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	<title>Kommentare zu: Kampf der Behinderung</title>
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	<description>Blog von Christiane Link</description>
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		<title>By: Thade</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/01/16/697/comment-page-1/#comment-26862</link>
		<dc:creator>Thade</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Feb 2007 21:27:17 +0000</pubDate>
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		<description>Hi
sehr toll das alles hier!
aber für mich ist an stand up viel interessanter was denn mit den ganzen spenden passiert, bzw WELCHEN querschnittgelähmten geholfen wird. nur ihm selbst? 
er sammelt für dekumatrazeN, 7000 euro eine, wieviele leute spenden denn da dann?
auf jeden fall auch ne art sich seoinen lebensunterhalt zu verdienen!
gruss</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi<br />
sehr toll das alles hier!<br />
aber für mich ist an stand up viel interessanter was denn mit den ganzen spenden passiert, bzw WELCHEN querschnittgelähmten geholfen wird. nur ihm selbst?<br />
er sammelt für dekumatrazeN, 7000 euro eine, wieviele leute spenden denn da dann?<br />
auf jeden fall auch ne art sich seoinen lebensunterhalt zu verdienen!<br />
gruss</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Dorothea</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/01/16/697/comment-page-1/#comment-26573</link>
		<dc:creator>Dorothea</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jan 2007 21:00:45 +0000</pubDate>
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		<description>@cabronsito

Aber ist es nicht eine Variante von Mitleid, sog. &quot;Behinderte&quot; als ENGEL darzustellen, also auch wieder als etwas Besonderes, Hervorgehobenes, nicht-ganz-Menschliches trotz natürlicher Geburt? Sie quasi als &quot;Ausgleich&quot; zu ihrem &quot;Mangeldasein&quot; zu überhöhen?

Auch sog. &quot;Behinderte&quot; können böse, falsch, hinterlistig sein neben &quot;guten&quot; Eigenschaften - genau so wie Nicht&quot;behinderte&quot; auch. Also nichts mit durchgängig direkter Kommunikation mit Gott, nichts mit Engelsgleichheit, nichts mit immerwährender Liebe. Zumindest nicht über den &quot;Normalzustand&quot; hinaus.

Dieser ewige Blick der &quot;Normalen&quot; auf die ach so besonderen &quot;Behindis&quot; .... er nervt zum Gottserbarmen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@cabronsito</p>
<p>Aber ist es nicht eine Variante von Mitleid, sog. &#8220;Behinderte&#8221; als ENGEL darzustellen, also auch wieder als etwas Besonderes, Hervorgehobenes, nicht-ganz-Menschliches trotz natürlicher Geburt? Sie quasi als &#8220;Ausgleich&#8221; zu ihrem &#8220;Mangeldasein&#8221; zu überhöhen?</p>
<p>Auch sog. &#8220;Behinderte&#8221; können böse, falsch, hinterlistig sein neben &#8220;guten&#8221; Eigenschaften &#8211; genau so wie Nicht&#8221;behinderte&#8221; auch. Also nichts mit durchgängig direkter Kommunikation mit Gott, nichts mit Engelsgleichheit, nichts mit immerwährender Liebe. Zumindest nicht über den &#8220;Normalzustand&#8221; hinaus.</p>
<p>Dieser ewige Blick der &#8220;Normalen&#8221; auf die ach so besonderen &#8220;Behindis&#8221; &#8230;. er nervt zum Gottserbarmen &#8230;</p>
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		<title>By: Dorothea</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/01/16/697/comment-page-1/#comment-26572</link>
		<dc:creator>Dorothea</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jan 2007 19:46:05 +0000</pubDate>
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		<description>Ich bin so eine &quot;spätbehinderte&quot; Rollstuhlfahrerin. Meine sogenannte &quot;Behinderung&quot; wurde mit 30 diagnostiziert, mit 38 fing ich mit dem Rollstuhlfahren an.

Vor der Diagnose galt ich schlichtweg als &quot;häßlich, aber normal&quot;, und ich kann nur sagen: mit der Diagnose (Achondrodysplasie) lebt es sich bedeutend leichter (man muss sich nicht selbst ständig um &quot;Verbesserung&quot; des angeblich unannehmbaren Äußeren bemühen, was bedeutet, irgendeiner &quot;Normalität&quot; nachzujagen, wenn frau endlich weiß: die &quot;Unnormalität&quot; ist nicht einfach Ungeschicklichkeit bzgl. &quot;kaschierender&quot; Kleidung oder Make-Up, sondern hat Gründe).

Ich bin 8 Jahre lang mehr durch die Welt geschlichen als gegangen, bis ich endlich auch bei der dümmsten Krankenkasse der Welt durchhatte, dass ich nicht von OP zu OP hetzen und zwischendurch auf dem Sofa verrotten wollte, sondern schlicht und einfach meine mangelnde Gehfähigkeit durch einen Rollstuhl auszugleichen gedachte.

Vor den Rollstuhl wurde allerdings eine Psychotherapie angesetzt, es war zu klären, ob ich mich mit meinem Wunsch nur &quot;in den Mittelpunkt stellen&quot;, &quot;Aufmerksamkeit erhaschen&quot; oder &quot;Mitleid erlangen&quot; wollte.

Auf das Naheliegende, nämlich: meinen Radius endlich wieder erweitern, kamen die Damen Psychologinnen natürlich erst nach sitzunglangen Erörterungen und - selbstverständlich - Tests.

Kurz und prägnant: ich leide nicht. Zumindest nicht unterm Rollstuhlfahren, was mir nach 4 Jahren immer noch hin und wieder so richtig Spaß macht, weil ich so mühelos meine Wohnung verlassen und in die Welt kommen kann. Anderseits: ich leide tatsächlich. An der Ignoranz, dem Mitleid und vor allem &quot;dem Umgang mit Behinderten&quot;, der aus Rollstuhlfahren ein Draaaaaaama macht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin so eine &#8220;spätbehinderte&#8221; Rollstuhlfahrerin. Meine sogenannte &#8220;Behinderung&#8221; wurde mit 30 diagnostiziert, mit 38 fing ich mit dem Rollstuhlfahren an.</p>
<p>Vor der Diagnose galt ich schlichtweg als &#8220;häßlich, aber normal&#8221;, und ich kann nur sagen: mit der Diagnose (Achondrodysplasie) lebt es sich bedeutend leichter (man muss sich nicht selbst ständig um &#8220;Verbesserung&#8221; des angeblich unannehmbaren Äußeren bemühen, was bedeutet, irgendeiner &#8220;Normalität&#8221; nachzujagen, wenn frau endlich weiß: die &#8220;Unnormalität&#8221; ist nicht einfach Ungeschicklichkeit bzgl. &#8220;kaschierender&#8221; Kleidung oder Make-Up, sondern hat Gründe).</p>
<p>Ich bin 8 Jahre lang mehr durch die Welt geschlichen als gegangen, bis ich endlich auch bei der dümmsten Krankenkasse der Welt durchhatte, dass ich nicht von OP zu OP hetzen und zwischendurch auf dem Sofa verrotten wollte, sondern schlicht und einfach meine mangelnde Gehfähigkeit durch einen Rollstuhl auszugleichen gedachte.</p>
<p>Vor den Rollstuhl wurde allerdings eine Psychotherapie angesetzt, es war zu klären, ob ich mich mit meinem Wunsch nur &#8220;in den Mittelpunkt stellen&#8221;, &#8220;Aufmerksamkeit erhaschen&#8221; oder &#8220;Mitleid erlangen&#8221; wollte.</p>
<p>Auf das Naheliegende, nämlich: meinen Radius endlich wieder erweitern, kamen die Damen Psychologinnen natürlich erst nach sitzunglangen Erörterungen und &#8211; selbstverständlich &#8211; Tests.</p>
<p>Kurz und prägnant: ich leide nicht. Zumindest nicht unterm Rollstuhlfahren, was mir nach 4 Jahren immer noch hin und wieder so richtig Spaß macht, weil ich so mühelos meine Wohnung verlassen und in die Welt kommen kann. Anderseits: ich leide tatsächlich. An der Ignoranz, dem Mitleid und vor allem &#8220;dem Umgang mit Behinderten&#8221;, der aus Rollstuhlfahren ein Draaaaaaama macht.</p>
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	<item>
		<title>By: outsider</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/01/16/697/comment-page-1/#comment-26540</link>
		<dc:creator>outsider</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jan 2007 22:56:46 +0000</pubDate>
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		<description>In Deutschland ist die allgemeine Einstellung zum Rollstuhl eindeutig negativ. Der Rollstuhl wird nicht als Erweiterung von Lebensqualität gesehen. In den USA sieht man das anders. In Vergnügungsparks gibt es eine ganze Flotte von Elektrorollstühlen zum Ausleihen, die auch genutzt werden. Und das nicht nur von Schwerstgehbehinderten. Es ist dort auch völlig normal, dass Behinderte an allen Aktivitäten teilnehmen. Die Barrierefreiheit macht es auch fast immer möglich.

Ich stimme auch Christiane zu. Forschung ist gut und richtig, aber an erster Stelle muss die öffentliche Akzeptanz Behinderter stehen. Erst dann wird auch der Betroffene sich mit seiner Behinderung arrangieren. Der ewige Wunschtraum nach Unversehrtheit ist eher hinderlich. 

Mehrmals wurde in den Kommentaren geäußert, dass Erwachsene nach einer plötzlich eingetretenen Behinderung sich schwerer damit abfinden können als Kinder. Das stimmt nicht. Kinder leiden auch, immer wieder mal und in der Pubertät ganz besonders. Nur können Kinder das nicht so gut artikulieren. Sie machen alles, um gleich zu sein. Sie empfinden wie jedes Kind auch Freude, Glück und Zufriedenheit. Aber bei besonderen Ereignissen empfinden sie auch ganz tiefe Trauer. Nur, sie lernen mit zunehmendem Alter damit umzugehen und ihre Möglichkeiten einzuschätzen. Erwachsene lernen es auch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland ist die allgemeine Einstellung zum Rollstuhl eindeutig negativ. Der Rollstuhl wird nicht als Erweiterung von Lebensqualität gesehen. In den USA sieht man das anders. In Vergnügungsparks gibt es eine ganze Flotte von Elektrorollstühlen zum Ausleihen, die auch genutzt werden. Und das nicht nur von Schwerstgehbehinderten. Es ist dort auch völlig normal, dass Behinderte an allen Aktivitäten teilnehmen. Die Barrierefreiheit macht es auch fast immer möglich.</p>
<p>Ich stimme auch Christiane zu. Forschung ist gut und richtig, aber an erster Stelle muss die öffentliche Akzeptanz Behinderter stehen. Erst dann wird auch der Betroffene sich mit seiner Behinderung arrangieren. Der ewige Wunschtraum nach Unversehrtheit ist eher hinderlich. </p>
<p>Mehrmals wurde in den Kommentaren geäußert, dass Erwachsene nach einer plötzlich eingetretenen Behinderung sich schwerer damit abfinden können als Kinder. Das stimmt nicht. Kinder leiden auch, immer wieder mal und in der Pubertät ganz besonders. Nur können Kinder das nicht so gut artikulieren. Sie machen alles, um gleich zu sein. Sie empfinden wie jedes Kind auch Freude, Glück und Zufriedenheit. Aber bei besonderen Ereignissen empfinden sie auch ganz tiefe Trauer. Nur, sie lernen mit zunehmendem Alter damit umzugehen und ihre Möglichkeiten einzuschätzen. Erwachsene lernen es auch.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Jasper</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/01/16/697/comment-page-1/#comment-26533</link>
		<dc:creator>Jasper</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jan 2007 21:03:10 +0000</pubDate>
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		<description>Es ging nicht um die Überwindung von Distanzen, sondern die Überwindung &quot;natürlicher&quot; Barrieren,wie Sand und Fels. Nicht zur Erreichung eines bestimmten Zieles, sondern ihrer selbstwillen...
Desweiteren beschreibst du ein sehr schönes Phänomen... Ähnlich war es auch mit den Erfindungen des Mobiltelefons und ähnlich wird es auch sein in der medizinischen Forschung...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ging nicht um die Überwindung von Distanzen, sondern die Überwindung &#8220;natürlicher&#8221; Barrieren,wie Sand und Fels. Nicht zur Erreichung eines bestimmten Zieles, sondern ihrer selbstwillen&#8230;<br />
Desweiteren beschreibst du ein sehr schönes Phänomen&#8230; Ähnlich war es auch mit den Erfindungen des Mobiltelefons und ähnlich wird es auch sein in der medizinischen Forschung&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: bp</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/01/16/697/comment-page-1/#comment-26525</link>
		<dc:creator>bp</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jan 2007 11:42:56 +0000</pubDate>
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		<description>@Jasper (#8):
Vor etwas mehr als einhundert Jahre konnte sich der Mensch nur an Gott wenden, wenn er große Distanzen schnell und bequem überwinden wollte. Da auch damals schon der Kontakt zu Gott schon nicht so gut war, blieb es ein Traum.
Die Gebründer Wright zeigten schließlich, daß eine - von Menschen gebaute - Flugmaschine funktionieren kann. Die Fliegerei war jedoch lange Zeit nur eine Spielerei für ein paar Verrückte. Das Flugzeug entwickelte sich über einen großen Zeitraum weiter und wurde erst um die Jahrtausendwende zu dem, was es heute ist: Eine technische Lösung um große Distanzen schnell und bequem überwinden zu können.
Zugegeben: Dieser Fortschritt war für die Gesellschaft nicht gratis zu haben. Sie hat (in Form von Steuern) die Infrastruktur bezahlt, mußte aber auch an einigen Stellen in Form von eingeschränkter Lebensqualität &quot;bezahlen&quot; (Fluglärm, Klimawandel, ...).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jasper (#8):<br />
Vor etwas mehr als einhundert Jahre konnte sich der Mensch nur an Gott wenden, wenn er große Distanzen schnell und bequem überwinden wollte. Da auch damals schon der Kontakt zu Gott schon nicht so gut war, blieb es ein Traum.<br />
Die Gebründer Wright zeigten schließlich, daß eine &#8211; von Menschen gebaute &#8211; Flugmaschine funktionieren kann. Die Fliegerei war jedoch lange Zeit nur eine Spielerei für ein paar Verrückte. Das Flugzeug entwickelte sich über einen großen Zeitraum weiter und wurde erst um die Jahrtausendwende zu dem, was es heute ist: Eine technische Lösung um große Distanzen schnell und bequem überwinden zu können.<br />
Zugegeben: Dieser Fortschritt war für die Gesellschaft nicht gratis zu haben. Sie hat (in Form von Steuern) die Infrastruktur bezahlt, mußte aber auch an einigen Stellen in Form von eingeschränkter Lebensqualität &#8220;bezahlen&#8221; (Fluglärm, Klimawandel, &#8230;).</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Ingeborg</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/01/16/697/comment-page-1/#comment-26522</link>
		<dc:creator>Ingeborg</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jan 2007 10:11:19 +0000</pubDate>
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		<description>Hi,
Na, dann sehen wir das ja eigentlich ähnlich oder gleich, ich versuche vieles Invasives von meinem Sohn fernzuhalten, wenn ich keinen Nutzen sehe, da die Ursache seiner Behinderung unklar ist, werde ich immer wieder von Ärzten zu weiteren Untersuchungen gedrängt, spätestens wenn es heißt, jegliches erzieltes Ergebnis hätte für ihn keine Bedeutung blase ich immer ab, da ich ihn mit keinen Untersuchungen belasten will, die nur der Neugierbefriedigung der Ärzte dient. Ich kann mit einer unklaren Genese gut leben.

Was ich leider im Umfeld wie Schule etc viel beobachte sind ungeeignete Hilfsmittel für Kinder, weil sie einfach schlecht versorgt werden.

Ein Mädchen hat kaum Kraft in den Armen und bekommt einen Klapprollstuhl, der ja per se schwerer ist und dann wird dieser wieder im Rücken versteift, damit ein Einhandschieben möglich ist, was wieder über 1 kg Gewicht auf den Rollstuhl raufpackt und die Klappfunktion ad absurdum führt. Die Familie hat einen Bus, das Mädchen fährt im Rollstuhl Auto.
Das Ergebnis ist, sie kann den Rollstuhl  nicht selbständig fahren, da er einfach zu schwer ist, das geht eben nur auf bestimmten Bodenbelägen über kurze Strecken. Ein leichterer Rollstuhl würde ihr mehr Bewegungsfreiheit  geben. Aber in der Schule ist ein deutliches Zusammenwirken zwischen dem angeschlossenen KH und einem Orthopädiehaus zu beobachten, die zusammenarbeiten und andere Versorgungen, die deutlich besser sind, einfach ablehnen. Ich breche da immer aus und muß diesbezüglich viel Nervenstärke haben unseren Weg zu gehen und zu vertreten.

Liebe Grüße von Ingeborg mal so über die Nordsee</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi,<br />
Na, dann sehen wir das ja eigentlich ähnlich oder gleich, ich versuche vieles Invasives von meinem Sohn fernzuhalten, wenn ich keinen Nutzen sehe, da die Ursache seiner Behinderung unklar ist, werde ich immer wieder von Ärzten zu weiteren Untersuchungen gedrängt, spätestens wenn es heißt, jegliches erzieltes Ergebnis hätte für ihn keine Bedeutung blase ich immer ab, da ich ihn mit keinen Untersuchungen belasten will, die nur der Neugierbefriedigung der Ärzte dient. Ich kann mit einer unklaren Genese gut leben.</p>
<p>Was ich leider im Umfeld wie Schule etc viel beobachte sind ungeeignete Hilfsmittel für Kinder, weil sie einfach schlecht versorgt werden.</p>
<p>Ein Mädchen hat kaum Kraft in den Armen und bekommt einen Klapprollstuhl, der ja per se schwerer ist und dann wird dieser wieder im Rücken versteift, damit ein Einhandschieben möglich ist, was wieder über 1 kg Gewicht auf den Rollstuhl raufpackt und die Klappfunktion ad absurdum führt. Die Familie hat einen Bus, das Mädchen fährt im Rollstuhl Auto.<br />
Das Ergebnis ist, sie kann den Rollstuhl  nicht selbständig fahren, da er einfach zu schwer ist, das geht eben nur auf bestimmten Bodenbelägen über kurze Strecken. Ein leichterer Rollstuhl würde ihr mehr Bewegungsfreiheit  geben. Aber in der Schule ist ein deutliches Zusammenwirken zwischen dem angeschlossenen KH und einem Orthopädiehaus zu beobachten, die zusammenarbeiten und andere Versorgungen, die deutlich besser sind, einfach ablehnen. Ich breche da immer aus und muß diesbezüglich viel Nervenstärke haben unseren Weg zu gehen und zu vertreten.</p>
<p>Liebe Grüße von Ingeborg mal so über die Nordsee</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Christiane</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/01/16/697/comment-page-1/#comment-26521</link>
		<dc:creator>Christiane</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jan 2007 09:15:03 +0000</pubDate>
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		<description>@Ingeborg
Ich habe nichts per se gegen Therapiemöglichkeiten, aber man muss mit dem Thema realistisch umgehen. Was ich sagen will ist, dass die Akzeptanz der eigenen Behinderung aber die oberste Priorität haben muss - man wird sie im Zweifelsfall eben nicht los und muss mit ihr leben. Und ich finde auch, dass die Suche nach Therapien irgendwann auch mal ein Ende haben muss, wenn es keine gibt.

Ich bin als Kind 10 Mal operiert worden und war auf der Station ein Kind mit verhältnismäßig wenig Operationen. Davon waren genau 1,5 Operationen sinnvoll. Auf meiner Station lagen Kinder mit ähnlichen Behinderungen, die 40, 50 Mal operiert wurden und ich fürchte, deren Erfolgsquote war ähnlich wie meine. 

Ich bin wirklich für Förderung im Kindesalter, aber man muss sich bei dem Thema Therpie etc. im Klaren sein, dass man den Kindern auch signalisiert, dass sie so, wie sie sind, nicht in Ordnung sind und dass deshalb etwas getan werden muss. Ich finde, auch für Eltern gilt: An erster Stelle steht die Akzeptanz der Behinderung, dann kommt auch das Kind besser klar damit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ingeborg<br />
Ich habe nichts per se gegen Therapiemöglichkeiten, aber man muss mit dem Thema realistisch umgehen. Was ich sagen will ist, dass die Akzeptanz der eigenen Behinderung aber die oberste Priorität haben muss &#8211; man wird sie im Zweifelsfall eben nicht los und muss mit ihr leben. Und ich finde auch, dass die Suche nach Therapien irgendwann auch mal ein Ende haben muss, wenn es keine gibt.</p>
<p>Ich bin als Kind 10 Mal operiert worden und war auf der Station ein Kind mit verhältnismäßig wenig Operationen. Davon waren genau 1,5 Operationen sinnvoll. Auf meiner Station lagen Kinder mit ähnlichen Behinderungen, die 40, 50 Mal operiert wurden und ich fürchte, deren Erfolgsquote war ähnlich wie meine. </p>
<p>Ich bin wirklich für Förderung im Kindesalter, aber man muss sich bei dem Thema Therpie etc. im Klaren sein, dass man den Kindern auch signalisiert, dass sie so, wie sie sind, nicht in Ordnung sind und dass deshalb etwas getan werden muss. Ich finde, auch für Eltern gilt: An erster Stelle steht die Akzeptanz der Behinderung, dann kommt auch das Kind besser klar damit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Ingeborg</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/01/16/697/comment-page-1/#comment-26520</link>
		<dc:creator>Ingeborg</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jan 2007 06:57:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/01/16/697/#comment-26520</guid>
		<description>Hallo,
schwieriges Thema und sehr individuell, als die Diagnose Tetraspastik bei meinem Sohn stand, habe ich alles mögliche unternommen und bin um die Welt gereist, war in der Ukraine in Ungarn, habe hier viele Programme etc mitgenommen. Mir wurde immer wieder gesagt, ich solle mich abfinden, auch im
Rolli sei er aktiv etc. Mein Sohn läuft jetzt, läuft auch über weite Strecken, wenn es auch nicht gut aussieht und er häufiger mal stürzt, aber dennoch, er liebt die Bewegung.
Nach einer OP mußte er mit Oberschenkelgipsen im Rollstuhl sitzen, er hat es gehaßt. Wir mußten im Nachhinein alle Fotos aus der Zeit vernichten, er hat darauf bestanden.
Daher sage ich für mich, ich habe für ihn das richtige getan. Leider haben meine Bemühungen hinsichtlich aktiver Lautsprache (Sprachapraxie) nichts bewirkt und er ist weiterhin auf einen Talker angewiesen. Immmer wieder werden mir neue Therapien von Seiten der Familie vorgeschlagen und da reagiere ich genauso pieksig wie Du auf den kommentierten Beitrag. Man solle sich abfinden, es ist nichts zu machen und auch eine Kommunikation mit einem Sprachcomputer kann zu einem erfüllten Leben führen.

Klar soll man den Behinderten nicht immer Defektorientiert betrachten, aber man muß auch den Blick auf sinnvolle Therapien und Behandlungsmöglichkeiten werfen. Margarete Steiff bekam zu hören, ihre Behinderung sei eine Strafe Gottes und eine möglich wirksame Therapie Götteslästerung. Das ist dann die andere Extremseite, die auch nicht richtig sein kann.

Liebe Grüße von Ingeborg</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,<br />
schwieriges Thema und sehr individuell, als die Diagnose Tetraspastik bei meinem Sohn stand, habe ich alles mögliche unternommen und bin um die Welt gereist, war in der Ukraine in Ungarn, habe hier viele Programme etc mitgenommen. Mir wurde immer wieder gesagt, ich solle mich abfinden, auch im<br />
Rolli sei er aktiv etc. Mein Sohn läuft jetzt, läuft auch über weite Strecken, wenn es auch nicht gut aussieht und er häufiger mal stürzt, aber dennoch, er liebt die Bewegung.<br />
Nach einer OP mußte er mit Oberschenkelgipsen im Rollstuhl sitzen, er hat es gehaßt. Wir mußten im Nachhinein alle Fotos aus der Zeit vernichten, er hat darauf bestanden.<br />
Daher sage ich für mich, ich habe für ihn das richtige getan. Leider haben meine Bemühungen hinsichtlich aktiver Lautsprache (Sprachapraxie) nichts bewirkt und er ist weiterhin auf einen Talker angewiesen. Immmer wieder werden mir neue Therapien von Seiten der Familie vorgeschlagen und da reagiere ich genauso pieksig wie Du auf den kommentierten Beitrag. Man solle sich abfinden, es ist nichts zu machen und auch eine Kommunikation mit einem Sprachcomputer kann zu einem erfüllten Leben führen.</p>
<p>Klar soll man den Behinderten nicht immer Defektorientiert betrachten, aber man muß auch den Blick auf sinnvolle Therapien und Behandlungsmöglichkeiten werfen. Margarete Steiff bekam zu hören, ihre Behinderung sei eine Strafe Gottes und eine möglich wirksame Therapie Götteslästerung. Das ist dann die andere Extremseite, die auch nicht richtig sein kann.</p>
<p>Liebe Grüße von Ingeborg</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Otti</title>
		<link>http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2007/01/16/697/comment-page-1/#comment-26506</link>
		<dc:creator>Otti</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2007 20:38:46 +0000</pubDate>
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		<description>@Daniela:

Danke für&#039;s Augen öffnen, aber bis dahin empfehle  ich elektrische Türöffner.... (Sorry, couldn&#039;t resist. :-) )

Es geht nicht um Hoffnung haben oder nicht, sondern es geht um die eigene Selbstverständlichkeit: Wer bin ich und welche Eigenschaften gehören zu mir und werde ich trotz meines Andersseins gleichberechtigt behandelt und von der Gesellschaft akzeptiert?

Ich zitiere mal den norwegischn Behindertenaktivist Lars Odegard:
&quot;Mein Grundproblem ist nicht meine Diagnose, meine Schmerzen oder meine schlechte Durchblutung. Mein Problem ist nicht, dass ich nicht laufen kann oder dass ich keinen Bierkrug stemmen kann. Mein Problem ist nicht der Rollstuhl.

Mein Problem ist, dass ich auf der Straße stehen bleiben muss, wenn meine Tochter mit mir einkaufen gehen möchte, um das Kleid zu kaufen, das sie möchte.
Mein Problem ist, dass ich jedes Mal im Restaurant durstig bleiben muss, weil es keine geeigneten Toiletten gibt, die ich nutzen kann. Mein Problem sind die Einstellungen und Barrieren, die mich vom Rest der Gesellschaft ausschließen.

Was ist das in unserer Kultur, das der Gesellschaft das Recht gibt, mich aus einem defektologischen Blickwinkel zu betrachten und als Antwort auf die Fragen, die mich betreffen, eine Art medizinischen Korrigierungswahn anzubringen, wenn für jeden anderen Politik die Antwort wäre.&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Daniela:</p>
<p>Danke für&#8217;s Augen öffnen, aber bis dahin empfehle  ich elektrische Türöffner&#8230;. (Sorry, couldn&#8217;t resist. :-) )</p>
<p>Es geht nicht um Hoffnung haben oder nicht, sondern es geht um die eigene Selbstverständlichkeit: Wer bin ich und welche Eigenschaften gehören zu mir und werde ich trotz meines Andersseins gleichberechtigt behandelt und von der Gesellschaft akzeptiert?</p>
<p>Ich zitiere mal den norwegischn Behindertenaktivist Lars Odegard:<br />
&#8220;Mein Grundproblem ist nicht meine Diagnose, meine Schmerzen oder meine schlechte Durchblutung. Mein Problem ist nicht, dass ich nicht laufen kann oder dass ich keinen Bierkrug stemmen kann. Mein Problem ist nicht der Rollstuhl.</p>
<p>Mein Problem ist, dass ich auf der Straße stehen bleiben muss, wenn meine Tochter mit mir einkaufen gehen möchte, um das Kleid zu kaufen, das sie möchte.<br />
Mein Problem ist, dass ich jedes Mal im Restaurant durstig bleiben muss, weil es keine geeigneten Toiletten gibt, die ich nutzen kann. Mein Problem sind die Einstellungen und Barrieren, die mich vom Rest der Gesellschaft ausschließen.</p>
<p>Was ist das in unserer Kultur, das der Gesellschaft das Recht gibt, mich aus einem defektologischen Blickwinkel zu betrachten und als Antwort auf die Fragen, die mich betreffen, eine Art medizinischen Korrigierungswahn anzubringen, wenn für jeden anderen Politik die Antwort wäre.&#8221;</p>
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