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Heather Mills und der Parkausweis

Die Briten haben wirklich ein Faible für Aufregerthemen rund um den Parkausweis für Menschen mit Behinderungen. Heute geht es in den Medien um den Parkausweis von Heather Mills. Behindertenverbände fordern, dass sie den abgeben soll, wenn sie in der Lage ist, bei einer amerikanischen Tanzsendung mitzumachen.

Ich finde ja, dass der Besitz eines Parkausweises nicht davon abhängig gemacht werden darf, an welcher Fernsehshow man teilnimmt, sondern ob man die Bedingungen erfüllt. Das ist in England so: Man bekommt einen Parkausweis, wenn man den höchsten Satz der Disability Living Allowance (DLA) erhält. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn man gar nicht gehen kann. Oder man bekommt den Parkausweis, wenn man Kriegsopfer ist. Oder wenn man ein Auto hat, das vom Government Health Department finanziert wurde. Oder wenn man blind ist. Oder wenn man beide Arme nicht hat oder nicht bewegen kann. Oder wenn man ernsthafte Schwierigkeiten hat, zu gehen. Ich habe keine Ahnung, ob irgendetwas davon auf Heather Mills zutrifft.

9 Kommentare

  1. Eva sagt:

    Oder wenn man ernsthafte Schwierigkeiten hat, zu gehen.
    Die hat meine Mutter…schon seit Jahren…und bisher haben ihr die deutschen Behörden (glaube ich, seit zwei Jahren habe ich nicht wirklich Kontakt zu ihr) trotzdem noch nicht zuerkannt.

  2. cabronsito sagt:

    Ich komme nicht ganz hinterher, Christiane.
    Wer ist Heather Mills?
    Muss man die kennen?
    Wenn dem so ist, dann kann ich vielleicht verstehen, worum es geht.
    Ich kenne sie nicht.
    Hilfe!!!….

  3. Carola sagt:

    Pass gut auf, dass Dir Deiner nicht wieder aberkannt wird, wenn die mitbekommen, wie mobil Du bist ;-)

    Viele Grüße,
    die Carola

    PS Heather Mills ist die derzeitige Ex-Frau vom Ex-Beatle Paul Mc Cartney.

  4. Dorothea sagt:

    Man sollte mit der Guten mal ne „Behinderten“-Werbekampagne oder so etwas machen. Wenn sie schon so gern „behindert“ spielt, kann sie ihren Job (Model) ja auch mal mit einsetzen, find ich. Vielleicht unter dem Motto „man sieht es nicht jeder an“ oder so ;-)

    Sie scheint ja mit „Behindert“Sein kein Problem zu haben, nimmt gern die Nachteilsausgleiche in Anspruch und könnte für Aufklärung sorgen ;-)

    Aber sooooooo weit geht ihre Identifikation mit „Behinderten“ dann wahrscheinlich doch nicht *gggg*

  5. Marco Krings sagt:

    Hallo,

    Aus der Wikipedia (Heather Mills):
    „Heather Mills […] ist […] die getrennt lebende Ehefrau von Paul McCartney.“
    „Mills, die bei einem Motorradunfall den linken Unterschenkel verlor…“

    Grüße,
    Marco

  6. cabronsito sagt:

    Vielen Dank!!!

  7. sofia sagt:

    @cabronsito: wer sie ist, wird dir aber nicht viel nützen, wenn du nicht weißt, dass einer ihrer unterschenkel nach einem Unfall amputiert worden ist :-)

  8. STM sagt:

    Diese Diskussion um den den Parkausweis kenne ich auch.
    Mir ist meine Behinderung nicht anzusehen, trotzdem erfülle ich die Bedingungen für die Ausstellung sogar in mehrerer Hinsicht.
    Wenn ich auf einem Behindertenparkplatz parke (was ich wie vorgeschrieben nur mache, wenn in der Nähe kein anderer zumutbarerer Parkplatz frei ist) ernte ich regelmässig böse Blicke. Ich gratuliere den Leuten dann immer zu ihrer Gabe auf einige Meter Entfernung eine perfekte Diagnose stellen zu können.
    Blockiert aber irgend jemand grundlos einen Parkplatz kriege ich zu hören, dass ich mich nicht so anstellen soll, die Leute würden ja nur kurz halten und wären gleich wieder da.

  9. marianne sagt:

    ich stimme STM 100%ig zu, denn mir geht es genauso. Wenn man den Ausweis auch oft nicht bräuchte, so ist er doch sehr wichtig, wenn man eine Nachoperation hat und mit Krücken gehen muss. Öfters, vor allem im Sommer durch das Schwitzen, bekommt man eine offene Wunde, dann braucht man auch den Behindertenplatz direkt vor Ort. Ich kann Heather Mills verstehen, denn sie hatte vor kurzem auch eine Nachoperation.