ich denke mir dann immer, wie kann man nur glauben, dass Sich-nicht-Mucken, Ducken, Schweigen, Nicht-Kommunizieren die Lösung sein kann? Und das sollen Kommunikationsprofis sein?

2 Kommentare

  1. Mela sagt:

    Naja, da fühlen sie sich dann eben doch ans eigene Ego gepinkelt ;)

  2. Dorothea sagt:

    Das sind Profis, die "nur auf Augenhöhe" kommunizieren.

    Die Höhe wird dabei definiert durch die Lage des Brettes vor den jeweiligen Köpfen – da kommen wir einfach nicht dran ;-)