Share on FacebookShare on Google+Flattr the authorTweet about this on Twitter

Die Paralympics sind toll, schafft sie ab

Wisst Ihr, was die mir am häufigsten gestellten Fragen der vergangenen Wochen sind? Mich haben x Leute gefragt, warum die Olympischen Spiele und die Paralympics eigentlich zwei verschiedene Veranstaltungen sind, warum es zwei Eröffnungs- und zwei Abschlussfeiern gibt und was es mit dieser Pause von zwei Wochen zwischen den beiden Veranstaltungen auf sich hat. Jedes Mal musste ich den mich erwartungsvoll anschauenden Gesichtern sagen: „Ich weiß es nicht. Ich kann es auch nicht nachvollziehen.“

Natürlich kenne ich die Argumente, aber nachdem ich ein Großteil meiner Zeit in den letzten Wochen in paralympischen Spielstätten verbracht habe, verstehe ich sie noch weniger.

Wenn man mir vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich 2012 ganze Wochen in Stadien verbringe, von der Rollstuhlrugbyveranstaltung zum Schwimmen und vom Schwimmen zum Rollstuhlbasketball düse – ich hätte die Person für verrückt erklärt. Aber nachdem ich durch eine Verkettung glücklicher Umstände doch noch eine Akkreditierung bekam, konnte ich mir die ganzen Paralympics anschauen, nachdem ich mit meinem Chor bereits bei der Eröffnungszeremonie gesungen habe. Und es war richtig toll!

Dass ich dort gesungen habe, ist nicht selbstverständlich. Ich habe ziemlich mit mir gerungen als mein Chor gefragt wurde, ob wir auftreten würden. Ich hatte die Zusage für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele schon und ich war immer schon große Skeptikerin, was die Paralympics angeht. Sollte ich also auf einer Veranstaltung singen, die ich eigentlich nicht mag?

Ich mochte die Paralympics deshalb nicht, weil ich mir selbst immer die Frage gestellt habe, warum das eigentlich zwei Veranstaltungen sind. Ich empfand die Paralympics als eine ziemlich klischeemässige Behinderten-veranstaltung, auch weil ich den Behindertensport selbst so erlebt habe. Als immer sehr integrativ aufgewachsener Teenager musste ich in einen Behindertensportverband gehen, um Sport zu machen, weil mich der örtliche Sportverein nicht genommen hat. Da ging es nicht um spezielle Förderung, sondern ganz klar um Ausgrenzung. Und ich verlor deshalb auch schnell den Spaß daran.

Nun habe ich wirklich Tage in Stadien und anderen Sportstätten verbracht und habe sehr viel von den Paralympics gesehen. Und meine Skepsis ist völlig gewichen. Die Paralympics sind großartig. Es hat Spaß gemacht, das alles zu erleben. Vor allem das Publikum hat das zu einem wahren Erlebnis gemacht. Ich bin sehr stolz auf die Briten. Die haben es wirklich rocken lassen. Aber die Frage, warum das zwei Veranstaltungen sind, wird für mich immer lauter: Ausverkaufte Spielstätten, ein begeistertes Publikum, super Berichterstattung im ganzen Land. Die Briten haben also gezeigt, dass die Paralympics nicht mehr stiefmütterlich neben den Olympischen Spielen ihr Dasein fristen müssen.

Paradewagen mit Sportlern von TeamGB und Paralympics

Ich habe mit vielen Sportlern gesprochen, interessanterweise sind vor allem die behinderten Sportler nicht sehr dafür, die Spiele zusammen zu legen. Man hat Angst, dass sich niemand mehr für sie interessiert, wenn Usain Bolt läuft. Aber das Problem gibt es jetzt auch schon. Wenn Usain Bolt läuft schaut auch keiner Judo, wenn das parallel läuft, auch nicht bei nicht behinderten Athleten. Und die Spiele 2012 haben bestens bewiesen, dass sich das Publikum für behinderte Sportler genauso begeistern kann wie für nicht behinderte Athleten – wenn man sie sich begeistern lässt. Mit der Entscheidung des deutschen Fernsehens nur wenig live und wenn, dann vor 16 Uhr, zu berichten, haben die Deutschen die besten Wettkämpfe verpasst. Die Silbermedaille von Manuela Schmermund zum Beispiel oder die Goldmedaille für die deutschen Basketballfrauen in einem super Spiel gegen Australien. Oder Gold für Schwimmerin Kirsten Bruhn. Oder wie Oscar Pistorius von einem Brasilianer geschlagen wurde. Und was ich der ARD noch in 10 Jahren nachtragen werde ist, dass sie bei der Eröffnungsfeier der Paralympics erst eingestiegen sind als diese schon über 30 Minuten lief – Ihr habt mich und meinen Chor also verpasst.

Dann gibt es noch das Argument, die Spiele würden zu groß. Das kann schon sein, aber es ist jetzt schon ein gigantisches Unternehmen, da machen zwei drei mehr Häuser im olympischen Dorf den Bock auch nicht mehr fett. Zudem finde ich, dass nicht jede Sportart olympisch sein muss. Mir fallen sofort bei olympischen wie paralympischen Spielen Sportarten ein, auf die ich verzichten könnte.

Ich glaube zudem, dass es das deutsche Problem mit der Sportförderung lösen könnte, wenn man die Olympischen Spiele und die Paralympischen Spiele zusammen legt. Behinderte Leistungssportler werden im Vergleich zu ihren nicht behinderten Kollegen geradezu mit Brotkrumen abgespeist. Es gibt derzeit nur 10 behinderte deutsche Berufsportler, die in einem Programm gefördert werden, sagte der Bundespräsident im Deutschen Haus und fand das auch noch fortschrittlich. Im Vergleich zu anderen Ländern ist das ein Witz. Wenn es aber nur noch ein Topf gibt, aus dem alle finanziert werden, gebe es auch für die behinderten Sportler genug Geld. Sie könnten sich aus dem großen Topf bedienen und bekämen nicht nur Brotkrumen hingeschmissen. Und auch die Sponsoren müssten nicht behinderte und behinderte Sportler gleichermaßen unterstützen, wenn sie die Olympischen Spiele als Plattform nutzen möchten. Es wäre eben eine große Veranstaltung. Und die Fernsehsender würden sicher nicht die Liveschaltung unterbrechen, nur weil zwischen den beiden Leichtathletikwettkämpfen ein Rollstuhlrennen angesetzt ist. Es würde die Medienberichterstattung tendenziell verbessern.

Paradewagen mit Ellie Simmonds

Die Spiele dieses Jahr haben gezeigt, dass behinderte Athleten genauso Stars werden können, wie nicht behinderte Sportler. In UK kennt jeder Ellie Simmonds, von Oscar Pistorius ganz zu schweigen. Hannah Cockroft wirbt für meinen Internetprovider mit einem unverwechselbaren Lachen und mit super Aussagen über ihre Behinderung. Ich bin mir durchaus bewusst, dass behinderte Sportler den Umgang damit erst lernen müssen, aber ob behindert oder nicht – zu einer erfolgreichen Sportlerkarriere gehört eben auch die Außendarstellung.

Also was ist dann eigentlich das Problem? Mein Verdacht ist ein bisschen, dass es nicht zuletzt ein politisches ist. Derzeit gibt es sehr viele Funktionen und Jobs zwei Mal – einmal für die Olympischen Spiele, einmal für die Paralympics. Es müssten also einige Leute ihren Job aufgeben. Der erste Schritt dahin, ist in London allerdings schon vollzogen worden, indem es nur eine Organisation (LOCOG) für beide Spiele gab.

Ich glaube, dass diese Bewegung hin zu Inklusion auch in anderen Ländern möglich ist. Man braucht keine getrennten Spiele für behinderte und nicht behinderte Sportler mehr. Gerade der Sport hat eine riesen Möglichkeit, Vorbild für andere Gesellschaftsbereiche zu sein. Deshalb: Integriert die Paralympics in die Olympischen Spiele. Es ist Zeit.

26 Kommentare

  1. Tini sagt:

    Genau meine Meinung. Ich hab mich das schon bei den Olympischen Spielen gefragt, warum man nicht einfach verschiedene Wettkampfklassen (wie es ja bei den Paralympics üblich ist) macht.
    Alle reden von Inklusion und hier wäre nun eine riesige Möglichkeit, das auch im großen Stil umzusetzen.
    Die unterschiedliche „Bezahlung“ behinderter und nicht behinderter Sportler finde ich übrigens auch ziemlich unverschämt. Vermittelt so latent den Eindruck, als wäre eine Goldmedaille, die ein behinderter Sportler gewinnt, weniger wert als eine von einem nicht behinderten. Das ist eine ziemliche Sauerei, in meinen Augen.
    Und ja, auch ich hätte gerne mehr Übertragungen der Paralympics bei ARD/ZDF gesehen. Ich fand die wenigen Übertragungen teilweise sogar interessanter als die von den Olympischen Spielen, weil man sehen konnte, welche Möglichkeiten Menschen mit Behinderung heute haben.

  2. Kober Birgit sagt:

    Ich habe selbst an den Paralympics teilgenommen und kann der Autorin des Blog-Posts in vielen Punkten, was die Atmosphäre angeht, nur zustimmen.

    Es war grandios. Die Briten haben quasi ein zweites Mal Olympische Spiele zelebriert, nur halt mit anderen Sportlern. Sie haben uns nie auf einer Art „Mitleidswelle“ mitschwimmen lassen, sondern uns einen „Heldenstatus“ verliehen.

    Es ist in einem Kommentar nicht möglich, auf so vieles einzugehen, was in dem Post angesprochen wurde – nur vielleicht ein paar Punkte:

    1. Wie soll das denn schon rein logistisch möglich sein, Olympischen Spiele und Paralympics unter einen Hut zu bringen?! Das hört sich alles immer so schön an, dass man sie zusammen abhalten will, aber die Komplexität von jedem Ereignis allein lässt eine Zusammenlegung nicht zu.

    2. In Deutschland kam ich mir mit meinem Sport immer minderwertiger vor, in London überhaupt nicht. Und vielleicht war das die wichtigste Lektion dieser Paralympics, dass „wir“ für uns durchaus allein hochkarätige Spiele bestreiten können, die genauso begeistern wie die Olympischen Spiele.

    3. Nebeneinander bedeutet nicht „weniger wert“. Nebeneinander ist nicht immer aneinander vorbei. Jeder begeistert auf seine Weise.

    4. Für mich ist das Ziel gleichberechtigt nebeneinander, einander wertschätzend, noch mehr öffentliche Übertragungen. Nicht Inklusion um den Preis, dass die Individualität jedes Ereignisses verloren geht.

    5. ABER trotz allem liegt die Zukunft des Behindertensports in der Integration, in einem integrativen Training.

    …es gäbe noch viel zu sagen/zu schreiben.

  3. australienne sagt:

    Ich hätte nichts grundsätzliches gegen eine Zusammenlegung. Ich hätte aber dabei Angst, dass einige Klassifizierungen dabei verloren gehen können. Ich war in Sydney als begeisterte Zuschauerin dabei, und habe dieses Mal im Internet alles gesehen, was ich sehen konnte (die Übertragung vom IPC im Netz waren toll, aber nicht vollständig). Ich habe bemerkt, dass einige Rennen im Schwimmen und in der Leichtathletik, die ich damals gesehen habe, nicht mehr dabei sind, und zwar in den Klassen, die man als „schwerstbehindert“ bezeichnen könnte. Ich glaube, es besteht ein bisschen die Gefahr, dass man eher die Wettbewerbe fördert, bei denen die Leistungen nach öffentlichen Meinungen stimmen, und nicht diejenige, bei denen man über eine Minute braucht, um 50m zu schwimmen, oder über 3 Stunden braucht, um die Marathonstrecke zu fahren. Es hat mich zum Beispiel dieses Mal nicht unbedingt überrascht, dass Boccia nicht so oft „live“ übertragen worden ist.

    Mein Heimatland Australien ist übrigens kein Paradies, auch wenn dort die Paralympics seit Jahren im Fernsehen übertragen werden. Was mir im Deutschland aber sportlich am meisten fehlt, ist die Möglichkeit, ganz normal Sport zu treiben, obwohl ich nicht so schnell oder geschickt bin wie die anderen. In Australien war das nie ein Problem. Hier, wenn man eine gewisse Leistung nicht bringt, was für mich nie möglich ist bzw. wird, bleibt man draußen. Das nervt schon.

  4. Christiane sagt:

    @Birgit
    Herzlichen Glückwunsch zu den Goldmedaillen! Ich freue mich, dass eine Goldmedaillengewinnerin hier kommentiert. :-)
    Eine Ergänzung zur Logistik: Ich sass seit Anfang 2011 bei der LOCOG ehrenamtlich in einer so genannten „Engagement Group“ und habe da sehr viel mitbekommen, wie die Dinge organisiert werden. Das meiste geht per Order vom IOC/POC an die Stadt und die muss das umsetzen. Wenn man also 2000 Betten mehr braucht, baut die Stadt 2000 Betten mehr. Die Spiele wären sicher ne Woche länger und hätten 2 – 3 Spielstätten mehr, aber das sehe ich echt nicht als Problem an. Die Städte investieren sowieso wahnsinnig viel in die Spiele (nicht nur finanziell) und machen einfach das, was sie gesagt bekommen.

    @Australienne
    Ja, die Befürchtung, dass es weniger Wettkämpfe / Wettkampfklassen gibt, kann ich nachvollziehen. Aber ich würde eher „von oben“ statt „von unten“ kürzen. Ich habe bei den Paralympics Sportler gesehen, wo ich nicht ganz nachvollziehen konnte, wieso die bei den Paralympics starten und nicht bei den Olympischen Spielen. Ich meine damit Sportler, die eine Sportart ausüben, bei denen ihre Behinderung nur einen sehr geringen Nachteil darstellt. Ich glaube, das ist für das Publikum viel weniger nachvollziehbar als dass jemand, der nur mit einem Arm schwimmt, länger als 1:30 braucht. Und selbst die langsamsten Läufer, Schwimmer etc. wurden in London durchs Ziel gejubelt. Genau das war toll.

  5. Ich finde es gut wie es ist, sprich zwei Veranstaltungen! So haben auch Behinderte größtmögliche Aufmerksamkeit und motivieren Ihre Mitmenschen was alles möglich ist! Und es wird Zeit, das die Spiele mal wieder nach Deutschland kommen;o)

  6. Maria sagt:

    Super Beitrag. Ich fand übrigens die Paralympics deutlich interessanter als die eigentlichen Olympischen Spiele

  7. sonnengelb sagt:

    Toll zu hören, dass die Engländer eine derartige Begeisterung für alle Seiten der Olympischen Spiele hegen – da könnte sich manch Deutscher eine Scheibe abschneiden, für die nach dem „offiziellen“ Teil alles vorbei ist, obwohl und gerade weil das doch erst der Anfang war und nur zusammen mit den Paralympischen Spielen abgerundet wird..

    Eine Zusammenlegung beider spiele stelle ich mir rein organisatorisch schwierig vor – vielleicht sind bei beiden Spielen die Strukturen und Abläufe zu verschieden… Trotz allem Wünsche ich mir gerade für die Paralympics einen höheren Stellenwert, als ihnen derzeit zu Teil werden!

  8. Jan sagt:

    Gemeinsame Spiele sind von der Idee her faszinierend, wären logistisch aber sicher nur bei Streichung etlicher Disziplinen zu schultern. Schade für die, die es treffen würde – sicher nicht nur Teilnehmer der Olympics, sondern auch Paralympics.
    Und bevor wir diese Integration auf so hoher Ebene durchsetzen, sollten wir sie viel vehementer an der Basis durchführen. Das da etwas zusammengehört, muss in den Köpfen wachsen und kann nicht nicht nur durch die Zusammenlegung von Wettkämpfen erreicht werden. Leider….

  9. Markus sagt:

    Sehr interessante Ansichten, nur ich denke auch, dass es nicht so einfach sein wird, die Olympischen Spiele und die Paralympics zusammenzulegen. Die Dauer würde sich verdoppeln und evtl. nicht mehr so attraktiv für die Medien sein. Es würde ja so viel passieren, dass kaum noch einer mit Berichterstattung nachkommt.
    Von der Sache her stimme ich Dir zu, aber die Umsetzung wäre schon ein großes Unterfangen…
    Grüße Aus Koblenz,
    Markus

  10. Thomas Richter sagt:

    Kann Tini da nur zustimmen. Die Trennung zwischen Behinderten und Gesunden Menschen wird einfach immer noch viel zu krass vollzogen, was durch Veranstaltungen wie die Paralympics auch nicht abgeschwächt wird.Da muss endlich was passieren!

  11. Sven sagt:

    Ich finde die Trennunng völlig ok. Manchmal wird das Thema Gleichbehandlung viel zu ernst diskutiert. Natürlich geraten die Veranstaltungen aufgrund der mangelnden TV-Übertragung etwas in den Hintergrund, was verbessert werden könnte.

  12. nik sagt:

    Hallo Christiane,
    ich finde deinen Beitrag super, wir diskutieren das Thema Inklusion in der Schule. Da kamen die Olympischen Spiele natürlich ziemlich schnell in den Vordergrund. ich bin der Meinung, wenn man auf eine inklusive Gesellschaft aus ist, wäre die Zussammenlegung der Olympischen Spiele quasi eine Grundsteinlegung also ein Paradebeispiel für die Inklusion.
    ich bin der Meinung das jeder Mensch einen Teil Verantwortung hinsichtlich zur Inklusion trägt. Nur das Problem sehe ich darin, dass sich dessen niemand bewusst ist. Schließlich ist das Thema ga nicht publik genug. Menschen befassen sich schließlich nur mit Themen, sobald diese sie auch selbst betreffen. Eine Zusammenlegung der beiden Spiele wäre für mich somit eine super „Probaganda“ um die Gesellschaft anzusprechen.

  13. Wellness Willie sagt:

    Fände es sogar cool, die Paralympics in die Olympischen Spiele zu integrieren. Das verbreitert nur das Angebot und macht es viel spannender, die Spiele täglich mit zu verfolgen.

    Meine Stimme hast du!

  14. Kingsgard sagt:

    Ich finde es ja schon positiv, dass die Paralympics dieses Jahr überhaupt so viel Anklang gefunden hat, auch in den Medien. Integration und vorallem Akzeptanz brauchen manchmal eben ihre Zeit, ich bin fest davon überzeugt, dass der Tag kommen wird, an dem diese Veranstaltungen auf die gleiche Zeitperiode fallen werden. Sportliche Höchstleistungen werden bei den Olympischen wie Paralympischen Spielen gleichermaßen erbracht, ich finde es bei den Paralympics zum Teil sogar noch krasser was die Leute da aus sich rausholen.

  15. Nils sagt:

    Spannender Ansatz, aber ob das logistisch zu stemmen ist? Ich kann mir auch vorstellen daß die Aufmerksamkeit dann nachlässt.

  16. Minkner sagt:

    Ich habe mir das auch schon überlegt wie das gehen könnte. Wird man sich halt zusammen setzen müssen. aber wenn alle das wollen wird es eine lösung geben? Aber zei spiele finde ich sehr ausgrenzend?

  17. Igor sagt:

    Zu dem Thema fällt mir ein, dass an meiner Universität jahrelang (bis zum letzten Jahr) Hochleistungssportler mit Behinderten gleichgesetzt wurden, der Uniorganisation wegen… muss man nicht begreifen, was?

  18. Mark sagt:

    Ich verstehe wenn Leute für ein Zusammenlegen sprechen, aber auch lieber getrennte Veranstaltungen sehen möchte. Was ich nur nicht verstehe: Warum muss da immer so lange Pause dazwischen sein, warum startet man mit den Paralympics nicht einfach 2 Tage später? Da wären doch noch alle im Olympiafieber!

  19. Angelique sagt:

    Und wieder ein unerträglicher grün/roter linksgerichteter auf unnötige Gleichmachung ausgerichteter Artikel. Diese ganze Toleranzleier geht mir langsam so was von auf den Senkel. Wir müssen nicht zwanghaft alles zusammenlegen. Es macht auch keinen Sinn, weil Menschen mit normalen zwei Beinen nun mal besser laufen als Menschen mit einer Prothese. Das ist einfach so, das bleibt so, und soll auch so bleiben.
    Und NEIN das hat nicht mit der Geringschätzung behinderter Menschen zu tun (bevor der übliche „Du böse intolerante-Hammer“ wieder kommt). Es ist einfach gefühlt und logisch einfach nur das richtige jedem sein ganz eigenes Pläsierchen zu gönnen. Diese Unterteilung ist nicht intolerant sondern einfach den Zeiten der sportlichen Uhren zu verantworten. Meiner Meinung nach ist solche Gleichmacherei für ALLE Beteiligten (Olympics oder Paralympics) sinnfrei.

  20. Ewald sagt:

    Ähnlich wäre dann aber auch die Trennung nach Geschlechtern, bei der unterschieden wird. Naja auf jeden Fall sind die Leistungen Top gewesen.

  21. Marc sagt:

    Hallo,

    ich wäre auch für eine Zusammenlegung der beiden Spiele, denn ehrlich gesagt, habe ich kaum etwas von den Paralympics mitbekommen. Man ist auch nach der Pause immer noch so übersättigt mit Sport, dass man gar nicht mehr möchte. Und zudem gibt es bei mir im Bekanntenkreis auch vor allem die Einstellung: „Ist doch schön, dass die da ihr Ding machen“. Von Integration keine Spur.

    Wie sich das von der Orga her bewältigen lassen würde, kann ich nicht sagen, aber wenn man möchte, würde man sicherlich eine Möglichkeit finden.

    Beste Grüße

    Marc

  22. Marc sagt:

    Da kann ich nur zustimmen! Schade das viele Menschen einfach immer noch sehr engstirnig sind!

  23. andre sagt:

    Hi also ich finde sowas wie die Paralympics schon gut, das man da natürlich wieder eine deutliche Trennung hat ist mir auch bewusst. Aber es wär doch auch Unfair wenn sie gegen körperlich nicht eingeschränkte ran müssten.
    Ich finde das schwer gerecht zu beurteilen, man will sie nicht benachteiligen wegen ihren Behinderungen aber dann kann man sie ja fast nicht überhaupt gleich behandeln. Nur weil man Ihnen paar Vorteile einräumt ist doch das keineswegs bösartig gemeint sondern eher gut?

  24. Peter sagt:

    Nun, ich würde die Paralympics gleichzeitig mit den anderen Spielen veranstalten. Dann hat man langfristig eine gesunde Akzeptanz und keine Ausgrenzung mehr, welches es in meinen Augen, im Moment ist.

  25. Mario Barth sagt:

    Ich denke genau so wie du, ich frage mich schon lange warum man bei Olympia die Atheleten nicht in unterschiedle Klassen einteilt, wie es bei den Paralympics schon lange üblich ist…

    Aber die grö0te Frechhheit ist die Anerkennung und dem Geld welche die Sportler mit Behinderungen erhalten im Gegensatz zu den „normalen“ Lsistungssportler. Hoffentlich ändert sich da in absehbarer Zeit was!