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Willkommen in Indien

Okay, ich bin angekommen. Bin in meinem Hotelzimmer und habe noch keine Ahnung, wann ich diesen Blogeintrag online stellen kann. Alles ist hier furchtbar umständlich. Der Transport, die Gepäckträger, die Anmeldeprozedur im Hotel und nicht zuletzt der WLAN-Zugang. Dafür braucht man irgendeine Karte, die ich natürlich nicht besitze.

Ich habe von Bangalore noch nicht viel gesehen, wobei der Weg vom Flughafen zum Hotel schon sehr weit war. Es gibt riesig hohe Bürgersteige, wobei der Begriff „Bürgersteig“ schon übertrieben ist. Flächen, auf denen sich vorwiegend Fußgänger aufhalten. Dann gibt es Häuser, die total runtergekommen sind. Dort leben aber durchaus Menschen und sie sind auch nicht zu runtergekommen, dass man sie nicht doch noch mit Werbetafeln vollhängen könnte. Wie reingeknallt stehen dann die Glaspaläste von irgendwelchen Firmen daneben. Ich habe schon zwei Gebäude der Deutschen Bank entdeckt.

Verkehrsregeln scheint es hier keine zu geben. Ampeln sind nur Zierde, man hupt einfach, wenn man meint, man hätte Vorfahrt. Auch das Hotel hat so seine Eigenarten. Jeder musste seinen Pass abegeben, der wurde kopiert und dann wurde in einem furchtbar umständlichen Verfahren die Zimmer verteilt. Das ganze dauerte rund 30 Minuten. Da kontinuierlich Vorname mit Nachname vertauscht werden, ruft der Mann an der Rezeption die anderen aus der Gruppe jetzt immer „Mister Hans“ und „Mister Jens“. Ich habe das System aber sofort durchblickt und habe meinen Namen falsch angegeben. Folglich bin ich“Misses Link“. Mein Zimmer ist nicht wirklich barrierefrei, aber die zwei Nächte werde ich klar kommen. Wenn ich über das Klo klettere, habe ich gute Chancen die Badewanne zu erreichen. Vor dem Hotel sind 1000 Stufen, aber durch die Tiefgarage komme ich rein. Das Hotel gehört zu Le Meridien. Es liegt übrigens nicht nur an Indien, dass es nicht barrierefrei ist. Selbst im nagelneuen Le Meridien in Hamburg sind nicht alle Bereiche barrierefrei. Ich kenne weltweit kein einziges „Le Meridien“, das ich das Gütezeichen „Barrierefrei“ geben würde.

Überrascht war ich übrigens wie gut das Aussteigen aus dem Flugzeug geklappt hat. Es waren sieben (!) Leute da, um mich aus dem Flugzeug zu holen und es gab sogar eine Fluggastbrücke (Finger). Das heißt vom Flugzeug bis zum Auto begegnete ich keiner Stufe. Auch nicht im Flughafen selbst. Es gab einen Fahrstuhl und überall Rampen. Sogar eine Rollstuhltoilette habe ich gesehen. So, ich geh jetzt schlafen. Hier ist es schon nach 3 Uhr nachts.

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