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Alles wie gehabt

Ich bin gestern zum ersten Mal richtig Bahn gefahren in Großbritannien. Um es vorweg zu sagen: Es war ziemlich enttäuschend. Alles lief fast genauso ab wie bei der Deutschen Bahn – ziemlich nervtötend.

Ich hatte mich entschieden, zu einer Veranstaltung der Deutsch-Britischen Handelskammer nach Birmingham zu fahren. Morgens vermeldete der Verkehrsfunk aber bereits Staus überall und dann entschied ich mich, mit VirginTrains nach Birmingham zu fahren anstatt mit dem Auto. Auf der Internetseite wurde ich schon darüber aufgeklärt, dass man sich als Rollstuhlfahrer 24 Stunden vorher anmelden sollte. Das ist bei der Deutschen Bahn auch so und ich finde das eine Zumutung. Es sollte doch im Jahr 2008 möglich sein, auch als behinderter Reisender mal spontan von A nach B zu fahren.

Ich rief die Hotline trotz 20-stündiger Verspätung dennoch an. Dort blaffte man mich sofort an, dass ich eigentlich 24 Stunden vorher anmelden müsse. „Und was ist, wenn ich vor 24 Stunden noch nicht wusste, dass ich mit Ihnen fahren möchte?“, fragte ich die Dame. „Ja, dann nehmen wir Ihre Anmeldung dennoch entgegen. Aber ich kann für nichts garantieren.“ Welches Bahnunternehmen garantiert denn irgendwas? Das war mir neu. Naja egal, sie nahm meine Anmeldung auf. War dabei sehr nett und sagte mir dann noch, wo Behindertenparkplätze bei den Bahnhöfen sind etc. Das fand ich einen ganz guten Service.

Am Bahnhof angekommen, kaufte ich mir eine Fahrkarte für den Zug um 15:10 Uhr und ging zur Customer Information, um Assistenz zu bekommen. Und schon wieder blaffte mich ein Mitarbeiter an, ich habe mich nicht rechtzeitig angemeldet. Ich erklärte ihm, dass ich eigentlich mit dem Auto fahren wollte und sie sich doch mal freuen sollten, eine Neukundin gewonnen zu haben. Er hatte meine Anmeldung vorliegen, es gab gar keinen Grund mich anzublaffen, alle Angaben waren korrekt und ich wartete auf den Menschen mit der Rampe. Der kam auch und sagte: „Ich habe schlechte Nachrichten: Ich Zug wurde gecancelt.“ Sie würden mich auf den nächsten Zug umbuchen. Damit war die Anmeldung also sowieso für die Katz.

Wie an den Flughäfen werden die Abfahrtsgleise an Sackbahnhöfen immer erst kurz vor Abfahrt bekannt gegeben, damit die Leute nicht auf den Bahnsteigen rumstehen, sondern in der Wartehalle. Das hat für mich den Vorteil, dass ich ohne Eile einsteigen kann, denn die Assistenzleute wissen die Gleisnummer natürlich schon vorher. Der Einstieg der Fernzüge ist ähnlich bescheuert wie in Deutschland: Zwei hohe Stufen. Dafür ist er Einstieg per Rampe erheblich besser. In jedem Wagen, in dem es einen Rollstuhlplatz gibt, gibt es in einem Schrank eine Rampe, die man an die Treppe anlegen kann. Die ist stabil und es geht ruckzuck. Ich war also als Erste im Zug bis die Horden einfielen. Da der Zug davor ja nicht fuhr, waren also doppelt so viele Menschen im Zug wie Plätze da waren. Aber ich konnte nicht meckern, ich hatte ja einen Platz.

In einer Broschüre las ich dann, dass ich viel zu viel für mein Ticket bezahlt habe. Rollstuhlfahrer, die keinen Sitzplatz benötigen, zahlen nur einen reduzierten Fahrpreis. Hat mir natürlich niemand gesagt. In der Broschüre stand auch, dass Rollstuhlfahrer den Schaffner darauf hinweisen sollen, dass er am Ankunftsbahnhof Assistenz anfordert. Aber von einem Schaffner war angesichts der Überfüllung des Zuges nichts zu sehen.

Und so war ich dann auch wenig überrascht, dass in Birmingham niemand war, um mir die Rampe an den Zug anzulegen. Aber in solchen Fällen, ist ja auf die Briten Verlass: Die Leute, die einsteigen wollten, haben sofort einen Virgin-Mitarbeiter auf dem Bahnsteig gesagt, er soll eine Rampe holen und das ging ruckzuck.

Die Rückfahrt verlief anfangs problemlos. Der Zug war fast leer, die Leute am Customer Service in Birmingham sehr nett, aber wieder war kein Schaffner zu sehen. Wie kamen also in London Euston an und keiner war da. Ich schaffte noch, einem der wenigen Mitreisenden aufzutragen, im Bahnhof bescheid zu sagen, dass ich aus dem Zug will. Aber der Zug stand an der Endhaltestelle und nichts passierte. Kein Personal weit und breit und ich war relativ weit hinten im Zug, so dass ich auch den Lokomotivführer nicht erreichen konnte. Ich hatte dann nach 20 Minuten Angst, dass irgendwann jemand die Türen schließt und den Zug ins Depot fährt, es war ja schon spät. Auch vom Putzpersonal war nichts zu sehen. Ich stellte mich also an die Tür, eine Hand an der Wagentür, um das Schließen zu verhindern. Die andere am Handy. Es gelang mir nicht, die Telefonnummer des Bahnhofs rauszukriegen und so entschloss ich mich, 999 zu wählen. Die würden mich schon aus dem Zug holen. Dazu kam es aber gar nicht, weil plötzlich am Ende des Bahnsteigs ein kleiner Wagen auftauchte. Die Mitreisenden hatten wohl doch bescheid gesagt.

Die Leute von Nationalrail sagten, ihnen habe niemand etwas gesagt und die Leute von VirginTrains seien vor 30 Minuten nach Hause gegangen. Der Bahnhof war total ausgestorben als ich in der Halle ankam und die Mitreisenden hatten sicherlich einige Probleme, jemanden zu finden, dem sie sagen können, dass ich noch im Zug bin.

Ja, natürlich beschwere ich mich bei VirginTrains. Nur ich fürchte, das wird auf so unfruchtbaren Boden fallen wie bei der Deutschen Bahn. Transportunternehmen sind in vielen Bereichen nicht verpflichtet, das DDA umzusetzen, was mich tierisch ärgert. Ich habe in Deutschland Bahn fahren gemieden und werde das wohl hier auch so handhaben. Aber ich werde jetzt jeden Abgeordneten, dem ich begegne damit nerven, endlich die Transportunternehmen zur Barrierefreiheit nach DDA zu verpflichten und zwar umfassend.

17 Kommentare

  1. Mia sagt:

    Ich fühle mit Dir.

    Hier in Israel ist es leider auch so, dass man sich 24 Stunden im Voraus anmelden muss, und zwar bei jeden Bahnhof, den man benutzen wird (also Ein- und Aussteigebahnhof sowie evtl. Umsteigeorte). Momentan bestehen aber Bemühungen, von politischer Seite etwas zu ändern.

    In der Schweiz muss man sich glücklicherweise nur eine Stunde vor Reiseantritt anmelden. Jedoch können nur die grösseren Bahnhöfe benutzt werden, an kleinen gibt’s keine Einstiegshilfen (und auch keine Rampen, die allfällige Begleitpersonen oder andere Reisende aufstellen könnten). Ermässigten Preis gibt’s nur für Reisende mit Schweizer IV-Ausweis. Mein Freund musste deswegen jeweils den vollen Preis bezahlen, konnte aber bei weitem nicht das ganze Streckennetz benutzen.

    Bei entsprechender Nachfrage bezw. Beschwerde bei der SBB war man zwar freundlich und konnte das Problem nachvollziehen, sah aber leider keinen Handlungsbedarf.

  2. lachgas sagt:

    irgendwie tröstend das in England nicht alles besser ist … (hab mich mal wieder über Bahn und Bus geärgert)

  3. Marco Zehe sagt:

    Hallo Christiane,

    Deine Geschichte überrascht mich nicht wirklich. Ich habe von einem britischen Rollifahrer, mit dem ich auf einer Ausstellung in Birmingham zusammengetroffen bin, darüber gesprochen, weil Gesa ja vor ihrer Autofahrerzeit auch öfter mal Probleme mit der DB hatte. Ich wollte einfach neugierigerweise wissen, wie das in anderen Ländern so gehandhabt wird. Und er deutete schon so Dinge, die Du jetzt erfahren musstest, in ähnlicher Form an.

    Dabei fällt mir ein: Ich verstehe nicht, wie ein einzelnes Unternehmen wie die Deutsche Bahn mit zwei unterschiedlichen Behindertengruppen so unterschiedlich umgehen kann. Seit ich selbständig bin, fahre ich wieder das eine oder andere mal öfter Zug als vorher, und ich bin immer wieder ziemlich am Bauklötze staunen, wie problemlos ich von A nach B komme, wie reibungslos eine Assistenzanforderung entweder durch den Schaffner oder schon durch das Personal am Abfahrtsbahnhof klappt usw. Wer weiß, vielleicht ist’s ja der Hund. :-)

    Liebe Grüße aus der alten Heimat
    Marco

  4. dumdidum sagt:

    Hmmm… das man als Behinderter in Deutschland mit der Bahn nicht spontan unterwegs sein kann ist sicher auch etwas verallgemeinert. Ich bin recht häufig mit meiner Freundin (im Rollstuhl) mit der DB unterwegs. In den seltensten Fällen gab es da wirklich böse Probleme weil wir uns zu spät oder auch gar nicht angemeldet hatten. Auf vielen Nahverkehsstrecken gibts ja mittlerweile die schicken Doppeldecker in die ein mittelprächtig fitter Rollifahrer auch ohne die ausfahrbare Rampe ohne Hilfe rein- und wieder rauskommt. Und was die Fernstrecken angeht: Wie oft fährt man da wirklich spontan? Ausserdem sollte man fairer Weise auch mal erwähnen das Rollifahrer und die Begleitung in den ICEs der zweiten und dritten Generation in den Genuß der 1. Klasse kommt ohne dafür auch zahlen zu müssen (inklusive kostenloser Tageszeitung und Salzstangen *g*)

  5. Matse sagt:

    also merken,
    wenn man in England/London einen Bahnhof in die Luft jagen will, einfach als Rollstuhlfahrer anmelden, man wird dann eh vergessen und bemerken tut es auch keiner wenn man dann den Sprengsatz in ruhe aktiviert!

    der hammer :D

  6. Christiane sagt:

    @dumdidum
    Ja, bei der Deutschen Bahn ist das wie in England: Offiziell muss man sich 24 Stunden anmelden. Tut man das nicht, wird man angeblafft, aber sie nehmen einen dennoch mit. Einen Unterschied gibt es aber: Die Hotline der Bahn nimmt gar keine Anmeldungen mehr an, wenn man zu spät anruft. Das war bei Virgin nach gutem Zureden aber sehr wohl der Fall.

    Und was die spontanen Fernreisen angeht: Ich mache das durchaus. Und das Recht lasse ich mir auch nicht nehmen. Ich war als Journalistin beispielsweise jedes Jahr auf der CeBIT. Ich weiß vorher einfach nicht, wann ich aus der Messe rauskomme und welchen Zug ich dann nehmen will. Das geht den meisten Kollegen nicht anders. Aber gerade der Servicepoint Hannover ist ein Debattierclub sondersgleichen, wenn man nicht angemeldet ist. Ich bin dann in den letzten Jahren immer mit dem Auto gefahren.

    Die Doppelstockwagen, von denen Du sprichst, sind keine Fernzüge. Die Nahverkehrszüge sind in UK auch besser. Die haben nur eine Stufe, da komme ich je nach Bahnsteighöhe auch ohne Hilfe rein und man muss sich nicht zwingend anmelden. Das klappt immer irgendwie. Die sind auch nicht so lang und man kann hinter der Lok einsteigen, um mit dem Lokführer zu reden. Das geht bei den Pendolinos (Fernzüge) aber nicht. Geht im ICE in Deutschland auch nicht.

    Ich habe kein Problem damit, 1. Klasse zu zahlen, wenn ich 1. Klasse fahre. Aber ich will einen angemessenen Service haben, der sich mit dem meiner Mitreisenden vergleichen lässt, das heißt ich steige zeitnah nach Ankunft des Zuges aus dem Zug aus und reise genauso spontan wie alle anderen Kunden auch.

  7. bp sagt:

    @dumdidum:
    Wenn ich (als Rollstuhlfahrer) 1. Klasse fahren möchte, dann bin ich bereit den Preis für die 1. Klasse zu bezahlen. Leider lässt mich die Bahn in der großen Mehrheit der Züge nicht 1. Klasse fahren.

    Der für Rollstuhlfahrer vorgesehen Platz in den Doppelstock-Wagen ist ein Mehrzweckabteil. Im Wesentlichen stört es meinem Reisekomfort erheblich, dass ich neben einer Toilette sitze, dessen Frequentierung je nach Auslastung des Zuges sehr groß ist und ich bei jedem betreten/verlassen der Toiletten den Innenraum sehe und rieche. ‚Fairer Weise’ bin ich jedoch bereit der Bahn für diesen 3. Klasse-Service eine Fahrkarte für die 2. Klasse abzukaufen.

    Heute hat man bei der Sitzplatzreservierung der Bahn – bis 10 Minuten vor Abfahrt – die Möglichkeit zwischen einer Vielzahl von Optionen zu wählen: 1. oder 2. Klasse, Großraumwagen oder Abteil, Fenster- oder Gangplatz, Handy- oder Ruhezone und wenn man möchte bekommt man einen Tischplatz wenn er noch frei ist.
    Wohlgemerkt: Diese Optionen hat man. Rollstuhlfahrer hat die Möglichkeit bis 24 Stunden vor Abfahrt einen (!) verfügbaren Platz zu reservieren.

  8. […] im Kühlschrank, als Steuerung für > die > Klospülung, im Radiowecker… ” > *fragt sich wie sich die Leute gefüllt haben müßen,die sich im > Mittelalter für eine bessere Welt […]

  9. Virgin Trains anzuschreiben lohnt sich wirklich nicht. Zwar bekommt man schnell ein ‚freundliches‘ Antwortschreiben, dabei merkt man aber, dass sie dich als Kunde überhaupt nicht ernstnehmen und die „Kundenfreundlichkeit“ nichts als Verarsche ist.

    Ich hatte mal darüber gebloggt:
    http://ihatemyneighbours.blogspot.com/2007/02/richard-bransons-wacky-races.html

    und genauer, liest man das hier
    http://bp0.blogger.com/_myAAj9L615A/RdzGUvzoMQI/AAAAAAAAAAU/owNSjhGoZYw/s1600-h/fleas.JPG

    Es wurde mich interessieren, ob sie dich auch auf den „exciting times“ and „great atmosphere at Virgin Trains“ hinweisen.

  10. Frank sagt:

    Ich bin mit meiner Frau (Rolli) mal von Kopenhagen nach Malmö mit dem Zug gefahren. Wir dachten uns, wir lassen mal das Auto stehen (und sparen dadurch die Brücken-Maunt) und nehmen für diese Kurzstrecke den Zug.
    Die Karte war spottbillig, weil es irgendwelche Ermäßigungen gab und die Strecke ja auch nicht weit war, ein paar Euro für uns beide zusammen.
    Nun waren wir aber erfahrungsgemäß auf die Suche nach einen „Helfer“. Wir haben aber niemanden gefunden und die Bahnmitarbeiter die wir gefunden haben, schauten uns nur doof an, weil die nicht wussten, was wir denn nun wollen. Wir sollen einfach auf den Zug warten.
    Gut, ich habe verstanden, was die gemeint haben, denn der Zug war ebenerdig – lediglich eine kleine Lücke klafft zwischen Bahnsteig und Zug und da kam auch schon ein Zugbegleiter, der auch diese Lücke noch mit einer faltbaren Metall-Auflage geschlossen hat.
    So einfach kann es gehen.
    Hier bei uns zu Hause hat der Hauptbahnhof nichtmal einen Fahrstuhl zu den Bahnsteigen. Lediglich der Gepäckaufzug kann nach Anmeldung benutzt werden (aber nicht spät abends!). Und dann findet die Fahrt schonmal im unbeheitzten Gepäckwaggon zwischen Koffern und Fahrrädern statt…

  11. Gerhard sagt:

    „Auf vielen Nahverkehsstrecken gibts ja mittlerweile die schicken Doppeldecker in die ein mittelprächtig fitter Rollifahrer auch ohne die ausfahrbare Rampe ohne Hilfe rein- und wieder rauskommt.“ (dumdidum)

    Du meinst die etwas neueren Wagen mit deutlich durchhängendem Boden? Diese Rentnerfallen gehören verboten. Für Rollstuhlfahrer mögen sie ja durchaus praktisch sein, aber für alle anderen Fahrgäste sind sie eine Zumutung.

  12. Jan sagt:

    @Gerhard:
    Warum sollen sie für „alle anderen Fahrgäste […] eine Zumutung“ sein? Selbst wenn es für dich eine solche sein sollte (mit Verlaub, das halte ich für ausgemachten Quatsch), wie kommst du dazu, nicht nur für einige andere, nein, sogar für alle (!) anderen zu sprechen?
    Mir ist auch noch nie ein „deutlich durchhängende[r] Boden“ aufgefallen. Ein solcher Bus würde ja wohl auch kaum durch den TÜV kommen.
    Mir scheint es erneut so, dass du in penetranter und leicht zu durchschauender Weise versuchst, alles, was auch nur in die Richtung Barrierefreiheit geht, als Unsinn, Luxus oder für dich (resp. alle anderen…) unnötig abzuqualifizieren.

  13. Gerhard sagt:

    Wir sprechen nicht von Bussen sondern von den neueren Doppelstockwagen der Deutschen Bahn. Bei ihnen befindet sich der Einstieg nicht wie gewohnt über sondern neben den Drehgestellen. Er liegt meist nur wenige Zentimeter tiefer als der Bahnsteig und dank des deutlich durchhängenden Bodens können halbwegs sportliche Rollstuhlfahrer die untere Etage ohne Hilfe erreichen. Durchaus ein interessanter Ansatz. Allerdings ist die ungewöhnliche Kombination aus einer kleinen Stufe und einem deutlich durchhängendem und trotz der angebrachten Gummistreifen oft recht rutschigem Boden für viele (nach meinen Beobachtungen eher für alle) Fahrgäste eine echte Herausforderung. Größere Menschen können im Einstiegsbereich außerdem noch nicht einmal aufrecht stehen.

  14. Gerhard sagt:

    Nach knapp halbstündiger Suche hab‘ ich doch glatt kurz nach dem Absenden meines Kommentars doch noch ein Foto des Einstiegsbereichs der neueren Modellen gefunden.

    http://www.veke.hu/files/17/img1707.jpg

  15. Martin H. sagt:

    Das Problem bei den Doppelstockwagen sind nicht die Wagen selbst sondern die unpassende Bahnsteighöhe. Bei aktuellen Bahnsteigen gibt es fast keinen Höhenunterschied. An den S-Bahnsteigen in Berlin ist das anders, da bleibt man beim Aussteigen sogar mit dem Fahrrad an der Bahnsteigkante hängen.
    Probleme mit Rutschen habe ich bisher nur im Winter bemerkt, entweder mit Schnee(matsch) unterm Schuh oder viel Rollsplit im Bereich des Einstiegs.

  16. Tamara sagt:

    Hallo!

    Bin selbst Rollstuhlfahrerin aus Österreich und letztes Jahr mit dem Zug durch ganz England gereist. Mein Freund und ich haben uns bei keiner unserer Zugreisen um vorherige Rampen gekümmert da mein Freund Fußgänger ist und wir eben spontan bleiben wollten. Als wir dann am Bahnsteig standen, kamen jedes mal sehr nette Angestellte des Bahnhofs und haben uns sofort eine Rampe geholt. Sie haben sogar darauf bestanden, und waren jedes Mal total nett :) Am Ankunfsbahnhof hat dann auch immer schon jemand gewartet. Bei manchen Zügen (nicht denen von Virgins), war es manchmal auch nur eine Stufe die ohne Rampe zu bewältigen gewesen wäre, aber trotzdem wurde immer auf ne Rampe bestanden. Und das oft innerhalb von einer Minute weil sie uns erst beim Einfahren des Zuges bemerkt haben.

    Ich hoffe, du hattest also nur Pech mit deiner Erfahrung, denn es dürfte auch anders funktionieren..

    Ganz liebe Grüße,
    Tamara

  17. […] mit Rollstuhl. Manchmal lustig, manchmal informativ, aber manchmal auch beklemmend, wenn sie eine Bahnreise durch England beschreibt, wie sie nachts an der Endstation im menschenleeren Zug wartet, ob vielleicht doch ein […]