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	<title>Kommentare zu: I lost my voice</title>
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	<description>Blog von Christiane Link</description>
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		<title>By: Tesch</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/07/26/819/comment-page-1/#comment-41123</link>
		<dc:creator>Tesch</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 19:06:03 +0000</pubDate>
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		<description>hallo, ich gehöre leider auch zu den Hör-
geschädigten Menschen, die u.a. als Kassierin
arbeiten. Der Kommentar von Gerhard Beitrag 5
ist der Hammer,das gibt es doch wohl nicht, das
dieser Mensch die Kasse meiden will nur weil
kein Gespräch mit der Kassenkraft möglich ist.
Echt super wie manch gesunde Leute auf Menschen
mit Behinderungen reagieren. Ich mußte mir auch
schon mal anhören dann dürfen sie hier nicht
arbeiten ja wie jetzt sollen behinderte nicht
arbeiten, Frechheit sondergleichen sowas.
Ich bin zwar nicht ganz gehörlos aber durch
Tinnitus und Geräuschempfindlichkeit stöpsel
ich mir mein auch schon angedischtes Ohr mit
Silikonstopfen zu und höre somit auch so gut wie
nichts auch ich mache die Kunden dann mit
Fingerzeig drauf aufmerksam was zu zahlen ist
wo ist das Problem? Dann frag ich mich mit welchem
Recht die Kunden jemanden dann anfassen dürfen
um auf sich aufmerksam zu machen weil vielleicht
was nicht stimmt unmöglich ist das hier das
Behinderte Menschen so diskriminiert werden.
Ach ich würde nicht bereit sein mir da irgendwas
in den Kopf pflanzen zu lassen nur um meine
Mitmenschen hören zu können die müssen mich eben
so nehmen wie es ist. Außerdem ist man wohl auch
nicht zum quatschen da sondern zum arbeiten.
Daumen hoch für den Beitrag von Jan Beitrag 6:
Die unverschämtheit mancher Kunden hat er Recht
denn kein Behinderter hat es sich so ausgesucht.
Irgendwie kommt einem da der Gedanke, das man
sowas wie uns dann wohl besser ausrotten sollte
oder so.
Mfg</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hallo, ich gehöre leider auch zu den Hör-<br />
geschädigten Menschen, die u.a. als Kassierin<br />
arbeiten. Der Kommentar von Gerhard Beitrag 5<br />
ist der Hammer,das gibt es doch wohl nicht, das<br />
dieser Mensch die Kasse meiden will nur weil<br />
kein Gespräch mit der Kassenkraft möglich ist.<br />
Echt super wie manch gesunde Leute auf Menschen<br />
mit Behinderungen reagieren. Ich mußte mir auch<br />
schon mal anhören dann dürfen sie hier nicht<br />
arbeiten ja wie jetzt sollen behinderte nicht<br />
arbeiten, Frechheit sondergleichen sowas.<br />
Ich bin zwar nicht ganz gehörlos aber durch<br />
Tinnitus und Geräuschempfindlichkeit stöpsel<br />
ich mir mein auch schon angedischtes Ohr mit<br />
Silikonstopfen zu und höre somit auch so gut wie<br />
nichts auch ich mache die Kunden dann mit<br />
Fingerzeig drauf aufmerksam was zu zahlen ist<br />
wo ist das Problem? Dann frag ich mich mit welchem<br />
Recht die Kunden jemanden dann anfassen dürfen<br />
um auf sich aufmerksam zu machen weil vielleicht<br />
was nicht stimmt unmöglich ist das hier das<br />
Behinderte Menschen so diskriminiert werden.<br />
Ach ich würde nicht bereit sein mir da irgendwas<br />
in den Kopf pflanzen zu lassen nur um meine<br />
Mitmenschen hören zu können die müssen mich eben<br />
so nehmen wie es ist. Außerdem ist man wohl auch<br />
nicht zum quatschen da sondern zum arbeiten.<br />
Daumen hoch für den Beitrag von Jan Beitrag 6:<br />
Die unverschämtheit mancher Kunden hat er Recht<br />
denn kein Behinderter hat es sich so ausgesucht.<br />
Irgendwie kommt einem da der Gedanke, das man<br />
sowas wie uns dann wohl besser ausrotten sollte<br />
oder so.<br />
Mfg</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Christiane</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/07/26/819/comment-page-1/#comment-34604</link>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Aug 2007 09:45:07 +0000</pubDate>
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		<description>@Hajo
Ich fordere nicht, dass behinderte Menschen wie nicht behinderte Menschen behandelt werden. Ich fordere Gleichberechtigung. Das ist etwas völlig anderes. 

Ich fordere auch nicht, dass alles von heute auf morgen geschieht, sondern, dass Barrierefreiheit und die gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen realisiert wird. Ich weiß, dass das Zeit kostet, auch Geld. Aber viele Maßnahmen kosten keinen Cent, sie müssen nur gewollt sein. Die Rampe an einen Zug anlegen, die sowieso da ist, kostet kein Geld. Das ist eine Frage des Willens. Und wenn man beim Neukauf von Zügen darauf achtet, dass sie auf gleicher Ebene zum Bahnsteig halten, braucht man nicht mal eine Rampe.

Und ich frage mich, warum Sie mir vorwerfen ich sei aggressiv, verbittert... Ich bin ein politisch denkender Mensch mit einer Meinung, die ich nicht hinter dem Berg halte. Ich kann schreiben, ich kann reden und so lange ich das kann, werde ich das nutzen, um für Barrierefreiheit einzutreten. Und zwar nicht nur für Rollstuhlfahrer, sondern für alle behinderten Menschen. Auch wenn die Maßnahmen unterschiedlich sein mögen, um Barrierefreiheit zu erreichen, die Hüren bis dahin sind doch immer die gleichen.

Ihre Frage, ob ich nur meine eigene Meinung in diesem Blog bestätigt haben möchte, ist schon dadurch widerlegt, in dem Sie hier ungehindert Ihre Meinung sagen dürfen. Aber dass ich so manches nicht unwidersprochen stehen lasse, damit muss man in Blogs wie diesem schon rechnen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Hajo<br />
Ich fordere nicht, dass behinderte Menschen wie nicht behinderte Menschen behandelt werden. Ich fordere Gleichberechtigung. Das ist etwas völlig anderes. </p>
<p>Ich fordere auch nicht, dass alles von heute auf morgen geschieht, sondern, dass Barrierefreiheit und die gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen realisiert wird. Ich weiß, dass das Zeit kostet, auch Geld. Aber viele Maßnahmen kosten keinen Cent, sie müssen nur gewollt sein. Die Rampe an einen Zug anlegen, die sowieso da ist, kostet kein Geld. Das ist eine Frage des Willens. Und wenn man beim Neukauf von Zügen darauf achtet, dass sie auf gleicher Ebene zum Bahnsteig halten, braucht man nicht mal eine Rampe.</p>
<p>Und ich frage mich, warum Sie mir vorwerfen ich sei aggressiv, verbittert&#8230; Ich bin ein politisch denkender Mensch mit einer Meinung, die ich nicht hinter dem Berg halte. Ich kann schreiben, ich kann reden und so lange ich das kann, werde ich das nutzen, um für Barrierefreiheit einzutreten. Und zwar nicht nur für Rollstuhlfahrer, sondern für alle behinderten Menschen. Auch wenn die Maßnahmen unterschiedlich sein mögen, um Barrierefreiheit zu erreichen, die Hüren bis dahin sind doch immer die gleichen.</p>
<p>Ihre Frage, ob ich nur meine eigene Meinung in diesem Blog bestätigt haben möchte, ist schon dadurch widerlegt, in dem Sie hier ungehindert Ihre Meinung sagen dürfen. Aber dass ich so manches nicht unwidersprochen stehen lasse, damit muss man in Blogs wie diesem schon rechnen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: hajo</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/07/26/819/comment-page-1/#comment-34595</link>
		<dc:creator>hajo</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Aug 2007 06:54:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/07/26/819/#comment-34595</guid>
		<description>Christiane,

Sie werden sicherlich nichts weiteres von mir lesen, aber eines muss ich noch schreiben (Sie können&#039;s ja aus dem blog löschen, wenn&#039;s Ihnen nicht passt):

1. wir leben in einer realen Welt
2. Menschen sind unterschiedlich und empfinden unterschiedlich

Was Sie fordern ist doch, dass Nicht-Behinderte Behinderte wie &quot;Ihresgleichen&quot; behandeln, sehen aber nicht, dass dies nicht möglich ist. z.B. haben Sie in Ihrem Thema &quot;dafür sind wir nicht zuständig&quot; bemängelt, dass die Betriebsgesellschaft nicht bereit war, Ihnen den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln zu eröffnen. Dieser - auch in meinen Augen skandalöse - Umstand zeigt aber doch ganz deutlich, dass es noch (massenhaft) &quot;Barrieren&quot; gibt, die verhindern, dass Behinderte sich wie Nicht-Behinderte OHNE UNTERSTÜTZUNG bewegen können. 
Es ist selbstverständlich Ihr gutes Recht, die Beseitigung der Barrieren zu fordern, bitte behalten Sie aber dabei - oder zumindest bei der Beurteilung des Umganges Anderer mit Ihren Forderungen - im Auge, dass es auch noch andere, und seien es materielle, Gründe gibt, die eine Lösung in Ihrem (ich meine damit auch immer andere Behinderten) Sinne verhindert, zumindest aber verzögert. Ich weiss, die Geduld ist dabei oft &quot;am Anschlag&quot;.

Abschliessend noch etwas: Ich habe - vielleicht etwas kryptisch - angedeutet: Sie sehen das Ganze von Ihrem Standpunkt (von Ihrer Art der Behinderung) aus, das ist verständlich und absolut ok, aber haben Sie sich auch einmal klar gemacht, wieviele unterschiedliche (und ich meine hier z.Tl. gravierende Unterschiede) Behinderungen mit völlig unterschiedlichen Ansprüchen an Massnahmen zur &quot;Hilfe zur Selbsthilfe&quot; (so würde ich Ihre Intention in einem Begriff zusammenfassen, liege ich da falsch?) es gibt? Und all das soll SOFORT und durch die Allgemeinheit erledigt werden. 

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Ich bin schon der Meinung, dass die Allgemeinheit auch die Verpflichtung hat, Behinderten ein Leben im Sinne des zuvor Geschriebenen zu ermöglichen, die Betonung liegt jedoch hier - wie bei so Vielem - auf dem Wort AUCH.

Sehen Sie die Tatsache, dass ich mich auch emotional intensiv in diesem blog beteiligt habe, als Zeichen, dass mich dieses Thema beschäftigt. Ihre - verzeihen Sie meine Wiederholung und die folgende harte Wortwahl - Verbitterung und Sturheit bringt zwar meine Weltanschauung nicht ins Wanken, sorgt jedoch dafür, dass ich mir meine &quot;Gesprächs-&quot;Partner in Zukunft noch genauer ansehe.

Zu allerletzt noch einen Rat, der nichts mit Behinderungen zu tun hat: beschäftigen Sie sich doch mal mit dem Thema &quot;brainstorming&quot;. Hier werden Ideen gefunden durch &quot;hemmungsloses&quot; Äussern von Gedanken zu einem Thema. Aber vielleicht wollen Sie ja in Ihrem blog nur Ihre eigene Meinung bestätigt sehen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Christiane,</p>
<p>Sie werden sicherlich nichts weiteres von mir lesen, aber eines muss ich noch schreiben (Sie können&#8217;s ja aus dem blog löschen, wenn&#8217;s Ihnen nicht passt):</p>
<p>1. wir leben in einer realen Welt<br />
2. Menschen sind unterschiedlich und empfinden unterschiedlich</p>
<p>Was Sie fordern ist doch, dass Nicht-Behinderte Behinderte wie &#8220;Ihresgleichen&#8221; behandeln, sehen aber nicht, dass dies nicht möglich ist. z.B. haben Sie in Ihrem Thema &#8220;dafür sind wir nicht zuständig&#8221; bemängelt, dass die Betriebsgesellschaft nicht bereit war, Ihnen den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln zu eröffnen. Dieser &#8211; auch in meinen Augen skandalöse &#8211; Umstand zeigt aber doch ganz deutlich, dass es noch (massenhaft) &#8220;Barrieren&#8221; gibt, die verhindern, dass Behinderte sich wie Nicht-Behinderte OHNE UNTERSTÜTZUNG bewegen können.<br />
Es ist selbstverständlich Ihr gutes Recht, die Beseitigung der Barrieren zu fordern, bitte behalten Sie aber dabei &#8211; oder zumindest bei der Beurteilung des Umganges Anderer mit Ihren Forderungen &#8211; im Auge, dass es auch noch andere, und seien es materielle, Gründe gibt, die eine Lösung in Ihrem (ich meine damit auch immer andere Behinderten) Sinne verhindert, zumindest aber verzögert. Ich weiss, die Geduld ist dabei oft &#8220;am Anschlag&#8221;.</p>
<p>Abschliessend noch etwas: Ich habe &#8211; vielleicht etwas kryptisch &#8211; angedeutet: Sie sehen das Ganze von Ihrem Standpunkt (von Ihrer Art der Behinderung) aus, das ist verständlich und absolut ok, aber haben Sie sich auch einmal klar gemacht, wieviele unterschiedliche (und ich meine hier z.Tl. gravierende Unterschiede) Behinderungen mit völlig unterschiedlichen Ansprüchen an Massnahmen zur &#8220;Hilfe zur Selbsthilfe&#8221; (so würde ich Ihre Intention in einem Begriff zusammenfassen, liege ich da falsch?) es gibt? Und all das soll SOFORT und durch die Allgemeinheit erledigt werden. </p>
<p>Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Ich bin schon der Meinung, dass die Allgemeinheit auch die Verpflichtung hat, Behinderten ein Leben im Sinne des zuvor Geschriebenen zu ermöglichen, die Betonung liegt jedoch hier &#8211; wie bei so Vielem &#8211; auf dem Wort AUCH.</p>
<p>Sehen Sie die Tatsache, dass ich mich auch emotional intensiv in diesem blog beteiligt habe, als Zeichen, dass mich dieses Thema beschäftigt. Ihre &#8211; verzeihen Sie meine Wiederholung und die folgende harte Wortwahl &#8211; Verbitterung und Sturheit bringt zwar meine Weltanschauung nicht ins Wanken, sorgt jedoch dafür, dass ich mir meine &#8220;Gesprächs-&#8221;Partner in Zukunft noch genauer ansehe.</p>
<p>Zu allerletzt noch einen Rat, der nichts mit Behinderungen zu tun hat: beschäftigen Sie sich doch mal mit dem Thema &#8220;brainstorming&#8221;. Hier werden Ideen gefunden durch &#8220;hemmungsloses&#8221; Äussern von Gedanken zu einem Thema. Aber vielleicht wollen Sie ja in Ihrem blog nur Ihre eigene Meinung bestätigt sehen?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Christiane</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/07/26/819/comment-page-1/#comment-34540</link>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Aug 2007 16:56:55 +0000</pubDate>
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		<description>Puh, okay, ich kapituliere. Ich glaube, wir kommen auf keine gemeinsame Ebene. Ich habe aber eine Bitte: Schau Dir mal die Rede von Lars Odegard, einem rollstuhlfahrenden Politiker aus Norwegen an: http://tinyurl.com/2b5rz
Die Rede fasst wunderbar zusammen, worum es mir und anderen eigentlich geht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Puh, okay, ich kapituliere. Ich glaube, wir kommen auf keine gemeinsame Ebene. Ich habe aber eine Bitte: Schau Dir mal die Rede von Lars Odegard, einem rollstuhlfahrenden Politiker aus Norwegen an: <a href="http://tinyurl.com/2b5rz" >http://tinyurl.com/2b5rz</a><br />
Die Rede fasst wunderbar zusammen, worum es mir und anderen eigentlich geht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: hajo</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/07/26/819/comment-page-1/#comment-34534</link>
		<dc:creator>hajo</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Aug 2007 12:36:34 +0000</pubDate>
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		<description>Christiane

Christian Fürchtegott Gellert hat im 18. Jahrhundert ein Gedicht geschrieben, das in diesem Zusammenhang ein interessantes Fazit aufweist:
Es geht um das Ihnen möglicherweise (nicht nur wegen Ihrer eigenen Behinderung) bekannte Gedicht &quot;Der Blinde und der Lahme (der Begriff &quot;Lahmer&quot; wird Sie hoffentlich nicht beleidigen: es handelt sich um eine umgangssprachliche Bezeichnung eines Gehbehinderten - aber damals war man noch nicht so &quot;sensibilisiert&quot; in der Wortwahl).
Der Schluss lautet (aus dem Gedächtnis heraus):
&quot;Du hast das nicht, was andre haben
und andern mangeln Deine Gaben.
Durch diese Unvollkommenheit
entspringet die Geselligkeit.&quot;
und jetzt kommt der m.E. eigentliche Kernsatz
&quot;Wenn jenem nicht die Gabe fehlte
die die Natur für Dich erwählte
so wird er nur für sich allein
und nicht für Dich bekümmert sein.
Beschwer die Götter nicht mit Klagen,
den Vorteil, den sie Dir versagen
und jenem schenken, wird gemein:
wir dürfen nur gesellig sein.&quot;

Ist Ihnen das Ganze zu philosophisch (DER kann gut reden ..!)? Ich hoffe nicht. Ausserdem sollten Sie mich bitte - ich ahne die Gefahr, setze mich dieser jedoch trotzdem aus - nicht für einen Zyniker halten: ich gelte zwar nicht als Behinderter, aber ich trage, wie viele andere auch, ebenso &quot;mein Päckchen&quot;.

Ich kann mir nicht helfen: Ihren Worten entnehme ich doch eine gewisse Aggression. Eigentlich schade, denn solche Emotionen helfen nicht weiter, andererseits jedoch verständlich angesichts des Verhaltens einiger Mitmenschen.
Aber denken Sie auch an die Menschen, die Ihnen Freude machen (wie die Kellnerin in Ihrem neuen Beitrag), davon gibt es vielleicht nicht genug, aber doch so viele, dass man für die nächste Zeit &quot;auftanken&quot; kann.

Abschliessend noch eine Frage: warum hört man von Behinderten immer wieder die Vokabel &quot;Dankbarkeit&quot;? Es ist zwar für jemanden, der einem Anderen einen &quot;Gefallen&quot; tut, schön, ein &quot;Danke&quot; zu hören und ich bin (Jahrgang 1950) in einer Zeit aufgewachsen, in der Kinder dieses Wort noch eindringlich gelernt haben (galt übrigens für ALLE Kinder, behindert oder nicht behindert!), deshalb ist es aber absolut nicht notwendig, sich für Selbstverständlichkeiten permanent zu bedanken: dies bringt den Anderen oft nur in Verlegenheit.

Grüsse aus Frankfurt am Main, in dem auch noch lange nicht alles barrierefrei ist (aber es wird dran gearbeitet)

Hajo</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Christiane</p>
<p>Christian Fürchtegott Gellert hat im 18. Jahrhundert ein Gedicht geschrieben, das in diesem Zusammenhang ein interessantes Fazit aufweist:<br />
Es geht um das Ihnen möglicherweise (nicht nur wegen Ihrer eigenen Behinderung) bekannte Gedicht &#8220;Der Blinde und der Lahme (der Begriff &#8220;Lahmer&#8221; wird Sie hoffentlich nicht beleidigen: es handelt sich um eine umgangssprachliche Bezeichnung eines Gehbehinderten &#8211; aber damals war man noch nicht so &#8220;sensibilisiert&#8221; in der Wortwahl).<br />
Der Schluss lautet (aus dem Gedächtnis heraus):<br />
&#8220;Du hast das nicht, was andre haben<br />
und andern mangeln Deine Gaben.<br />
Durch diese Unvollkommenheit<br />
entspringet die Geselligkeit.&#8221;<br />
und jetzt kommt der m.E. eigentliche Kernsatz<br />
&#8220;Wenn jenem nicht die Gabe fehlte<br />
die die Natur für Dich erwählte<br />
so wird er nur für sich allein<br />
und nicht für Dich bekümmert sein.<br />
Beschwer die Götter nicht mit Klagen,<br />
den Vorteil, den sie Dir versagen<br />
und jenem schenken, wird gemein:<br />
wir dürfen nur gesellig sein.&#8221;</p>
<p>Ist Ihnen das Ganze zu philosophisch (DER kann gut reden ..!)? Ich hoffe nicht. Ausserdem sollten Sie mich bitte &#8211; ich ahne die Gefahr, setze mich dieser jedoch trotzdem aus &#8211; nicht für einen Zyniker halten: ich gelte zwar nicht als Behinderter, aber ich trage, wie viele andere auch, ebenso &#8220;mein Päckchen&#8221;.</p>
<p>Ich kann mir nicht helfen: Ihren Worten entnehme ich doch eine gewisse Aggression. Eigentlich schade, denn solche Emotionen helfen nicht weiter, andererseits jedoch verständlich angesichts des Verhaltens einiger Mitmenschen.<br />
Aber denken Sie auch an die Menschen, die Ihnen Freude machen (wie die Kellnerin in Ihrem neuen Beitrag), davon gibt es vielleicht nicht genug, aber doch so viele, dass man für die nächste Zeit &#8220;auftanken&#8221; kann.</p>
<p>Abschliessend noch eine Frage: warum hört man von Behinderten immer wieder die Vokabel &#8220;Dankbarkeit&#8221;? Es ist zwar für jemanden, der einem Anderen einen &#8220;Gefallen&#8221; tut, schön, ein &#8220;Danke&#8221; zu hören und ich bin (Jahrgang 1950) in einer Zeit aufgewachsen, in der Kinder dieses Wort noch eindringlich gelernt haben (galt übrigens für ALLE Kinder, behindert oder nicht behindert!), deshalb ist es aber absolut nicht notwendig, sich für Selbstverständlichkeiten permanent zu bedanken: dies bringt den Anderen oft nur in Verlegenheit.</p>
<p>Grüsse aus Frankfurt am Main, in dem auch noch lange nicht alles barrierefrei ist (aber es wird dran gearbeitet)</p>
<p>Hajo</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Christiane</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/07/26/819/comment-page-1/#comment-34531</link>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Aug 2007 11:45:08 +0000</pubDate>
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		<description>@Hajo
Vergessen und Verzeihen? Das ist eine Fähigkeit, die behinderte Menschen von Grund auf lernen. Auch die Dankbarkeit nicht zu vergessen. Ich habe nicht den Eindruck, dass es behinderten Menschen daran mangelt, nachsichtig zu sein und über Dinge hinwegzusehen. Sonst wäre der Alltag ziemlich ungemütlich - für behinderte und nicht behinderte Menschen. Ich habe eher den Eindruck, dass sich behinderte Menschen viel zu wenig wehren und viel zu wenig kommunizieren, was ihnen eigentlich so tagtäglich passiert. Genau deshalb schreibe ich dieses Blog.

Und ja, es gibt viel Gedankenlosigkeit und Unbeholfenheit. Ich bin in einer größtenteils nicht behinderten Umgebung aufgewachsen und weiß, dass man auch als behinderter Mensch lernen muss, nicht alles auf die Goldwaage zu legen. ABER: Es gibt auch einen mindestens genauso großen Teil an bewusster Diskriminierung und Ignoranz. Und auch die Gedankenlosigkeit hat Ursachen. Nämlich unter anderen die, dass behinderte Menschen immer noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Und wer nicht sichtbar ist, den vergisst man. Insofern würde ich mich eher wünschen, dass zwar verziehen wird, aber nicht ohne vorher zu kommunizieren, was falsch gelaufen ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Hajo<br />
Vergessen und Verzeihen? Das ist eine Fähigkeit, die behinderte Menschen von Grund auf lernen. Auch die Dankbarkeit nicht zu vergessen. Ich habe nicht den Eindruck, dass es behinderten Menschen daran mangelt, nachsichtig zu sein und über Dinge hinwegzusehen. Sonst wäre der Alltag ziemlich ungemütlich &#8211; für behinderte und nicht behinderte Menschen. Ich habe eher den Eindruck, dass sich behinderte Menschen viel zu wenig wehren und viel zu wenig kommunizieren, was ihnen eigentlich so tagtäglich passiert. Genau deshalb schreibe ich dieses Blog.</p>
<p>Und ja, es gibt viel Gedankenlosigkeit und Unbeholfenheit. Ich bin in einer größtenteils nicht behinderten Umgebung aufgewachsen und weiß, dass man auch als behinderter Mensch lernen muss, nicht alles auf die Goldwaage zu legen. ABER: Es gibt auch einen mindestens genauso großen Teil an bewusster Diskriminierung und Ignoranz. Und auch die Gedankenlosigkeit hat Ursachen. Nämlich unter anderen die, dass behinderte Menschen immer noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Und wer nicht sichtbar ist, den vergisst man. Insofern würde ich mich eher wünschen, dass zwar verziehen wird, aber nicht ohne vorher zu kommunizieren, was falsch gelaufen ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: hajo</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/07/26/819/comment-page-1/#comment-34530</link>
		<dc:creator>hajo</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Aug 2007 11:24:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/07/26/819/#comment-34530</guid>
		<description>@14 Christiane
Ich glaube, über meine Auffassung bezüglich der Akzeptanz von Behinderten habe ich deutlich genug gemacht.
Ich kann aus dem Betrag von Ingeborg nicht entnehmen, dass sie sich NICHT über Risiken und Nebenwirkungen der angedachten Behandlung informiert hat (habe ich übrigens bei keiner der mir bekannten ähnlichen Fälle beobachtet), somit ist das von Ihnen verwendete Attribut &quot;reflexartig&quot; doch wohl unzutreffend.
Sie haben etwas gegen das Wort Normalität als Gegensatz zu behindert sein. ok, diese Aversion konnte ich schon mehrfach beobachten, aber ist sie nicht eher das Problem der Behinderten, die meinen, Ihre Lebensumstände stets und ständig erklären oder gar entschuldigen zu müssen? Kein Mensch, der ein wenig Grips im Hirn hat, wird dies erwarten oder gar verlangen und die anderen, ja mit denen muss jeder, ob behindert oder nicht behindert fertig werden, denn die haben in der Regel nicht nur Probleme mit Behinderungen sondern auch mit &quot;der ganzen Welt&quot;.
Das meiste, was Sie als Unnormales klassieren, ist doch eher Gedankenlosigkeit. Und etwas sollten sich alle Menschen, gleich ob behindert oder nicht behindert bewahrt haben: das Vergessen und Verzeihen.
Aber vielleicht sehe ich das zu idealistisch!?
Gruss
Hajo</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@14 Christiane<br />
Ich glaube, über meine Auffassung bezüglich der Akzeptanz von Behinderten habe ich deutlich genug gemacht.<br />
Ich kann aus dem Betrag von Ingeborg nicht entnehmen, dass sie sich NICHT über Risiken und Nebenwirkungen der angedachten Behandlung informiert hat (habe ich übrigens bei keiner der mir bekannten ähnlichen Fälle beobachtet), somit ist das von Ihnen verwendete Attribut &#8220;reflexartig&#8221; doch wohl unzutreffend.<br />
Sie haben etwas gegen das Wort Normalität als Gegensatz zu behindert sein. ok, diese Aversion konnte ich schon mehrfach beobachten, aber ist sie nicht eher das Problem der Behinderten, die meinen, Ihre Lebensumstände stets und ständig erklären oder gar entschuldigen zu müssen? Kein Mensch, der ein wenig Grips im Hirn hat, wird dies erwarten oder gar verlangen und die anderen, ja mit denen muss jeder, ob behindert oder nicht behindert fertig werden, denn die haben in der Regel nicht nur Probleme mit Behinderungen sondern auch mit &#8220;der ganzen Welt&#8221;.<br />
Das meiste, was Sie als Unnormales klassieren, ist doch eher Gedankenlosigkeit. Und etwas sollten sich alle Menschen, gleich ob behindert oder nicht behindert bewahrt haben: das Vergessen und Verzeihen.<br />
Aber vielleicht sehe ich das zu idealistisch!?<br />
Gruss<br />
Hajo</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Christiane</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/07/26/819/comment-page-1/#comment-34529</link>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Aug 2007 10:32:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/07/26/819/#comment-34529</guid>
		<description>@Hajo
Nein, ich bin nicht genervt, so schnell geht das nicht, mich zu nerven. Ich versuche nur zu erklären, dass es wichtig ist, jemanden auch mit Behinderung zu akzeptieren und nicht reflexartig darüber nachzudenken, wie man die Behinderung wegkriegt.
Und nein, ich wünsche niemandem die &quot;Anpassung an die Normalität&quot;. Ich wünsche jedem, dass er die besten Hilfsmitteln für sich persönlich findet und vor allem die Behinderung annimmt und ein glückliches Leben führt. Mit dem Begriff &quot;Normalität&quot; kann ich in Bezug auf Behinderung nichts anfangen. Ich nehme für mich in Anspruch, normal zu sein, auch wenn ich Rollstuhlfahrerin bin. Ich finde es sehr verräterisch, wenn Menschen von Normalen und behinderten Menschen sprechen. 

So lange Behinderung von der Gesellschaft als etwas Unnormales empfunden wird, ist es noch ein weiter Weg zu Gleichberechtigung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Hajo<br />
Nein, ich bin nicht genervt, so schnell geht das nicht, mich zu nerven. Ich versuche nur zu erklären, dass es wichtig ist, jemanden auch mit Behinderung zu akzeptieren und nicht reflexartig darüber nachzudenken, wie man die Behinderung wegkriegt.<br />
Und nein, ich wünsche niemandem die &#8220;Anpassung an die Normalität&#8221;. Ich wünsche jedem, dass er die besten Hilfsmitteln für sich persönlich findet und vor allem die Behinderung annimmt und ein glückliches Leben führt. Mit dem Begriff &#8220;Normalität&#8221; kann ich in Bezug auf Behinderung nichts anfangen. Ich nehme für mich in Anspruch, normal zu sein, auch wenn ich Rollstuhlfahrerin bin. Ich finde es sehr verräterisch, wenn Menschen von Normalen und behinderten Menschen sprechen. </p>
<p>So lange Behinderung von der Gesellschaft als etwas Unnormales empfunden wird, ist es noch ein weiter Weg zu Gleichberechtigung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: hajo</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/07/26/819/comment-page-1/#comment-34522</link>
		<dc:creator>hajo</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Aug 2007 09:05:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/07/26/819/#comment-34522</guid>
		<description>@12 Christiane,
kann es sein, dass Sie zumindest genervt sind? Das ist jedoch ein schlechter Kommunikationspartner.

Ich stimme Ihnen zu, dass man zuerst einmal den Menschen so zu nehmen hat, wie er/sie ist (basta!), aber ist es wirklich so abwegig, für Behinderte (insbesondere die, welche sich in der Entwicklung befinden) eine gewisse Anpassung an die Normalität zu wünschen (nicht zu fordern!)?

Es ist doch wohl unbestritten, dass eine Behinderung etwas verhindert, was andere können. Ob dies ein wirklicher Nachteil ist oder ob Behinderte nicht durch diesen &quot;Umstand&quot; (mir fällt grad nichts Besseres ein) zu &quot;Dingen&quot; fähig sind, zu denen wir &quot;Normalos&quot; keinen oder nur mühsamen Zugriff haben, weiss ich nicht, kann&#039;s mir aber vorstellen. 

Aber, bei aller Barrierefreiheit und allem aufzubringenden Verständnis sollten Sie eines nicht vergessen: Es wird immer Mitmenschen geben, die vergessen/verdrängt oder nie gelernt haben, sich die Lebensumstände von Behinderten (zumal es ja nun eine ganze Menge erheblich unterschiedlicher Behinderungen mit ebenso unterschiedlichen Bedürfnissen gibt) vor Augen zu führen. 

Dabei fällt mir noch ein: können Sie wirklich ausschliessen, dass alle Behinderten für alle anderen Behinderten/Behinderungen Verständnis aufbringen?

Abschliessend herzlichen Dank für dieses blog, auch für die Emotionen, die Sie manchmal rauslassen. &quot;Wir Normalos&quot; (wieder mal so eine tolle Verallgemeinerung, aber ich denke, Sie können damit umgehen) sind in unserer Welt so gefangen (ich mein&#039; das nicht ironisch!!!), dass es notwendig ist, auch Einblicke in diesen Teil des Lebens zu erhalten.

Gruss
hajo</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@12 Christiane,<br />
kann es sein, dass Sie zumindest genervt sind? Das ist jedoch ein schlechter Kommunikationspartner.</p>
<p>Ich stimme Ihnen zu, dass man zuerst einmal den Menschen so zu nehmen hat, wie er/sie ist (basta!), aber ist es wirklich so abwegig, für Behinderte (insbesondere die, welche sich in der Entwicklung befinden) eine gewisse Anpassung an die Normalität zu wünschen (nicht zu fordern!)?</p>
<p>Es ist doch wohl unbestritten, dass eine Behinderung etwas verhindert, was andere können. Ob dies ein wirklicher Nachteil ist oder ob Behinderte nicht durch diesen &#8220;Umstand&#8221; (mir fällt grad nichts Besseres ein) zu &#8220;Dingen&#8221; fähig sind, zu denen wir &#8220;Normalos&#8221; keinen oder nur mühsamen Zugriff haben, weiss ich nicht, kann&#8217;s mir aber vorstellen. </p>
<p>Aber, bei aller Barrierefreiheit und allem aufzubringenden Verständnis sollten Sie eines nicht vergessen: Es wird immer Mitmenschen geben, die vergessen/verdrängt oder nie gelernt haben, sich die Lebensumstände von Behinderten (zumal es ja nun eine ganze Menge erheblich unterschiedlicher Behinderungen mit ebenso unterschiedlichen Bedürfnissen gibt) vor Augen zu führen. </p>
<p>Dabei fällt mir noch ein: können Sie wirklich ausschliessen, dass alle Behinderten für alle anderen Behinderten/Behinderungen Verständnis aufbringen?</p>
<p>Abschliessend herzlichen Dank für dieses blog, auch für die Emotionen, die Sie manchmal rauslassen. &#8220;Wir Normalos&#8221; (wieder mal so eine tolle Verallgemeinerung, aber ich denke, Sie können damit umgehen) sind in unserer Welt so gefangen (ich mein&#8217; das nicht ironisch!!!), dass es notwendig ist, auch Einblicke in diesen Teil des Lebens zu erhalten.</p>
<p>Gruss<br />
hajo</p>
]]></content:encoded>
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		<title>By: Christiane</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/07/26/819/comment-page-1/#comment-34474</link>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Aug 2007 13:20:48 +0000</pubDate>
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		<description>@Ingeborg
Hilfsmittel sind dazu da, um Menschen das Leben zu erleichtern und nicht um &quot;Normalität&quot; zu erreichen. Das ist genau das, was mich an Deinen Kommentaren so stört. Das ist ein ein großer Unterschied.

Für jemanden, der nicht gehen kann, ist es problemlos möglich, einen Rollstuhl zu nutzen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Das ist aber längst nicht immer so. Ich kenne die Frau nicht, ich weiß nicht wie lange sie schon nicht sprechen kann und wieso, so lange ich dass nicht weiß, kann ich doch nicht sagen, was für sie gut ist. Vielleicht hat sie ja sogar einen Talker, setzt ihn aber aus verschiedenen Gründen im Kundenkontakt nicht ein.

Es sollte bei Hilfsmitteln und Therapien wirklich nur darum gehen, ob sie was nutzen, ob sie der Mensch, der sie nutzt wirklich braucht und vor allem selbst will. Und das CI ist nochmal eine ganz andere Ebene des Themas. Da geht es ja nicht darum, ob man das einfach nutzt, sondern ob man sich operieren lässt, sich das Ding in den Kopf einsetzen lässt und welche Rolle die Gebärdensprache noch spielt oder nicht. Auch CI-Träger haben immernoch eine Hörbehinderung, auch wenn viele Eltern hoffen, das sei anschließend nicht mehr so. Das Thema ist wirklich komplexer als die Frage Talker ja oder nein. 
Gleiches gilt für die Frage nach der Hormontherapie. Ich kenne die Nebenwirkungen nicht. Aber auch da kann es doch nur um die Frage geht, nutzt es dem Kind oder schadet es und nicht darum, &quot;Normalität&quot; herzustellen. Was mich wirklich stört ist, dass Behinderung in erster Linie als medizinisches Problem angesehen wird, das medizinisch gelöst werden muss. Das gelingt erstens in den wenigsten Fällen und zweitens würde ich gerne mal die gleiche Energie darauf verwendet sehen, den Menschen Selbstbewusstsein mit auf den Weg zu geben und nicht ständig zu signalisieren, es sei etwas nicht in Ordnung mit ihnen. Das gleiche betrifft auch die Eltern. Die kriegen auch ständig erzählt, sie müssen noch dies und jenes machen, weil etwas nicht in Ordnung ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ingeborg<br />
Hilfsmittel sind dazu da, um Menschen das Leben zu erleichtern und nicht um &#8220;Normalität&#8221; zu erreichen. Das ist genau das, was mich an Deinen Kommentaren so stört. Das ist ein ein großer Unterschied.</p>
<p>Für jemanden, der nicht gehen kann, ist es problemlos möglich, einen Rollstuhl zu nutzen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Das ist aber längst nicht immer so. Ich kenne die Frau nicht, ich weiß nicht wie lange sie schon nicht sprechen kann und wieso, so lange ich dass nicht weiß, kann ich doch nicht sagen, was für sie gut ist. Vielleicht hat sie ja sogar einen Talker, setzt ihn aber aus verschiedenen Gründen im Kundenkontakt nicht ein.</p>
<p>Es sollte bei Hilfsmitteln und Therapien wirklich nur darum gehen, ob sie was nutzen, ob sie der Mensch, der sie nutzt wirklich braucht und vor allem selbst will. Und das CI ist nochmal eine ganz andere Ebene des Themas. Da geht es ja nicht darum, ob man das einfach nutzt, sondern ob man sich operieren lässt, sich das Ding in den Kopf einsetzen lässt und welche Rolle die Gebärdensprache noch spielt oder nicht. Auch CI-Träger haben immernoch eine Hörbehinderung, auch wenn viele Eltern hoffen, das sei anschließend nicht mehr so. Das Thema ist wirklich komplexer als die Frage Talker ja oder nein.<br />
Gleiches gilt für die Frage nach der Hormontherapie. Ich kenne die Nebenwirkungen nicht. Aber auch da kann es doch nur um die Frage geht, nutzt es dem Kind oder schadet es und nicht darum, &#8220;Normalität&#8221; herzustellen. Was mich wirklich stört ist, dass Behinderung in erster Linie als medizinisches Problem angesehen wird, das medizinisch gelöst werden muss. Das gelingt erstens in den wenigsten Fällen und zweitens würde ich gerne mal die gleiche Energie darauf verwendet sehen, den Menschen Selbstbewusstsein mit auf den Weg zu geben und nicht ständig zu signalisieren, es sei etwas nicht in Ordnung mit ihnen. Das gleiche betrifft auch die Eltern. Die kriegen auch ständig erzählt, sie müssen noch dies und jenes machen, weil etwas nicht in Ordnung ist.</p>
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