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	<title>Behindertenparkplatz &#187; Search Results  &#187;  politiker</title>
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	<description>Blog von Christiane Link</description>
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		<title>Die Komiker des Deutschen Bundestages</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 17:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss gestehen, so viel Sinn für Humor hätte ich den Damen und Herren des Deutschen Bundestages gar nicht zugetraut. Ich habe schallend gelacht als ich die Nachricht las: Der Deutsche Bundestag sagt die Veranstaltung zum Welttag der Menschen mit Behinderungen ab, weil sich zu viele behinderte Menschen angemeldet haben &#8211; genauer gesagt zu viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss gestehen, so viel Sinn für Humor hätte ich den Damen und Herren des Deutschen Bundestages gar nicht zugetraut. Ich habe schallend gelacht als ich die Nachricht las: Der Deutsche Bundestag <a href="http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,27799/ticket,g_a_s_t">sagt die Veranstaltung zum Welttag der Menschen mit Behinderungen ab</a>, weil sich zu viele behinderte Menschen angemeldet haben &#8211; genauer gesagt zu viele Rollstuhlfahrer.<br />
Ja, wer rechnet denn mit sowas? Da macht man eine Veranstaltung zum Thema Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und die Leute, die teilhaben sollen, kommen auch noch? Loriot hätte seine Freude daran gehabt. Ich auch, aber ich habe ja auch leicht lachen. Ich lebe ja nicht mehr in Deutschland, sondern genieße &#8220;den deutschen Humor&#8221; und seine Blüten nur noch etwa einmal im Monat und in kleinen Dosen, wenn ich geschäftlich in Deutschland bin.<br />
Die Komiker des Deutschen Bundestages haben sich offensichtlich nicht überlegt, welches Signal sie mit der Absage der Veranstaltung aussenden: Wenn Ihr über Eure eigenen Belange mitreden wollt, sagen wir die Veranstaltung eben ab &#8211; aus Sicherheitsgründen natürlich. Ist für die Politik vielleicht wirklich sicherer, nicht mit den Betroffenen selbst zu reden. Da kann man dann schön weitermachen wie bisher, was im Falle des Deutschen Bundestages bedeutet, wenig bis nichts zu tun, was das Leben von Menschen mit Behinderungen wirklich ernsthaft verbessern würde.<br />
Und selbst wenn es keine politischen Bezug zur Absage gibt, muss sich der Deutsche Bundestag zumindest den Vorwurf gefallen lassen, zu doof zu sein, solch eine Veranstaltung zu organisieren. Ich weiß nicht, was besser ist.<br />
Und wer jetzt meint, das Ganze betreffe ihn nicht, der sollte auf der Hut sein. Ich bin sicher, den Komikern vom Deutschen Bundestag fallen noch mehr Gelegenheiten ein, uns zum Lachen zu bringen: Man könnte den autofreien Sonntag abschaffen &#8211; zu viele Fahrradfahrer. Oder die Familienfeste der Parteien &#8211; zu viele Kinder. Oder den Karneval der Kulturen &#8211; zu viele Ausländer. Und wenn sie nicht aufpassen, wird bald auch der Deutsche Bundestag zum Sicherheitsrisiko &#8211; zu viele Politiker.<br />
Nach und nach trudeln die Stellungsnahmen der behindertenpolitischen Sprecher ein. Man bedauert die Absage, es soll für nächstes Jahr eine Lösung gefunden werden. Aber keiner sagt, was alle denken: Wie peinlich!<br />
Und bevor jetzt wieder alle schreien, wie gefährlich es wäre, 100 Rollstuhlfahrer zur gleichen Veranstaltung zu lassen: Genau das passiert im sicherheitsverrückten London nächste Woche. Der Bürgermeister hat, wie in jedem Jahr, zur <a href="http://www.london.gov.uk/event-meeting/2011/oct/disability-capital-conference" lang="en">Disability Capital Conference</a> geladen. Ich war da schon mehrmals und schätze, da sind auch mindestens 100 Rollstuhlfahrer. Und beim <a href="http://legacy.london.gov.uk/mayor/equalities/liberty/background.jsp">Liberty Festival</a> in London sind es sogar noch mehr. Ich bin sicher, die Briten erzählen Euch gerne, lieber Bundestag, wie man mit 100 Rollstuhlfahrern sicherheitstechnisch fertig wird. Nur Mut, Ihr schafft das!
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		<title>Re:publica 2011: Der Friedrichstadtpalast applaudierte lautlos</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2011/04/15/1347/</link>
		<comments>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2011/04/15/1347/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 01:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich schreibe, dass die letzten Tage wohl die Besten in Deutschland waren seit ich nicht mehr in Deutschland lebe. Seit Dienstag abend bin ich in Berlin, um die re:publica zu besuchen. Ich wusste ja, dass meine Twitter-Timeline großartig ist, aber ich weiss nun auch, dass es auch im richtigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich schreibe, dass die letzten Tage wohl die Besten in Deutschland waren seit ich nicht mehr in Deutschland lebe.<br />
Seit Dienstag abend bin ich in Berlin, um die <a href="http://re-publica.de/11/">re:publica</a> zu besuchen. Ich wusste ja, dass meine Twitter-Timeline großartig ist, aber ich weiss nun auch, dass es auch im richtigen Leben richtig nette Menschen sind. Ich habe so viele nette Menschen getroffen, denen ich folge oder die mir folgen und / oder dieses Blog lesen. Außerdem habe ich Menschen wieder getroffen, die ich nicht mehr gesehen hatte, seit ich aus Deutschland weg bin. Und ich habe mich so gefreut, dass sie sich gefreut haben, mich zu sehen. Es war wie ein Klassentreffen nach langer langer Zeit.<br />
Als allererstes traf ich <a href="http://meinaugenschmaus.blogspot.com/">Julia Probst</a>, die für mich den besten und bewegendsten Auftritt auf der Re:publica hatte. Sie ist gehörlos und wurde bekannt, weil sie darüber <a href="http://twitter.com/#!/EinAugenschmaus">twittert</a>, was sie Fußballspielern und Trainern während des Spiels von den Lippen abliest und zudem die Körpersprache von Politikern analysiert. Außerdem bloggt sie zum Thema Barrierefreiheit und Gehörlosigkeit.</p>
<p>Philip Banse interviewte Julia (und andere Blogger) über ihre Erfahrungen und fragte sie über die Gebärdensprache aus. Eine Dolmetscherin übersetzte das, was Julia gebärdete und das, was der Moderator fragte. Und das Publikum im gut gefüllten Friedrichstadtpalast hörte aufmerksam zu und war fasziniert. Auch dann als Julia anprangerte, dass in Deutschland nur 10 Prozent des Fernsehprogramms untertitelt wird, während in den USA und Großbritannien bereits 100% Untertitel angeboten werden. Und sie prangerte die fehlende schulische Integration behinderter Kinder an. Kurzum: Julia hat in den 20 Minuten wahrscheinlich mehr für das Bewusstsein bei der Gesellschaft, für Inklusion, Gebärdensprache und Barrierefreiheit getan als so mancher Almosenverein in den letzten 10 Jahren. Und sie hat eines gezeigt: Man kann die Leute wirklich für das Thema begeistern, wenn man nur will und es richtig macht. Gebärdensprache kann so ein tolles Instrument dafür sein.</p>
<p>Als das Gespräch zu Ende war, applaudierte der ganze Friedrichstadtpalast in Gebärdensprache. Die Leute hielten ihre Hände in die Luft und schüttelten sie, eben so wie man das in Gebärdensprache macht. Und ich muss ehrlich sagen, in dem Moment war ich wirklich gerührt, weil ich es als riesiges Zeichen der Akzeptanz empfand. Die Gebärdensprache ist sozusagen bei den Nerds angekommen, dann kann das mit den Normalbürgern doch auch klappen, denke ich mir.</p>
<p>Und weil es mich so viele Leute gefragt haben: Ja, die Barrierefreiheit der Re:publica hat sich verbessert seit ich das letzte Mal dort war. Am barrierefreien Eingang steht dauerhaft Personal, das den Eingang umgehend öffnet und der Mitarbeiter in der Kalkscheune hat mir sofort seine Handynummer gegeben, damit ich ihn jederzeit erreichen kann und rein und raus komme.</p>
<p>Was ich mir für das nächste Mal wünsche: Schriftdolmetscher, die das Gesagte mitschreiben, was dann auf die Leinwand geworfen wird, und Gebärdensprachdolmetscher. Dann könnten auch gehörlose und schwerhörige Menschen die Sessions ohne Einschränkungen besuchen. Ich zahle auch 10 Euro mehr an Eintritt, wenn das möglich wäre. Und ich bin sicher, nach dem tollen Auftritt von Julia bin ich nicht die Einzige. Oder es findet sich ein Sponsor. Ich träume schon vom Banner am Eingangsbereich: &#8220;Die Barrierefreiheit auf der re:publica 2012 wird Ihnen präsentiert von [hier eine Aufzugs-, Hörgeräte-, Treppenliftfirma einsetzen oder eine Firma, die einfach verstanden hat, dass behinderte Kunden auch Kunden sind und dass das Thema eh gerade ziemlich cool ist]&#8220;.
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<div class="socialicons s4twitter" style="float:left;margin-right: 10px;background:url(&quot;http://goo.gl/zjqd1&quot;) no-repeat;"><a href="http://twitter.com/share" data-url="http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2011/04/15/1347/" data-counturl="http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2011/04/15/1347/" data-text="Re:publica 2011: Der Friedrichstadtpalast applaudierte lautlos" class="twitter-share-button" data-count="horizontal" data-via="Christiane"></a></div>
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		<title>Vier Jahre London</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2010/12/20/1297/</link>
		<comments>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2010/12/20/1297/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 10:12:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 5. Dezember hat sich meine Ankunft in London mal wieder gejährt. Ich bin jetzt vier Jahre in London, obwohl ich ja nur sechs Monate bleiben wollte. Ich muss dennoch sagen: &#8220;Was, ich bin erst vier Jahre in London?&#8221; Denn ich habe in den vier Jahren so viel erlebt, das wäre selbst für 10 Jahre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 5. Dezember hat sich meine Ankunft in London mal wieder gejährt. Ich bin jetzt vier Jahre in London, obwohl ich ja nur sechs Monate bleiben wollte. Ich muss dennoch sagen: &#8220;Was, ich bin erst vier Jahre in London?&#8221; Denn ich habe in den vier Jahren so viel erlebt, das wäre selbst für 10 Jahre viel. </p>
<ul>
<li>Ich habe für <a href="http://www.bbc.co.uk/blogs/worldhaveyoursay/">BBC</a> gearbeitet</li>
<li>Eine <a href="http://www.ortegalink.com">Firma</a> gegründet</li>
<li>Eine <a href="http://www.germanlink.co.uk">Zeitung</a> ins Leben gerufen</li>
<li>In drei Wohnungen gewohnt</li>
<li>Ein <a href="http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2009/03/04/1027/">Haus</a> gekauft</li>
<li>Sehr viele, sehr nette Menschen kennen gelernt</li>
<li>Die deutsche Kanzlerin und den britischen Premierminister getroffen und ganz viele andere Politiker, Stars und Sternchen</li>
<li>Eine <a href="http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2010/01/19/1145/">neue Sprache</a> gelernt (British Sign Language)</li>
<li>Viele Print-, Radio- und Fernsehinterviews geführt und gegeben</li>
<li>Vorträge gehalten, auf Kongressen, an Hochschulen, in Deutschland, Österreich und Großbritannien </li>
<li>Eine Fußball-Weltmeisterschaft überlebt</li>
</ul>
<p>In den kommenden vier Jahren möchte ich gerne</p>
<ul>
<li>die britische Staatsangehörigkeit annehmen (ja, ich behalte auch die deutsche, keine Panik), damit ich wählen kann</li>
<li>noch mehr nette Menschen kennen lernen</li>
<li>British Sign Language verbessern und eine Qualifikation bekommen (NVQ3/4)</li>
<li>Anfangen, auf Englisch zu bloggen</li>
<li>Alle Projekte verwirklichen, die in meinem Kopf rumschwirren</li>
<li>Mehr Zeit haben</li>
<li>Die Olympischen Spiele in London er- und überleben</li>
<li>die Queen treffen (und selbstverständlich am Straßenrand William und Kate zuwinken) &#8211; nein, ich bin wirklich keine Royalistin, aber ich bemühe mich, mich zu integrieren</li>
</ul>
<p>Was mir noch fehlt zum Glück?<br />
Ein Dönerladen mit gutem deutschen Döner Kebab. Der Döner hier schmeckt nicht.
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<div class="socialicons s4twitter" style="float:left;margin-right: 10px;background:url(&quot;http://goo.gl/zjqd1&quot;) no-repeat;"><a href="http://twitter.com/share" data-url="http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2010/12/20/1297/" data-counturl="http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2010/12/20/1297/" data-text="Vier Jahre London" class="twitter-share-button" data-count="horizontal" data-via="Christiane"></a></div>
<div class="socialicons s4plusone" style="float:left;margin-right: 10px;"><g:plusone size="medium" href="http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2010/12/20/1297/" count="true"></g:plusone></div>
<div class="socialicons s4linkedin" style="float:left;margin-right: 10px;"><script type="in/share" data-url="http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2010/12/20/1297/" data-counter="right"></script></div>
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 <p><a href="http://www.behindertenparkplatz.de/?flattrss_redirect&amp;id=1297&amp;md5=3203144cfd3ff5d7728e5556f2d4e755" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.behindertenparkplatz.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Elke Bartz lebt nicht mehr</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2008/08/25/962/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 21:02:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Behindertenbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Elke Bartz]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe gerade erfahren, dass Elke Bartz heute nach kurzer schwerer Krebserkrankung gestorben ist. Sie wurde 52 Jahre alt. Elke Bartz war die Vorsitzende und Gründerin von FORSEA und hat sich wie keine andere in Deutschland für die persönliche Assistenz und das selbstbestimmte Leben von Menschen mit Assistenzbedarf eingesetzt. Sie war vom Hals abwärts querschnittgelähmt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe gerade <a href="http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,18760/ticket,g_a_s_t">erfahren</a>, dass Elke Bartz heute nach kurzer schwerer Krebserkrankung gestorben ist. Sie wurde 52 Jahre alt. Elke Bartz war die Vorsitzende und Gründerin von <a href="www.forsea.de">FORSEA</a> und hat sich wie keine andere in Deutschland für die persönliche Assistenz und das selbstbestimmte Leben von Menschen mit Assistenzbedarf eingesetzt. Sie war vom Hals abwärts querschnittgelähmt und hat nach Gerichtsprozessen und vielen Kämpfen durchgesetzt, mit persönlicher Assistenz in ihrem eigenen Haus leben zu können. Ich habe kurz vor ihrem Tod noch mit ihr gesprochen und sie war genauso kämpferisch wie immer. Aber auch sehr gefasst: &#8220;Weihnachten erlebe ich nicht mehr&#8221;, hat sie zu mir gesagt.<br />
Mit ihrem umgebauten Auto fuhr sie durch die ganze Republik, um behinderte Menschen aus den Heimen raus zu kriegen und Politiker davon zu überzeugen, diesen Auszug auch zu finanzieren. Sie hat sich mit Ämtern und Kostenträgern von behinderten Menschen angelegt, hat Rechtsanwälte für ihre Sache gewinnen können und war ein Mahnmal dafür, was Selbstbestimmung wirklich bedeutet. Die Deutsche Behindertenbewegung verliert eine große Kämpferin, die unvergessen bleibt.</p>
<p>Update: Ottmar Miles-Paul hat einen <a href="http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,18762/ticket,g_a_s_t">Nachruf geschrieben</a>, der sehr lesenswert ist, auch für Leute, die sie nicht kannten.
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<div class="socialicons s4twitter" style="float:left;margin-right: 10px;background:url(&quot;http://goo.gl/zjqd1&quot;) no-repeat;"><a href="http://twitter.com/share" data-url="http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2008/08/25/962/" data-counturl="http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2008/08/25/962/" data-text="Elke Bartz lebt nicht mehr" class="twitter-share-button" data-count="horizontal" data-via="Christiane"></a></div>
<div class="socialicons s4plusone" style="float:left;margin-right: 10px;"><g:plusone size="medium" href="http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2008/08/25/962/" count="true"></g:plusone></div>
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</div>
</div>
<div style="clear:both"></div>
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 <p><a href="http://www.behindertenparkplatz.de/?flattrss_redirect&amp;id=962&amp;md5=0f6973d8466b7aa80c48f9615e4e77eb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.behindertenparkplatz.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Gedruckt, umgezogen und gewählt</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2008/05/01/931/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 May 2008 22:15:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
				<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Election]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe mir mal eine kleine Blogpause gegönnt, hat sich einfach so ergeben. Ich hatte einfach zu viel zu tun, bin in ein Büro gezogen, die zweite Ausgabe der Zeitung ist gedruckt, ich hatte x Termine und zu guter Letzt habe ich heute auch noch gewählt. In solchen Momenten liebe ich ja die EU &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir mal eine kleine Blogpause gegönnt, hat sich einfach so ergeben. Ich hatte einfach zu viel zu tun, bin in ein Büro gezogen, die zweite Ausgabe der Zeitung ist gedruckt, ich hatte x Termine und zu guter Letzt habe ich heute auch noch gewählt. In solchen Momenten liebe ich ja die EU &#8211; kaum in London, kann ich schon den Bürgermeister mitbestimmen.</p>
<p>Die Wahlen hier laufen ähnlich ab wie in Deutschland. Ein paar Unterschiede gibt es aber doch: Man muss sich in ein Wahlregister eintragen lassen, denn ein Einwohnermeldeamt gibt es hier ja nicht. Vor der Wahl bekommt man eine Wahlbenachrichtigung. Den Hauptunterschied liegt im Termin der Wahl: Der 1. Mai in Großbritannien kein Feiertag, das heißt es wird an einem Werktag gewählt, was ich ein wenig komisch finde. Da kommt gar keine feierliche Stimmung auf wie in Deutschland am Wahlsonntag, wo alle in die Grundschule um die Ecke pilgern.</p>
<p>Dafür haben die Wahllokale (Polling stations) hier bis 22 Uhr geöffnet. Ich bin um 21 Uhr wählen gegangen. Man hat drei Stimmzettel: Für den Bürgermeister, für die London Assembly und für die Gemeinde. Darf ich alles wählen, finde ich prima. Und in London wird sogar diskutiert, ob man neben den Commonwealth- und EU-Bürgern nicht gleich alle Ausländer wählen lassen sollte, die eine bestimmte Zeit hier leben.</p>
<p>Den Wahlkampf habe ich als ziemlich kurz und oberflächlich empfunden. Viele Leute, mit denen ich gesprochen habe (auch Politiker) wussten nicht einmal, dass nicht nur Briten wahlberechtigt sind. Die Programme der Parteien lesen sich teilweise wie in 10 Minuten zusammen gezimmert. Es ist eine absolute Personenwahl, bei der mehr über die Frisur und den Alkoholkonsum der Kandidaten diskutiert wird als deren Programm.</p>
<p>Ich glaube, dass die Ausländer in London eine enorm wichtige Rolle bei der Wahlentscheidung spielen. Irgendwo habe ich gelesen, dass wenn die Franzosen einen eigenen Bürgermeister aufstellen würden, sie gute Chancen hätten, dass er an die Macht kommt &#8211; denn die Franzosen gehen wählen (die Wahlbeteiligung ist hier ein riesen Problem) und es sind unterdessen so viele in London, dass sie eine wichtige Wählergruppe sind. Aber ich glaube, vorher würden die Briten aus der EU austreten.
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		<title>Park and Right</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jun 2007 00:14:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Anthony-Steen]]></category>
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		<category><![CDATA[Falschparken]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Parlamentarier hat sein Auto auf einem Behindertenparkplatz geparkt. Jemand kam auf die Idee, nicht nur die Polizei, sondern auch gleich die örtliche Presse anzurufen. Bisschen fies ist das schon, dachte ich erst &#8211; bis ich die Einlassungen des Falschparkers las. Da wusste jemand sehr genau, wen er mit dieser Aktion trifft. Der Politiker wettert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Parlamentarier hat sein Auto auf einem Behindertenparkplatz geparkt. Jemand kam auf die Idee, nicht nur die Polizei, sondern auch gleich die örtliche Presse anzurufen. Bisschen fies ist das schon, dachte ich erst &#8211; bis ich <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/england/devon/6708939.stm">die Einlassungen des Falschparkers</a> las. Da wusste jemand sehr genau, wen er mit dieser Aktion trifft. Der Politiker wettert danach bei der Presse, es gebe sowieso zu viele Behindertenparkplätze blabla&#8230; Auch die Sprache, die er nutzt ist sehr aufschlussreich. Der Inhalt sowieso:</p>
<p><em><span lang="en">&#8220;Of course the handicapped have got to be given provisions, but not against the interests of the majority.&#8221;</span></em></p>
<p>Wenn man das ernst nimmt, muss man gleich alle Behindertenparkplätze abschaffen. Denn das wäre sicherlich im Interesse der Mehrheit, die da nicht parken kann. Und die Vokabel &#8220;Handicapped&#8221; ist zwar im Deutschen chic, aber im Englischen ziemlich verpönt. </p>
<p>Falschparken ist schon dämlich, sich als Abgeordneter dabei erwischen zu lassen sowieso, aber sich danach derart behämmert zu äußern, grenzt an politischen Selbstmord. In die nationalen Medien hat er es damit jedenfalls geschafft. Glückwunsch!
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		<title>Zwei auf einen Streich</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2007 22:56:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[Bus]]></category>
		<category><![CDATA[Rampe]]></category>
		<category><![CDATA[TfL]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute abend nach Feierabend hatte es endlich aufgehört zu regnen und ich beschloss nach Notting Hill zu fahren. Weil ich dem bewölkten Himmel doch nicht ganz traute, wollte ich mit dem Bus von White City nach Shepherds Bush fahren und dort in den Bus nach Notting Hill umsteigen. Ein Bus der Linie 220 hielt. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute abend nach Feierabend hatte es endlich aufgehört zu regnen und ich beschloss nach <span lang="en">Notting Hill</span> zu fahren. Weil ich dem bewölkten Himmel doch nicht ganz traute, wollte ich mit dem Bus von <span lang="en">White City</span> nach <span lang="en">Shepherds Bush</span> fahren und dort in den Bus nach <span lang="en">Notting Hill</span> umsteigen.</p>
<p>Ein Bus der Linie 220 hielt. Es stiegen viele Leute aus, die in die U-Bahn wollten. Ich hatte dem Fahrer deutlich Handzeichen gegeben, dass ich mitfahren wollte, hatte aber von Anfang an das Gefühl, er ignoriert mich. Und tatsächlich, er machte keine Anstalten, die Rampe an der hinteren Tür auszufahren, sondern ließ stattdessen die Horden an Passagieren einsteigen. Dennoch wäre noch genug Platz für mich gewesen.</p>
<p>Ich versuchte also, Kontakt mit dem Fahrer aufzunehmen, stellte mich an die Vordertür und bat um die Rampe. Er murmelte irgendwas, zeigte auf die Hintertür und ich dachte, er fahre jetzt die Rampe aus. Aber dann passierte folgendes: Der Fahrer schloss die Tür und fuhr davon. Ich war stinksauer und wütend, schrieb mir aber geistesgegenwärtig die Busnummer auf.</p>
<p>Der nächste Bus kam. Diesmal die Linie 72, ein kleiner Bus. Der Fahrer versuchte, die Rampe auszufahren. Nichts passierte. Die Rampe war defekt. Ein Mann, der das Theater mit der 220 schon mitbekommen hatte, half mir in den Bus. Der Bürgersteig an der Haltestelle war zum Glück relativ hoch.</p>
<p>Ich ging was essen und schrieb unterdessen einen Beschwerdebrief an <span lang="en">Transport for London</span>. Ein Vorteil hat das ständige Beschwerdebriefe schreiben übrigens: Es trainiert mein Schriftenglisch enorm.</p>
<p>Als ich fertig gegessen und geschrieben hatte nahm ich den Bus zurück nach <span lang="en">Shepherds Bush</span>. Weil es unterdessen regnete, entschied ich mich, einmal mehr umzusteigen statt den direkten Bus zu nehmen, der erheblich weiter entfernt von meiner Wohnung hält. Auf der Umsteigelinie fahren nagelneue Busse, die Rampen sind super und ich war zuversichtlich, einigermaßen trocken zu Hause anzukommen.</p>
<p>Ich stieg aus dem modernen Gelenkbus aus und sah, dass ein paar hundert Meter hinter uns bereits die andere Linie fuhr. Die Umsteigezeit war also unter einer Minute, aber ich schaffte es. Die 266 kam, der Fahrer versuchte die Rampe auszufahren. Defekt&#8230; Und auch der Gelenkbus fuhr nicht von der Haltestelle weg. Stattdessen stiegen immer mehr Leute aus. Auch dort war die Rampe defekt. Sie ließ sich nicht mehr einfahren. Da standen sie nun: Zwei Busse an einer Haltestelle, beide mit defekten Rampen. Beide bewegungsunfähig. Das war neuer Rekord bei meinem Feldzug durch London.</p>
<p>Der Fahrer der 266 schaffte es, die Rampe wieder reinzuschieben. Der Bürgersteig war aber so niedrig, dass ich ohne Rampe nicht einsteigen konnte. Der Gelenkbus blockierte zudem die eigentliche (höhere) Haltestelle. Ich ließ die 266 weiterfahren und wartete auf die nächste. Der Gelenkbus stand dort immer noch als ich dann endlich mit der nächsten 266 nach Hause fuhr. Wie sagte Verkehrspolitiker <span lang="en">Peter Hendy</span> noch auf dem Kongress am Wochenende zu den Rollstuhlfahrern: <span lang="en">&#8220;Be tolerant.&#8221;</span></p>
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		<title>Beim Bürgermeister</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2007 15:37:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>
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		<description><![CDATA[Einmal im Jahr veranstaltet Londons Bürgermeister eine Konferenz für seine Bürger. Es gibt eine Eingangsdiskussion mit ihm und dann verschiedene andere Panels, die parallel laufen. Ich sitze derzeit in einer Veranstaltung zu öffentlichen Verkehrsmitteln und ich bin nicht die einzige Rollstuhlfahrerin, die hier sitzt. Schon die Anreise zu der Veranstaltung war typisch für London: Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einmal im Jahr veranstaltet Londons Bürgermeister eine <a href="http://www.london.gov.uk/stateoflondon/">Konferenz für seine Bürger</a>. Es gibt eine Eingangsdiskussion mit ihm und dann verschiedene andere Panels, die parallel laufen. Ich sitze derzeit in einer Veranstaltung zu öffentlichen Verkehrsmitteln und ich bin nicht die einzige Rollstuhlfahrerin, die hier sitzt. Schon die Anreise zu der Veranstaltung war typisch für London: Das Taxiunternehmen konnte kein Taxi finden, das mich per Taxicard hier her bringt. Es war keines verfügbar. Also entschied ich mich dafür, Bus und U-Bahn zu nutzen. Es kam 45 Minuten lang aber kein Bus. Um 10 Uhr (da fing die Veranstaltung an), war ich endlich in der U-Bahn. Ich musste <span lang="en">Baker Street</span> umsteigen, was ich alleine gar nicht geschafft hätte, weil die Differenz zwischen Zug und Bahnsteig zu hoch ist. Glücklicherweise liegt das Konferenzzentrum in der Nähe von Westminster, einer barrierefreien U-Bahnstation.</p>
<p>Derzeit spricht <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Hendy" lang="en">Peter Hendy, Commissioner of Transport</a>. Jährlich transportiert die Londoner U-Bahn mehr als eine Milliarde Menschen, sagt er. Was er erzählt erinnert mich stark an die mir mehr vertraute Hamburger Politik: Wenige gute Dinge hervorheben, alle Probleme ausblenden. Er zeigt eine Karte der U-Bahn 2012, wenn die Olympischen Spiele stattfinden. Man könnte meinen, London wird eine Stadt in der Milch und Honig fließen bis dahin. Ich hoffe, ich erlebe das noch.</p>
<p>Die Fragerunde startet. Schon die zweite Frage geht um Barrierefreiheit. Das ist ein riesen Unterschied zu Deutschland. Auch die Anzahl der behinderten Londoner im Publikum ist enorm. <span lang="en">Peter Hendy </span>antwortet, die U-Bahn sei ein altes System. Es sei schwierig, blabla&#8230; Es sei aber eine wichtige Aufgabe für <span lang="en">Ken Livingstone</span>, den Bürgermeister. Er ermahnt die behinderten Nutzer „<span lang="en">be tolerant</span>“. Er spricht von <span lang="en">Victoria Station</span>, die umgebaut wird. Jetzt hat er wieder das Thema gewechselt, spricht von geschlossenen Bahnstrecken.<br />
Eine Rollstuhlfahrerin fragt, wann er gedenkt, das Verhalten der Mitarbeiter in <span lang="en">Ilford</span> abzustellen. Sie verbieten ihr seit mehr als zwei Jahren mit einem E-Rollstuhl die Lifts der Station zu nutzen. Er meint, das Management der Station sei nicht seine Sache. Das sei outgesourct an eine Firma. Eine Antwort, die ich echt nicht mehr hören kann. Er habe vorher zudem noch nie eine Beschwerde über diese Station gehört. </p>
<p>Jetzt geht es um die Busse. Eine Frau mahnt an, dass die Busfahrer nie ordentlich an die Haltestelle ranfahren. Es gibt Zustimmung aus dem Publikum.</p>
<p><span lang="en">Peter Hendy</span> wischt das Problem mit dem Abstand zwischen Bürgersteig und Bus weg. Nicht jeder Fahrer könne perfekt fahren (warum eigentlich nicht?). Oft seien die Haltestellen zugeparkt. Die Unternehmen hätten ein eigenes Interesse, dass die Fahrer ordentlich fahren, weil das Unfälle verhindere, für die sie zu zahlen hätten. Irgendwie ist das eine ziemlich sinnlose Diskussion. Jemand erwähnt ein Problem und <span lang="en">Hendy</span> wischt es weg. </p>
<p>Und noch eine Frage zu Barrierefreiheit. Ein Rollstuhlfahrer bemängelt die ständig defekten Rampen. <span lang="en">Hendy</span> fragt: Welche Linie? Was für eine Frage! Das Problem besteht in ganz London. Eine Frau fragt, wie man das Problem lösen kann, dass Leute mit Kinderwagen nicht bereit sind, die Plätze für Rollstuhlfahrer freizugeben. So viele Fragen zur Barrierefreiheit auf einer ganz normalen Bürgerveranstaltung. Das habe ich in Deutschland noch nie erlebt. Sehr interessant.<br />
<span lang="en"><br />
Peter Hendy</span> ermahnt die Rollstuhlfahrer mehr Bus zu fahren, damit die Busfahrer sich daran gewöhnen. Jetzt geht es um die Kinderwagen. Man müsse damit leben. Die Moderatorin fragt, ob es <span lang="en">Congestion Charge</span> für Buggys geben wird. Großes Gelächter.</p>
<p>Am Nachmittag habe ich mir zwei interessante Diskussionen zu Ausländern in London angehört. Es ging um die Frage, ob Ausländer, die lange in UK leben, wählen sollten. Also, ob man nicht nur EU-Bürger bei den Kommunalwahlen an die Urnen lässt, sondern alle. Mir hat die Art der Veranstaltung sehr gut gefallen, auch wenn es eine absolute <span lang="en">Labour</span>-Veranstaltung war. Man hat nicht mal zum Schein Politiker der Opposition eingeladen. Für mich interessant war, dass so viele Fragen zur Barrierefreiheit gestellt wurden und ich mal nicht die einzige sichtbar behinderte Zuhörerin bei so einer Veranstaltung war. Ich musste mich nicht mal selbst mal selbst zu Wort melden, alle Anmerkungen, die ich hatte, wurden von anderen im Publikum ebenfalls gemacht.
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		<title>Kommentare werden moderiert</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2007 12:33:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bloggen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich mag sehr, wenn über meine Blogeinträge diskutiert wird. Ich dulde hier aber weder, dass Leute beleidigt werden (nein, auch keine Politiker) noch dass hier anti-demokratische Dinge vebreitet werden. Wer hier kommentiert, tut das bitte nicht mit falschem Namen. Nur Kommentare mit gültiger E-Mailadresse werden geduldet. Bis auf weiteres werden die Kommentare hier moderiert und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mag sehr, wenn über meine Blogeinträge diskutiert wird. Ich dulde hier aber weder, dass Leute beleidigt werden (nein, auch keine Politiker) noch dass hier anti-demokratische Dinge vebreitet werden. Wer hier kommentiert, tut das bitte nicht mit falschem Namen. Nur Kommentare mit gültiger E-Mailadresse werden geduldet. Bis auf weiteres werden die Kommentare hier moderiert und zeitverzögert freigeschaltet. Sorry an alle, die hier bislang zivilisiert kommentiert haben.
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		<title>Heise hat nichts gegen Behinderte &#8211; jedenfalls nichts wirksames</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2007 21:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Heise]]></category>
		<category><![CDATA[Schäuble]]></category>
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		<description><![CDATA[In den Kommentaren hat mich jemand darauf aufmerksam gemacht, dass sich der Heiseverlag in der Telepolis zum psychischen Zustand und der Behinderung von Herrn Schäuble äußert. Ich finde den Artikel in höchstem Maße bedenklich. Das habe ich Florian Rötzer, Verantwortlicher Redakteur für die Telepolis, in einer Mail mitgeteilt. Lieber Florian Rötzer, als ich den Artikel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Kommentaren hat mich jemand darauf aufmerksam gemacht, dass sich der Heiseverlag <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25046/1.html">in der Telepolis zum psychischen Zustand und der Behinderung von Herrn Schäuble </a> äußert. Ich finde den Artikel in höchstem Maße bedenklich. Das habe ich Florian Rötzer, Verantwortlicher Redakteur für die Telepolis, in einer Mail mitgeteilt.</p>
<p><em>Lieber Florian Rötzer,</p>
<p>als ich den Artikel &#8220;Schäubles Symptome&#8221; las, fühlte ich mich an meine Schulzeit erinnert. Ich kandidierte gerade als Mittelstufensprecherin. In einer Sendung sagte Rudolph Scharping zur Primetime, es sei<br />
schwierig, mit jemandem zu diskutieren, wenn er im Rollstuhl sitze. Er meinte damit Wolfgang Schäuble und seine Rückkehr in die Politik nach dem Attentat. Ich fand die Äußerungen damals so empörend, dass ich ihm als 15 Jahre alte Rollstuhlfahrerin einen Brief schrieb. Ich fand nicht fair, dass jemand auf seine Behinderung reduziert wird. Schließlich wollte ich ja selber ein wenig Politik in meiner Schule machen und wollte durchaus, dass die Leute mit mir diskutieren. Ich dachte damals aber auch, dass Scharping zu einer Minderheit gehört und die meisten Leute durchaus damit klar käme, wenn ein Politiker im Rollstuhl sitzt. Wir waren ja bereits in den 90er Jahren!</p>
<p>Über 15 Jahre ist das jetzt her und ich kann nicht glauben, was ich bei Telepolis im Jahr 2007 lese. Da schafft es Ihr Redakteur nicht, die Politik Schäubles zu kritisieren ohne auf seine Behinderung abzuheben. Er konstruiert 17 Jahre nach dem Attentat eine psychische Erkrankung, für die er keine Belege hat. Er schließt sogar von einem der dümmsten Vorurteile über Querschnittgelähmte (hat keine Sexualität) auf Schäubles Geisteszustand. Er schreibt über die Lebensqualität Schäubles, wie einschneidend die Veränderung von einem Leben ohne und mit Behinderung ist etc. ohne wirkliche Kompetenz. Und der ganze Artikel wird noch getoppt mit einem Bild von einem Rollstuhl, wie ihn sich nicht behinderte Menschen vorstellen, der aber nichts mit den Rollstühlen zu tun hat, die in zivilisierten Ländern von aktiven behinderten Menschen wie Wolfgang Schäuble genutzt werden.</p>
<p>Ich möchte von Ihnen, lieber Florian Rötzer, eigentlich nur eines wissen: Warum publizieren Sie so etwas? Warum lassen Sie als<br />
Verantwortlicher im Jahr 2007 so einen behindertenfeindlichen Artikel schreiben? Es gebe so viele bessere Argumente gegen die Politik Schäubles als seine Behinderung und der angeblich daraus resultierende psychische Zustand. Sie bestätigen mit dem Artikel die schlimmsten Vorurteile, die es in der deutschen Gesellschaft über behinderte Menschen gibt.</p>
<p>Ich habe einer Kollegin aus Südafrika den Artikel ins Englische übersetzt. Sie hat mich gefragt, wieso so etwas in Deutschland, einem aufgeklärten Land, geschrieben wird. Ich konnte Ihr keine Antwort darauf geben.</p>
<p>Egal was ein Mensch mit Behinderung macht, es wird immer auf seine Behinderung zurück geführt. Warum machen Sie da mit? Finden Sie das eine faire Art und Weise der politischen Auseinandersetzung? Sollen also alle Politiker, wenn sie eine Behinderung bekommen, sofort zurücktreten? Meinen Sie, Sie machen mit dem Artikel anderen behinderten Menschen Mut, sich politisch zu engagieren? Die Verurteilung und Herabsetzung von jemanden aufgrund seiner Behinderung, wie es in dem Artikel praktiziert wird, ist viel schlimmer als fehlende Rampen und Fahrstühle. Die Barrieren in den Köpfen der Menschen sind noch viel hinderlicher für das alltägliche Leben. Warum, um alles in der Welt, bauen Sie also noch mehr Barrieren auf? Fühlen Sie sich eigentlich gar nicht den Grundsätzen des deutschen Presserates verpflichtet?</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
</em></p>
<p>Florian Rötzer hat mir daraufhin eine kurze Mail geschrieben. Ich hätte den Artikel missverstanden. Der Autor habe &#8220;nichts gegen Behinderte&#8221;. Eine dümmere Floskel kann man kaum finden, um auf eine derartige Kritik zu antworten.</p>
<p>Es gibt aber auch einen positiven Aspekt bei der Sache: Wenn man sich die Kommentare unter dem Artikel ansieht, entdeckt man, dass ich mit meiner Meinung keinesfalls alleine da stehe. Es gibt etliche Kommentare, die meine Kritik teilen. Die Telepolisleser sind wohl aufgeklärter als die Telepolisredaktion. Und das lässt mich dann  doch ein wenig hoffen!
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