Archiv für 14.8.2005

Verschont mich

Sätze und Fragen, die ich nicht mehr lesen oder hören will, inspiriert durch Katja:

  • Aber Sie sehen eigentlich ganz glücklich aus.
  • Mein Mann ist auch an den Rollstuhl gefesselt.
  • Sitzt Ihr Mann auch im Rollstuhl?
  • Ja können Sie das denn?
  • In welcher Einrichtung wohnen Sie denn?
  • Wir haben hier ein Problem. Da ist jemand im Rollstuhl.
  • Immernoch besser als blind.
  • Das hat Gott sicher so gewollt.
  • Sie haben ja sicher auch nicht so viel Geld.
  • Sie müssen doch verstehen, dass…
  • Wir konnten doch nicht ahnen, dass…
  • Journalistin im Rollstuhl – geht das denn?
  • Wissen Sie, es kommt nicht so oft vor, dass…
  • Ich war nur kurz… und wollte auch gleich wegfahren.
  • Sie bekommen ja sicherlich Rente.
  • Warten Sie. Wir holen die Sanitäter. Die helfen Ihnen.
  • Sie sind hier falsch. Hier findet eine Pressekonferenz statt.

del.icio.us

Ich bin seit kurzem stolze Besitzerin eines del.icio.us-Accounts und verwalte meine Bookmarks dort. Per RSS abonnieren kann man die jetzt auch. Ich habe schon ein paar andere Accounts entdeckt, die für mich interessante Links auflisten. Bin aber für Hinweise auf die eigene Linkliste oder anderer interessanter Menschen dankbar.

Hintersetzer sind Geschmacksache

„Der Iran pokert hoch“, erfahren die Zuschauer im RTL-Nachtjournal. Es geht um das durchaus ernste Thema „Atomstreit mit dem Iran“. Wie ernst das Thema ist, wird dem Zuschauer mit einem informativen Hintersetzer verdeutlicht.

Mann mit Turban und Bart hält Spielkarten in der Hand

Auf Autosuche – nach dem eigenen

Manche Tage möchte man gerne aus dem Kalender streichen. Gestern was so ein Tag. Mein Auto war in der Werkstatt und die Mitarbeiter boten mir an, das Auto vor die Tür zu bringen und den Schlüssel in den Briefkasten zu werfen.

Gleich als ich zu Hause war, ging ich auf die Suche nach meinem Auto. Erfolglos. Allerdings fand ich den Schlüssel in meinem Briefkasten. Ich musste es übersehen haben. Als ich das zweite Mal auf die Suche gehen wollte, war der Fahrstuhl kaputt. Ich musste erst einmal den Fahrstuhl-Reparaturdienst anrufen. Die kamen dann auch. Zwischendurch versuchte ich G. zu erreichen. Ich hatte die Hoffnung, dass sie die Handynummer des Werkstattleiters hat. In der Firma ging niemand mehr ans Telefon. Ich erreichte sie nicht. Unterdessen regnete es in Strömen. Und wieder durchkämmte ich eine Straße nach der anderen auf der Suche nach meinem Auto. Erfolglos.

Ich rief die Polizei an, weil ich fürchtete, die Werkstatt hatte das Auto falsch abgestellt. Aber auch abgeschleppt war das Auto nicht. Der Polizist am Telefon kannte das Problem mit doof abgestellten Autos von Werkstätten schon. Wir suchten also im strömenden Regen weiter. Nix. Irgendwann kam O. die Idee, dass die vielleicht „vergessen“ hatten, das Auto vor die Tür zu stellen und nur den Schlüssel eingeworfen haben. Das musste die Lösung sein. Ich fuhr also mit letzter Hoffnung mit dem Bus zu der Werkstatt. Und tatsächlich: Da stand mein Auto auf dem Hof. Ich war nicht nur stinksauer, sondern auch plitschnass. Mein Schirm lag nämlich auch im Auto.

1. Geburtstag

Dieses Blog wird heute ein Jahr alt. War ein schönes Jahr. :-)

Die Deutsche Bahn schickt behinderte Reisende früh ins Bett

Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, kann an einigen deutschen ICE-Bahnhöfen nicht nach 22 Uhr ankommen – außer man ruft vom Zug aus die örtliche Presse an, berichtet kobinet.

Der Deutschen Bahn ist sich natürlich keiner Schuld bewusst (auch in den Kommentaren Leserbriefen reagiert der Konzern).

„Ich denke, es ist inzwischen offensichtlich, dass wir uns als Kontakstelle für kundenbezogene Behindertenangelegenheiten im Konzern offensiv für die Interessen von behinderten Menschen einsetzen und beharrlich all‘ das vorantreiben, was gegenwärtig machbar und möglich ist“, schreibt die Bahnmitarbeiterin in einem Leserbrief. Was sie verschweigt ist, dass man am Bahnhof Mainz bis Anfang des Jahres durchaus auch nach 22 Uhr aussteigen konnte. Machbar und möglich ist es also. Die Bahn hat die Mitarbeiter einfach eingespart ohne sich darüber Gedanken zu machen, wie behinderte Reisende aus dem Zug kommen. Die sollen sich stattdessen über die „Kontaktstelle für kundenbezogene Behindertenangelegenheiten“ (schon der Name sagt viel über die Unternehmensphilosophie!) freuen. Ich brauche keine Abwimmelstelle Kontaktstelle, ich brauche barrierefreie Züge und eine barrierefreie Infrastruktur!

Willkommen in Graz

Der Fluss Mur vor strahlend blauem Himmel

Graz - Blick auf den Schloßberg mit einzelnen historischen Häusern

Blick auf die Stadt vom Schloßberg aus bei blauem Himmel