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Londons U-Bahn aus meiner Sicht

Ich habe mir schon oft gedacht, man müsste mal die Stationen aus dem U-Bahnplan nehmen, die nicht barrierefrei sind. Einfach ausradieren. Wie das wohl aussehen würde… Und jetzt hat das jemand gemacht. Das Ergebnis kann man unter anderem hier sehen. Großartig!

11 Kommentare

  1. dunni sagt:

    In der Hinsicht scheint Stuttgart wohl etwas servicefreundlicher zu sein. Jedenfalls gibts da auf der Seite vom VVS (www.vvs.de) etliche Pläne, unter anderem das Liniennetz mit barrierefreien Haltestellen (und das sind mehr als in London), sowie detailliertere Pläne von den Haltestellen mit Bemerkungen zur Barrierefreiheit bzw. wenn eine eingeschränkte Barrierefreiheit vorliegt.
    Selber vor Ort hab ich noch nicht geschaut ob das wirklich bei allen Haltestellen stimmt, aber ich glaube schon, dass die Pläne vollständig und richtig sind.

  2. Christiane sagt:

    Die Pläne gibt es in London auch, aber so wirkt das doch viel plastischer. In Stuttgart hatte ich aber mal das Erlebnis, dass die Fahrstühle vor Ankunft der letzten Bahn abgeschaltet waren.

  3. Gunter sagt:

    Eine kleine Berichtigung: in Green Park can man (IIRC) von Jubilee nach Picadilly per Lift umsteigen (wenn der Lift funktioniert – ich habe das nur einmal probiert, als ich einen Fuss gebrochen hatte).

    Gaebe es eigentlich die Moeglichkeit, einen Rollstuhl per Rolltreppe zu transportieren (z.B. Huckepack auf einem System aehnlich wie die Gepaeckwaegen an manchen Flughaefen)? Fuer die kuerzeren Treppen auf Tube-Level ist ja oft Platz fuer einen kleinen Lift, aber die Rolltreppen der „deep level“ lines sind ja ein ganz anderes Problem, weil in vielen neuen Stationen gar kein Platz fuer ein Lift waere und in den alten Stationen (Hyde Park Corner ?) der Liftschacht stillgelegt ist.

    Die Probleme wuerden wohl hauptsaechlich sein, dass man die Rolltreppen nicht einfach langsamer machen kann und dass auf irgendeine Weise die Neigung kompensiert werden muss …

    In jedem Fall: Frohe Weihnachten und alles Gute fuer 2008!

  4. flippah sagt:

    Da erkennt man auch, warum du nach Greenwich gezogen bist

  5. Nikola sagt:

    Hier in München gibt es diese Pläne auch vom Verkehrsverbund, siehe hier
    http://tinyurl.com/36go66
    und es sieht aus, als wäre zumindest die Stadt komplett mit Aufzügen ausgestattet. Sogar die barrierefreien WCs sind eingezeichnet.

  6. suz sagt:

    Das ist ja sehr sinnig, die U-Bahn am Flughafen zwar barrierefrei – aber auf der gesamten Linie nur zwei Stationen, auf denen man zusteigen kann (also beispielsweise…)

    Muessen neu- oder umgebaute U-Bahnstationen eigentlich per se barrierefrei gebaut werden? Das frage ich mich eigentlich seit langem, weil ich nicht verstehen kann, weshalb man U-Kellinghusenstrasse in HH vor ein paar Jahren ganz schick umgebaut hat, aber die Aufzuege vergass. (Die Station wird gerade wieder umgebaut…)

  7. Dorothea sagt:

    „Müssen“ und „werden“ sind zwei Paar Schuhe.

    Meist „wird“ eben nicht, da mit sogenannten „Behinderten“ eben keiner rechnet – die sind eh alle abgeSCHOBEN in irgendwelchen SONDEReinrichtungen – und dann wird für teuer teuer Geld halt nachgerüstet – zur „Begeisterung“ der Bevölkerung, die sich natürlich fragt: muuss das denn uunbedingt sein? Wird für DIE („Behinderten“) nicht schon genuug getaan?

  8. Martin Ladstätter sagt:

    Wow. Beeindruckend.

    Da freue ich mich über Wien. Da müsste man nur eine Station löschen (und auch nur bis Mai 2008). Dann wären alle sichtbar; weil zugänglich.

  9. […] (Thanks to Christiane for the link.) […]

  10. bp sagt:

    @Gunter:
    Grundsätzlich ist es einigen Rollstuhlfahrern möglich Rolltreppen ohne weitere Modifikationen zu benutzen. Teilweise alleine, teilweise mit erfahrener Hilfestellung. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache und es sieht ziemlich gefährlich aus (was es mit Training und Erfahrung nicht ist). Eine allgemeine Lösung ist das jedoch nicht!

    Ich bin mir recht sicher, daß es in den ‚accesible tube‘ Broschüren explizit verboten ist/war, daß Rollstuhlfahrer die Rolltreppe benutzen. Meine Erinnerung ist von ca. 1996/1997. Ob dieses Verbot auch heute noch existiert kann ich nicht sagen.

  11. Gunter sagt:

    @bp

    Dass es ohne Hilfsmittel gefährlich ist, glaube ich gerne. Allerdings muesste es doch eine Möglichkeit geben, eine Plattform zu konstruieren, auf der der Rollstuhl sicher befestigt wird und die dann z.B. mit Krallen an der Rolltreppe befestigt wird. Selbst, wenn man die Rolltreppe kurzzeitig räumen müßte, wäre das noch immer besser, als überhaupt keine Lösung. IMHO wäre das Hauptproblem, den Transporter sicher zu verankern, ohne Probleme beim „Aussteigen“ zu haben; und man bräuchte natürlich qualifiziertes Personal.

    Wenn ich mir aber zB die Treppenstühle anschaue, mit denen man bei Feuer über Treppen evakuieren kann, dann sehe ich darin kein unlösbares Problem.