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Archiv für 31.1.2006

Flugstatistik

Ein Kollege hat mich auf eine sehr praktische Seite aufmerksam gemacht: Bei Flugstatistik.de kann man seine persönliche Flugstatistik führen. Ich habe mal die Flüge aus dem Jahr 2005 und 2006, zu denen ich noch Unterlagen hatte, zusammen getragen. Ich habe in den vergangenen 14 Monaten zwei Mal die Erde umrundet, addiert man die geflogenen Kilometer. Ich werde das Logbuch weiter führen. Mal sehen, wie oft ich in diesem Jahr die Erde umrunde. ;-)

Werbeartikel

Woran merkt man, dass es der Werbeartikel-Industrie gut gehen muss?

Wenn man

– eine Tasche von O2
– einen Stift von Google
– ein Notizbuch von Premiere
– Pfefferminzbonbons und Kaugummis von Nokia
– einen Schlüsselanhänger vom BMW Mini

mit sich herum trägt und

– der Geldbeutel von Datev
– das Ethernetkabel von Lufthansa
– und die x USB-Sticks diverser Unternehmen
– und vieles mehr

noch zu Hause liegen.

Barrierefreiheit und Steuergelder

Der ehemalige Blogger und heutige Staatssekretär Kajo Wasserhövel (SPD) scheint ein sehr ehrlicher Mann zu sein. Wie ich darauf komme? Auf eine kleine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Ilja Seifert (Die Linke) antwortet er mit ungewohnter Ehrlichkeit. Seifert, der selbst Rollstuhlfahrer ist, wollte wissen: „Welche aktuellen Förderprogramme und -mittel des Bundes sind an die Schaffung bzw. Gewährleistung der Barrierefreiheit gebunden oder damit verknüpft?

Antwort Wasserhövels vom 28. Dezember 2005: „Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse darüber vor, dass aktuelle Förderprogramme und -mittel des Bundes an die Schaffung bzw. Gewährleistung der Barrierefreiheit gezielt gebunden oder damit verknüpft sind.“

Das ist wenigstens ehrlich. Ich habe auch den Eindruck, dass die Bundesregierung nicht weiß, dass man Steuergelder so einsetzen kann, dass die Barrierefreiheit gewährleistet ist. Aber eine Frage habe ich dann doch noch nach so viel Ehrlichkeit: Herr Staatssekretär, kennen Sie das Behindertengleichstellungsgesetz und ist es geplant, dass die Bundesbehörden in Zukunft dieses Gesetz aus dem Jahr 2002 kennen und anwenden?

Charts

Die Deutschen Blogcharts sind gestartet. Dieses Blog ist unter den Top100, was mich sehr freut. Immerhin Platz 87 derzeit, in guter Nachbarschaft zum RSS-Blogger und Moving Target.

Die Nacht danach

Der Digital Lifestyle Day ist vorüber und ich bin noch ganz hin und weg von den vielen Eindrücken und Gesichtern. Es waren zwei sehr spannende Tage. Ich habe viele nette Menschen kennengelernt und wieder getroffen. Selten habe ich auf einer Konferenz so viel gelacht. Und was ich am erfreulichsten fand: Es gibt in diesem Land und anderswo eine Menge Menschen, die viele gute Ideen rund um das Medium Internet haben. Es gibt sie, die Visionäre, Ideenfinder und Bastler. Und offensichtlich gibt es auch Leute, die in diese Menschen investieren wollen. Videos der einzelnen Beiträge gibt es auf der Website des DLD.

Noch besser als die Vorträge waren aber die Gespräche zwischendurch. Ich habe in zwei Tagen so viele Visitenkarten bekommen wie sonst in einer Woche Cebit. Ja, ich muss sagen, es war richtig nett.

Weniger nett ist allerdings, dass ich jetzt in einem eiskalten Hotelzimmer liege. Als ich in mein Zimmer kam, stand das Fenster sperrangelweit offen – bei -10 Grad. Ganz toll! Und es wird seit Stunden nicht warm. Als hätte ich es geahnt, habe ich mir vorhin eine Wärmflasche gekauft, aber die hilft auch nicht viel. Danke, liebe Hotelangestellten!

Willkommen beim Digital Lifestyle Day

Publikum

-12 Grad in München heute morgen bei der Landung. Brrr… Das Gebäude ist gut geheizt und vor allem barrierefrei. Ich hatte da erst Bedenken, weil meine Google-Recherche ergab, dass das Gebäude ziemlich alt ist und ich wegen meines Australienurlaubs nicht die Zeit hatte, mich darum zu kümmern. Aber man muss auch einfach mal Glück haben (oder mitdenkende Mitmenschen?).

Wieder Koffer packen

Kaum da, bin ich auch schon wieder weg. Morgen um 6 Uhr geht es nach München zum Digital Lifestyle Day 2006 mit vielen bekannten Gesichtern. Freu mich schon…

Digital Lifestyle Day 06

Schön, wieder zu Hause zu sein

Im Fahrstuhl.
Mann studiert die Fahrstuhlknöpfe bei Karstadt: „Für was steht denn B?“ Überlegt und sagt dann: „Barkhaus.“
Ich: „Das steht für Basement.“
Mann: „Was gibt es denn da?“
Seine Frau: „Da sind die Lebensmittel.“
Mann: „Achso, Lebensmittel. Mein Englisch ist nicht so gut.“

Nach Hause

Flugzeug

In 24 Stunden bin ich wieder in Hamburg.

Willkommen in Melbourne

Nach einer Fahrt durch die Prärie und einem Zwischenstopp in Corowa sind wir seit einigen Tagen in Melbourne. Die Stadt ist ganz anders als Sydney und alles, was wir bislang von Australien gesehen haben – vor allem ist es rund 25 Grad warm – erträglich also, während wir im Landesinnere teilweise mehr als 35 Grad hatten. Melbourne ist eine rundum grüne Stadt mit viel Wasser. Allerdings auch ein wenig provinziell. Die meisten Geschäfte schließen um 18 Uhr.

Park in Melbourne

Wir hatten mal wieder Feueralarm im Hotel. Diesmal war unser Zimmer aber im 1. Stock und es war nur ein Fehlalarm. Die Feuerwehr war binnen weniger Minuten da. Insofern war es weit weniger aufregend als damals in Toronto. Ich bin leider ziemlich erkältet, habe mich aber mit diversen dieser Medikamente eingedeckt, die es auch in den USA gibt: Man weiß nicht genau, was drin ist, aber sie helfen erstaunlich schnell.

Ansonsten stellen wir immer wieder fest, wie langsam hier alles läuft. Australien ist ein gutes Land, um auszuspannen – von den langen Autofahrten mal abgesehen. Die Uhren ticken hier ein wenig langsamer, die Restaurants haben mindestens einen Ruhetag in der Woche, manche machen abends gar nicht erst auf. In den Hotels wartet man schon mal eine Stunde auf eine Bestellung und auch sonst läuft hier manches im Zeitlupentempo. Wenn man gewillt ist, mal den Fuß vom mitteleuropäischen Gas zu nehmen, kommt man hier prima zurecht. Mit deutscher Ungeduld kommt man hier nicht weit – schon gar nicht in der Pampa.

Skyline von Melbourne

Es sind übrigens erstaunlich viele Deutsche hier. Selbst an einer Tankstelle in der tiefsten Einöde waren vor uns noch Deutsche an der Zapfsäule. Und wenn ein Behindertenparkplatz mal unerlaubterweise besetzt ist, waren es bislang auch immer deutschsprachige Zeitgenossen. Dass hier gnadenlos abgeschleppt wird, haben sie im Reiseführer wohl überlesen. Aber das lernen sie bestimmt noch.

Auch Melbourne ist ein wenig nervig, was öffentliche Verkehrsmittel angeht. Das ist doppelt doof, weil Viktoria der einzige Staat ist, in dem der europäische Parkausweis zum Parken auf Behindertenparkplätzen nicht akzeptiert wird. Wir haben also ein wenig Mühe, uns in der Stadt zu bewegen. Allerdings haben wir dennoch etwas sehr interessantes an einer Straßenbahnhaltestelle entdeckt. Dieser Lautsprecher erzählt auf Knopfdruck, welche Straßenbahn als nächstes kommt und wie lange das noch dauert. Ein Blindenleitsystem weist den Weg dorthin. Wenn die Melbourner jetzt noch konsequent die Haltestellen in den Straßenbahnen ansagen würden, wäre das System zumindest für Blinde nahezu perfekt.

Hand eines Blinden drückt auf einen runden Knopf an einem Mast mit kleinem Lautsprecher