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Motorantrieb für Aktiv-Rollstühle

Zumindest, was die manuellen Rollstühle angeht, gab es in den vergangenen Jahren keine wirklich bemerkenswerte Entwicklung mehr. Die Technik ist ziemlich ausgereift, mein Rollstuhl wiegt weniger 9 Kilo und ist dennoch gut belastbar. Die Farbpallette gleicht der von BMW oder Audi und ein Rollstuhlkauf läuft auch ähnlich ab wie ein Autokauf. Bereifung? Sitz? Metalliclackierung?

Nun habe ich aber bei Youtube eine Entdeckung gemacht, die doch so etwas wie eine kleine Revolution darstellt. Es ist der Zinger. Damit lässt sich einem Aktiv-Rollstuhl einen Motor zuschalten und dann geht es über Gras und Unebenheiten, bergauf und was weiß ich. Außerdem ist das Ding ziemlich schnell. Motorisierte Fahrhilfen (mir fällt kein besseres Wort ein) gab es zwar schon, aber die waren nicht abnehmbar und irre schwer und schon gar nicht schnell.

7 Kommentare

  1. Eva sagt:

    http://www.ottobock.de/cps/rde/xchg/ob_de_de/hs.xsl/1303.html

    Ist das nicht sowas ähnliches bzw. dasselbe?

  2. bp sagt:

    Na ja, meine Begeisterung für diese „revelutionary invention“ hält sich in Grenzen.

    Rund 9 kg schwer und rund 22 km Reichweite sind im Vergleich zu den am Markt vorhandenen Lösungen nicht sonderlich revolutionär. Zusätzlich gibt es in Deutschland die spezielle Problematik der Straßenverkehrsordnung und von TÜV/GS Abnahmen. In der Regel werden nur Höchstgeschwindigkeiten von 6 km/h abgenommen. Somit hätte der Zinger mit seinen rund 14 km/h Höchstgeschwindigkeit das gleiche Problem welche andere Rollstuhlhilfsantriebe in Deutschland auch haben, nämlich eine komfortable Reisegeschwindigkeit zu ermöglichen.

    „Here, in less than a minute, the inventor of the Zinger demonstrates the ease of removing it for days when power will not be needed.“

    Was passiert denn während der „Demontage“ mit dem Rollstuhlbenutzer oder was ist mit der Leichtigkeit („ease“) wenn der Rollstuhlbenutzer selbst den Zinger (De)montieren möchte?
    Vielleicht kann man ihn ja während dieser Zeit weg beamen. Wobei: Wenn das Beamen schon erfunden wäre, dann wären auch die allermeisten Anwendungsszenarien für einen Rollstuhlhilfsantrieb nicht mehr vorhanden.

  3. Der Caspers sagt:

    > Motorisierte Fahrhilfen (mir fällt kein besseres Wort ein)

    – Rolli2.0 ?

    – SUW (Sports Utility Wheelchair)?

  4. Brenrhad sagt:

    Hu, das ist ja eine schöne Weiterentwicklung.

    Eine erste Motorkonstruktion hab ich vor 4 Jahren gesehen. Eine unserer Team-Mitglieder hat mit ihrem Chair auf dem Hundplatz Agility damit gemacht. Der Platz hatte einen Sandboden!

    Leider hat der Akku immer nur 20 Minuten gehalten und er funktionierte nur als Schlepper, d.h. man hat selbst ins Rad gegriffen und diesen Schub hat er nur unterstützt. Aber der Zweck war, so mitmachen zu können wie die anderen und das klappte super.

  5. Christiane sagt:

    Ich finde gut, dass man das Ding abnehmen kann, wenn man will und dass es über Gras fährt und man auf den beiden Hinterrädern fahren kann.

    Und warum man in Deutschland als Rollstuhlfahrer zum Schleichen verurteilt ist, habe ich noch nie verstanden. Ich fahre ja manuell schon schneller als 6 km/h.

  6. Gerhard sagt:

    Scheint ja tierisch Spaß zu machen. Ich will auch so ein Ding. ^^

  7. Ich muß mich da mal schlau machen, wie die Gesetzeslage bei uns in Österreich ist, aber das Ding hat schon was. Schlecht wäre es nicht wenn es von Zwinger eine deutsche HP gibt. Habe noch nichts gefunden.