Archiv für 16.11.2004

Schon wieder erkältet

Ich bin schon wieder erkältet, diesmal mit richtigem Husten. Aber ich habe diese Woche noch zwei Dienstreisen vor mir. Mir ist irgendwie der Samstag und die lange Zugfahrt nicht bekommen. :-(

Wiedervereinigung

Sieben Fragen zur deutsch-deutschen Geschichte von cult7:

1. Wo warst Du als die Mauer am Abend des 9.November fiel?
Zu Hause. Ich war zu Hause und meine Eltern waren weg. Ich saß vor dem Fernseher und habe geweint, weil ich trotz meiner 12 Jahre verstanden habe, dass etwas unfassbares passiert ist.

2. Wohin ging Deine erste Reise in den für Dich neuen Teil Deutschlands?
Wir haben eine Tour de DDR gemacht. Ich war in Eisenach, Weimar, Erfurt, Bitterfeld, etc.

3. Was ist für dich „typisch BRD“?
Reisefreiheit.

4. Was ist für Dich „typisch DDR“?
Keine Reisefreiheit.

5. Die deutsche Wiedervereinigung ist gut, weil…
die Zeit des kalten Krieges vorbei ist und Menschen in Ost und West in Freiheit leben.

6. Die deutsche Wiedervereinigung ist schlecht, weil…
Sie ist nicht schlecht. Die Mehrheit meiner Lebenszeit habe ich im vereinigten Deutschland verbracht und das gefällt mir ganz gut.

7. 3.Oktober, 9.November oder doch ein anderes Datum? An welchem Tag sollte Deutschland sich selbst feiern (Nationalfeiertag)?
Der 3. Oktober ist schon in Ordnung. Jedenfalls finde ich den Vorschlag, immer den ersten Sonntag im Oktober zu nehmen, ziemlich daneben.

Rehacare

Gestern war ich auf der Rehacare in Düsseldorf – einer Messe rund um Hilfsmittel für behinderte Menschen. Gebärdenwerk hatte dort auch einen Stand.

Stand von Gebärdenwerk auf der Messe

Wegen massiver Verspätung des Zuges nach Hamburg waren wir erst um 3 Uhr wieder zu Hause. Auf der Fahrt durften wir noch eine kleine Panikattake einer Mitreisenden miterleben. Der Zug war fast leer. Wir saßen zu dritt im Wagen: O. (blind), K. (gehörlos) und ich (Rollstuhlfahrerin) und schliefen. Gegen 1 Uhr kam die Frau schreiend in unseren Wagen und riss uns aus dem Schlaf. Sie bat völlig panisch darum, dass ihr jemand beim Aussteigen am nächsten Halt die Tür öffne.

Ich kam nicht an den Knopf, O. konnte ihn nicht finden, also musste K. ran. Wir waren die einzigen Reisenden weit und breit. :-) Die Frau hatte solche Angst vor dem Aussteigen, dass sie völlig ausflippte als sie merkte, dass K. gehörlos ist und sie es ansonsten mit einem Blinden und einer Rollstuhlfahrerin zu tun hat. „Verstehen Sie mich? Verstehen Sie mich?“ schrie sie K. an. Die Situation war so komisch und skuril, dass mir vor Lachen die Tränen die Wange runter liefen. Außerdem war ich total übermüdet und konnte mich nur noch in einen Lachkrampf retten.

K. hatte sie verstanden. Als der Zug noch gar nicht hielt, ruckelte sie schon panisch an der Tür. Zwischendurch schrie sie immer „Verstehen Sie mich?“ K. schaffte es dann die Tür aufzumachen als der Zug hielt, obwohl die Frau bereits versuchte, die Türentriegelung auseinander zu nehmen. Die Frau war so verängstigt, dass sie fast aus dem Zug fiel und sich gerade so halten konnte. Naja, jedenfalls ist alles gut gegangen.

Bloggen aus Falluja

Kevin Sites ist amerikanischer Journalist und bloggt aus Falluja.

Firefox auf dem Vormarsch

Nun will ich nicht behaupten, dass Behindertenparkplatz repräsentativ ist, aber das ist doch schon mal ein gutes Zeichen:

Statistik

Es heißt nicht Mongolismus

Aus gegebenem Anlass: Es heißt nicht Mongolismus. Es heißt Down-Syndrom oder Trisomie 21. Es ist wissenschaftlich falsch, diskriminierend – für die Mongolen und Menschen mit Down-Syndrom – und zeugt von wenig Kompetenz, liebe Wissenschaftsjournalisten, Lexikon-Autoren und Möchtegern-Medizinexperten. Weiterbilden kann man sich bei „Menschen mit Down-Syndrom, Eltern & Freunde e.V.“.

Fünf Fragen am 11. November

Gimme5

1. Wann warst du das letzte Mal beim Arzt?
Vor ein paar Wochen als ich einen grippalen Infekt hatte.

2. Hast du Angst vor dem Zahnarzt?
Nein. Ich mag Zahnärzte aber dennoch nicht besonders.

3. Hast du Angst vor Spritzen?
Nicht mehr. Hatte ich aber mal. Ist irgendwann verflogen.

4. Gehst du Blutspenden? Falls nein, wieso nicht?
Nein. Aus medizinischen Gründen. Mein Körper leistet täglich schon genug.

5. Was war dein lustigstes Erlebnis mit einem Arzt/einer Ärztin?
Mein Freund und ich waren neu in der Stadt und er brauchte einen neuen Blindenstock. Also sind wir zum nächstbesten Augenarzt und baten um ein Rezept. Der Arzt bestand aber auf eine Untersuchung und glänzte mit Kompetenz. „Lesen Sie mal die Buchstaben an der Tafel vor“, sagte der Augenarzt. „Welche Tafel?“, fragte mein Freund. „Äh, achso ja“, stotterte der Arzt. Dann wandte er sich an mich: „Sie können aber lesen?“ „Ja“, sagte ich schmunzelnd. „Gut dann gebe ich Ihnen das Rezept.“ Ich habe ihm dann gesagt, dass auch mein Freund durchaus adäquat mit einem Rezept umgehen kann. :-) Wir haben gebrüllt vor Lachen als wir aus der Praxis kamen.

Parallelen

Was habe ich mit den Mitarbeitern von Sun gemeinsam? Mein Chef bloggt auch. Tsja, so ist das bei erfolgreichen Unternehmen. :-)

Die Qual der Wahl

Sieben Fragen zur Wahl von cult7:

1. Welche Auswirkungen hat das Wahlergebniss in den USA auf die
Welt?
Vier weitere Jahre Bush.

2. Welcher Kandidat war Dein Favorit und vor allen Dingen: Warum?
Kerry. Obwohl mir seine Politik zur Stammzellenforschung überhaupt nicht gefällt.

3. Was hälst Du vom Personenwahlkampf im Vergleich zum Parteienwahlkampf?
Beim Personenwahlkampf stehen die Personen mehr im Vordergrund als die Programme. Ich bevorzuge aber bei Politik über Themen zu diskutieren, nicht über das Aussehen der Kandidaten.

4. Gehst du wählen?
Aber sicher.

5. Würdest Du Dich selbst in ein politisches Amt wählen lassen?
Ich war in der Schule in der Schülervertretung. Ist auch ein politisches Amt. :-) Auch andere Ämter kann ich mir vorstellen.

6. Glaubst Du, das Krieg ein/das Mittel gegen Terror ist?
Nein, natürlich nicht.

7. Politiker sind …
Menschen wie Du und ich.

Nervtag

Wenn man sein Portemonnaie verliert, dann kostet das Nerven. Nicht nur, weil man Angst hat, dass einem jemand das Konto leer räumt, sondern weil die Sperrung von Kredit- und ec-Karten in Deutschland so kompliziert ist. Zu jeder Karte gibt es eine andere Telefonnummer. Diese herauszufinden, ist allerdings im Notfall alles andere als einfach.

Beispielsweise suchte ich auf der Payback-Seite vergeblich nach einer Notfallnummer. Die normale Kundennummer sagte mir nur, dass ich außerhalb der Geschäftszeiten anrufe. Prima, danke fürs Gespräch! Dann ließ ich meine Mastercard sperren und die nette Frau fragte mich, ob ich noch andere Telefonnummern benötige. Wie nett! So kam ich dann doch an die richtige Telefonnummer.

Unterdessen habe ich die Karten wieder. Et het noch immer jut jejangen!

Karten